Eine verblühte Blüte der südafrikanischen Nationalblume Protea im Naturreservat Jonkershoek in Südafrika. (Bild: T. Prinzler, rbb-Inforadio)

- Atemberaubende Natur und südafrikanischer Wein

An Tag fünf seiner Forschungsreise durch Südafrika ist Thomas Prinzler mit seinen Kollegen des Fachverbandes wpk durch das Naturreservat Jonkershoek nach Stellenbosch gereist. Eine Stadt der Wissenschaft, des Weines und der Weinforschung.

Pinotage heißt der Wein, der uns an diesem Tag in Stellenbosch begleitet. Das Städtchen liegt in unmittelbarer Nähe von Kapstadt, ist  neben dieser die älteste  von Europäern gegründete Stadt in Südafrika – berühmt für Wein und Universität. Es war 1925 als Abraham Itzak Perold, seines Zeichens Professor für Weinbau an der Universität Stellenbosch, eine Spätburgunder und eine Cinsault-Traube kreuzte und den südafrikanischen Wein kreierte:
Pinotage. Noch heute wird an der einzigen Fakultät für Weinbau Afrikas zu Molukulargenetik, Anbaubedingungen, und Herstellung von Wein geforscht. Im Forschungskeller der Fakultät  werden wir nicht nur theoretisch über die verschiedenen Sorten von Pinotage aufgeklärt.   

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  • Ankunft in Jonkershoek - Foto: rbb Inforadio/Thomas Prinzler

    Ankunft in Jonkershoek.

  • Eine verblühte Blüte der südafrikanischen Nationalblume Protea im Naturreservat Jonkershoek in Südafrika. (Bild: T. Prinzler, rbb-Inforadio)

    Das ist Protea ...

  • Die Wappenblume Südafrikas: Protea - Foto: rbb Inforadio/Thomas Prinzler

    ... die Wappenblume Südafrikas.

  • Prof. Dirk Bellstedt - Foto: rbb Inforadio/Thomas Prinzler

    Prof. Dirk Bellstedt

  • Erika-Pflanzen - Foto: rbb Inforadio/Thomas Prinzler

    Erikapflanzen finden sich üppig ...

  • Erika-Pflanzen - Foto: rtbb Inforadio/Thomas Prinzler

    ... und in allen Farben.

  • ... schwarze Furchen sind Leopardenspuren - Foto: rbb Inforadio/Thomas Prinzler

    Schwarze Furchen sind Leopardenspuren.

  • Das Weinlabor Stellenbosch - Foto: rbb Inforadio/Thomas Prinzler

    Weinlabor Stellenbosch

  • Ein Weinberg in der Nähe der südafrikanischen Stadt Stellenbosch. (Bild: T. Prinzler, rbb-Inforadio)

    Versuchsfeld Weinanbau

  • Der Forschungs-Weinkeller - Foto: rbb Inforadio/Thomas Prinzler

    Wein wird in Edelstahl-Tanks gemacht ...

  • Weinflaschen und Gläser stehen zum Probieren bereit - Foto: rbb Inforadio/Thomas Prinzler

    ... in Fässern gelagert, in Flaschen abgefüllt und aus Gläsern getrunken.

Aber zuvor waren schon in afrikanischer Hitze bergauf  im Jonkershoek Naturreservat unterwegs, begleitet vom Südafrikaner Dirk Bellstedt. Mit Begeisterung erklärt der
Professor für Biochemie an der Stellenbosch-Universität, jede Pflanze, die wir am Wegesrand sehen, wir erfahren, dass von den 9000 Pflanzenarten allein in der Kapregion 70 % ausschließlich hier vorkommen, und es in ganz Europa nur etwa 4000 Arten gibt. Dirk Bellstedt klärt uns über die Vielfalt  der südafrikanischen Nationalblume Protea - deutsch Zucker- oder Federbusch auf, die, zwar schon am Verblühen, die Berghänge bedeckt. Doch seine Favoritin und Forschungsschwerpunkt ist jedoch die Erika. Da gerät er geradezu ins Schwärmen, wenn er von den mickrigen 25 Arten in Deutschland auf über 650 Arten in der Kapregion Südafrikas verweist. Molekulargenetisch lassen sich die  Wanderungsbewegungen Erikas verfolgen –  von Europa quer durch Afrika bis zu den 650 Arten in der Kapregion.  Doch warum ausgerechnet  hier die Arten geradezu explodiert sind, ruft beim Professor nur ein Kopfkratzen hervor: „Dieses ist die brennende Frage, die wir zu beantworten versuchen“, sagt er.

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Kapstadt - Südafrika (Bild: imaog)
imago stock&people

Wissenschaftslandschaft Südafrika

Woher kommen wir, wohin gehen wir? Das sind Grundfragen menschlicher Existenz. Thomas Prinzler hat sich aufgemacht nach Südafrika an die Wiege des homo sapiens. Er erkundet dort früheste Menschheitszeugnisse und die Auswirkungen menschlichen Handelns heute - auf das Zusammenleben im ehemaligen Apartheidsstaat, auf die Tierwelt Afrikas, aber auch auf das Klima.