Die Sekundarschulreform im Inforadio

Interviews

Die Berliner Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) spricht am 30.03.2012 bei einem Pressegespräch mit Journalisten in Berlin. Foto: dpa
dpa-Zentralbild

Fr 20.06.2014 | 07:45 - Die Politikerin

2010 wurde in Berlin die Hauptschule abgeschafft und ein neuer Schultyp eingeführt: Die Sekundarschule. Berlins SPD-Bildungssenatorin Sandra Scheeres zog im Inforadio-Interview eine positive Bilanz dieser Reform - sie sei ein "Erfolgsmodell". Zugleich wehrte sie sich gegen Vorwürfe, die Bewertungs-Standards seien gesenkt worden.

Montag, 16.06.2014 - Der Schulleiter

Vor vier Jahren wurden in Berlin die Hauptschulen aufgelöst. Schuldirektor Detlef Pawollek zieht eine positive Bilanz - und verweist vor allem auf die bessere finanzielle Ausstattung.

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Florian Bublys ist Initiator und Sprecher der Initiative "Bildet Berlin" (Quelle: privat)

Der Lehrer

Vor vier Jahren hat Berlin die Haupt- und Realschulen zu Sekundarschulen zusammengelegt. Der Lehrer Florian Bublys ist nur bedingt zufrieden. Er vermisst eine entsprechende Fortbildung.

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Thilo Pahl, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung IHK Berlin (Quelle: IHK Berlin)
fotostudio-charlottenburg, hedri

Mittwoch, 18.06.2014 - Der Unternehmer

Auf der Suche nach Auszubildenden beklagen Betriebe schon lange, dass geeignete Bewerber fehlen. Die Sekundarschule soll die Schüler besser vorbereiten. Thilo Pahl von der IHK Berlin erwartet keine Quantensprünge - die Grundidee aber findet er richtig.

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Prof. Dr. Kai Maaz, Professor für Bildungswissenschaften an der Uni Potsdam (Quelle: Prof. Dr. Kai Maaz)

Der Wissenschaftler

Vor vier Jahren hat Berlin die Hauptschulen abgeschafft und die Sekundarschulen aus der Taufe gehoben. Noch läuft nicht alles rund, doch der Bildungswissenschaftler Kai Maaz bewertet die Schulreform insgesamt gut - er würde ihr die Note 2 geben.

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Reportagen

- Foto: rbb Inforadio/Gabriele Heuser

Bilanz der Sekundarschulreform - "Das Stigma 'Hauptschule' ist weg"

Die erste Generation Sekundarschule macht in diesen Tagen ihren Abschluss: Über zehntausend Schüler und hunderte Lehrer hatten sich vor vier Jahren auf den Weg in ein neues Schulsystem gemacht. Der Zusammenschluss von Haupt- und Realschulen zu Sekundarschulen 2010 war eine der größten Berliner Schulreformen seit Jahrzehnten.

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- Foto: rbb Inforadio/Gabriele Heuser

Gesamtschulen sind oft Gewinner der Reform - "Schulabbrecher drastisch reduziert"

Alle waren gespannt, wie gut es wirklich laufen würde: Zum Schuljahr 2010/11 gab es in Berlin keine Haupt-, Real- und Gesamtschulen mehr, fortan existierte neben dem Gymnasium nur noch die Sekundarschule. Real- und Hauptschulen wurden zusammengelegt, auch die Gesamtschulen wurden umgestellt. Und sie haben die Reform offenbar am besten verkraftet. Von Sylvia Tiegs

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Ehemalige Hauptschulen hatten es schwerer - "Wir mussten ganz schön umdenken"

An vielen Berliner Hauptschulen waren die Lehrer engagiert und die Klassen klein. Trotzdem schafften viele Hauptschüler den Abschluss nicht - und wenn doch, fanden sie keine Lehrstelle. Nur ein Bruchteil der Eltern meldete ihre Kinder dort an. Seit vier Jahren gibt es diesen Schultyp nicht mehr. Doch nicht alle sind mit einer Realschule fusioniert. Sylvia Tiegs hat erkundet, wie es ihnen heute ergeht.

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Die Schüler der Klasse 8 d der Röntgenschule bei der Präsentation ihres Projekts ... - Foto: rbb Inforadio/Gabriele Heuser

Sekundarschulen setzen eigene Profile - "Das ist irgendwie schon cooler"

Vor vier Jahren wurden in Berlin die Haupt-, Real- und Gesamtschulen abgeschafft - und zu Sekundarschulen umgebaut. Eine ganz wichtige Idee der Reform war, dass die Sekundarschulen eigene Profile entwickeln und Schwerpunkte setzen. Und da gibt es ganz unterschiedliche Ideen und Konzepte. Sylvia Tiegs hat genauer hingeschaut

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Nahaufnahmen

dpa

Jahrelang fehlte der Mut für eine grundlegende Reform - Der lange Abschied von der Hauptschule

Dass die Hauptschule nicht funktionierte, ist schon lange bekannt gewesen. Trotz kleiner Klassen und besserer Lehrerausstattung verließ jeder Dritte die Hauptschule ohne Abschluss. Trotzdem wurde über ihre Abschaffung in Berlin viele Jahre heftig diskutiert und gestritten. Auch die Neuköllner Rütli-Schule brachte dann endlich den Stein ins Rollen. Kirsten Buchmann blickt zurück

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Sekundarschule - mit Kreide auf Pflaster geschrieben (Quelle: rbb/Martina Schrey)

Sekundar geht´s lang - Die Bilanz einer Sekundar-Schulreform

Sie waren die "Versuchskaninchen", die ersten Schüler, die in Berlin auf die neue Sekundarschule gingen. Inforadio hat eine Klasse an der Neuköllner Röntgenschule von der Einschulung bis zu den Abschlussprüfungen vier Jahre später begleitet. Jetzt starten die Schüler ins Berufsleben oder gehen auf eine weiterführende Schule - und schauen noch einmal zurück.