Eine U-Bahn fährt in den Bahnhof Zoologischer Garten ein (Bild: dpa / Jörg Carstensen)
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Interview - Staatssekretärin Niedbal zum 29-Euro-Ticket: "Setzen weiter auf einheitliche Lösung im Bund"

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg hat den Weg frei gemacht für ein 29-Euro-Ticket. Vorerst soll der Nachfolger für das 9-Euro-Ticket aber nur im Berliner Tarifbereich AB gelten. Verkehrsstaatsekretärin Meike Niedbal hält das Ticket trotzdem für eine gute Übergangslösung.

Der Aufsichtsrat des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg hat am Donnerstag den Weg frei gemacht für ein 29-Euro-Ticket. Vorerst soll der Nachfolger für das 9-Euro-Ticket aber nur im Tarifbereich Berlin AB gelten. Eine länderübergreifende Lösung hatte Brandenburg zuvor aus finanziellen Gründen abgelehnt. Die Aufsichtsratsvorsitzende des VBB und Berliner Verkehrsstaatssekretärin Meike Niedbal ist trotzdem zufrieden mit dem Übergangsticket, das ab Oktober gelten soll.

"Natürlich muss man sagen, dass ein verbundweites Ticket für alle Menschen in Berlin und Brandenburg auch eine gute Lösung gewesen wäre", gibt Niedbal zu. Aber man müsse auch akzeptieren, dass die Grundvoraussetzungen in Brandenburg andere seien. Man habe Brandenburg deswegen zugesichert, dass Berlin allein die Kosten für das 29-Euro-Ticket tragen werde, erklärt die VBB-Vorstandsvorsitzende.

Bundesweites Ticket weiterhin das Ziel

 

Aufgrund der vielen Pendler, die es zwischen Berlin und Brandenburg gebe, biete sich aber mittelfristig weiterhin eine gemeinsame Nachfolgelösung für das 9-Euro-Ticket an, so Niedbal. "Wir setzen nach wie vor darauf, dass wir im Bund zu einer einheitlichen Lösung kommen werden, wo wir dann auch keine Grenzen mehr haben werden." Bis dahin sorge das 29-Euro-Ticket aber dafür, dass die finanzielle Entlastung auch wirklich bei den Berlinerinnen und Berlinern ankommen.

Ab dem 1. Oktober soll es möglich sein, das neue 29-Euro-Ticket für den Tarifbereich Berlin AB zu kaufen. Dabei gelten alle Tickets, auch jene die später gekauft werden, automatisch bis zum 31. Dezember 2022, erklärt die Berliner Verkehrsstaatssekretärin. Und wer bereits ein bestehendes Ticket bis zum Jahresende habe, bekomme die Differenz zum 29-Euro-Ticket für die letzten drei Monate des Jahres erstattet.

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