Ina Czyborra, Berlins nuee Senatorin für Gesundheit und Wissenschaft,
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Interview - Czyborra (SPD): Mehr Tempo bei Pflegeausbildung

Der Fachkräftemangel wird immer schlimmer und der Krankenstand bei Pflegenden ist auf einem Rekordhoch. Ina Czyborra (SPD) ist die neue Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege in Berlin. Sie sagt, die Einrichtungen müssten bessere Arbeitsbedingungen schaffen.

Berlins neue Gesundheitssenatorin Ina Czyborra (SPD) will den geplanten Ausbildungscampus im ehemaligen Wenckebach-Klinikum in Tempelhof vorantreiben. "Wir wollen diesen Ausbildungscampus nun endlich auf den Weg bringen, so dass wir dort gute Ausbildungsbedingungen für viele junge Menschen haben", sagt Czyborra.

"Viele junge Menschen sind sehr motiviert"

 

Dass bei den Arbeitsbedingungen für Pflege-Schülerinnen und -Schüler vieles im Argen liegt, räumte die SPD-Politikerin ein. "Viele junge Menschen interessieren sich für diesen Beruf, viele wollen den gerne ausüben, viele sind da sehr motiviert." Deshalb müsse man die Arbeitsbedingungen so ändern, dass die Menschen in dem Job die Erfüllung finden, die sie dort suchen.

"Wenn man zu wenig Personal hat, beißt sich natürlich die Katze in den Schwanz. Weil dann das vorhandene Personal umso stärker tatsächlich unter Stress steht." Das sei vor allem die Verantwortung der Einrichtungen, sich gute Konzepte zu überlegen. Bei der Bezahlung sei zwar schon einiges geschehen, doch "bei der Arbeitszeit und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf wollen wir unterstützen", kündigt Czyborra an, die dazu Dialogformate verbessern will.

Czyborra will ausländische Abschlüsse in Berlin schneller anerkennen

 

Außerdem müssten im Ausland erworbene Abschlüsse von Pflegekräften schneller anerkannt werden, fordert die neue Gesundheitssenatorin. "Wir haben sehr viele in dieser Stadt, die Qualifikationen haben, die die Anerkennung brauchen, da müssen wir viel schneller werden", sagt Czyborra. Dies würde die Personalsituation in der Pflege in Berlin deutlich verbessern.

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