Die Arminiushalle in Berlin-Moabit (Bild: imago/Jürgen Ritter)
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Das ist Moabit - Arbeiterviertel mit Migrationshintergrund

Berlin-Moabit ist sehr dicht bebaut. Im Jahr 1910 lebten hier 190.000 Menschen - mehr als doppelt so viel wie heute. Der Ortsteil von Mitte hat berühmte Söhne und Töchter: Kurt Tucholsky ist hier zur Welt gekommen und auch Ärzte-Sänger Farin Urlaub.

Moabit gehört zu Berlin-Mitte und hat annähernd 80.000 Einwohner. Der Ortsteil ist tatsächlich eine Art künstliche Insel - umschlossen von der Spree, dem Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal, dem Westhafenkanal und dem Charlottenburger Verbindungskanal. Wenn man nicht schwimmen möchte, kann man Moabit aber über insgesamt 25 Brücken betreten oder verlassen.

Der Name kommt von den ersten Bewohnern des Gebiets, den Hugenotten. Sie nannten ihr neues Zuhause "terre de Moab" - in Anlehnung an das Alte Testament. Moabit besteht überwiegend aus traditionellen Arbeiter-Wohnvierteln. Durchschnittlich sind die Bürger 39,5 Jahre alt - das liegt drei Jahre unter dem Berliner Schnitt. Jeder zweite Moabiter hat migrantische Wurzeln.

Zu den bekanntesten Gebäuden gehören sicherlich die Justizvollzugsanstalt und das größte Kriminalgericht Europas - und seit zwei Jahren wohl auch das Lageso. Moabit erlebt in der letzten Zeit - auch durch die zentrale Lage - eine Aufwertung, zum Beispiel rund um die Arminius-Markthalle. Das führt unter anderem zu steigenden Mietpreisen.

Zahlen, Daten, Fakten zu Moabit und den anderen Orten

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- Wie alt? Wie beschäftigt? Wie teuer?

Drei Berliner Kieze: Moabit, Oberschöneweide, Staaken. Und drei Kleinstädte und Gemeinden in Brandenburg: Bad Freienwalde, Herzberg (Elster), Kleinmachnow. Sechs Orte im Vergleich -  Durchschnittsalter, Arbeitslosigkeit oder Mietpreise. Und: Wie haben die Menschen in den jeweiligen Orten bei der letzten Bundestagswahl abgestimmt?