Symbolbild: CDU CSU (Bild: dpa/ picture alliance/ Matthias Balk)
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- Müller (CSU): Jamaika-Koalition könnte echtes "Innovationsbündnis" sein

Am Sonntag soll die erste Sondierung der CDU/ CSU mit der FDP stattfinden. Vorher spricht die FDP mit der SPD. Stefan Müller, parlamentarischer Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, wird dabei sein – und will Personalfragen bei den Gesprächen vorerst ausklammern.

"[Man kann] aus dem Wahlergebnis der Union vom letzten Sonntag nicht unmittelbar eine Regierungsverantwortung oder den Auftrag zur Regierungsbildung ableiten", sagte Müller. Es gehe bei den anstehenden Gesprächen mit möglichen Koalitionspartnern um gemeinsame Schnittmengen und auch "genügend Vertrauen, um vier Jahre miteinander zusammenzuarbeiten", so der Politiker.

Müller: Jamaika-Koalition könnte echtes "Innovationsbündnis" sein


Eine Jamaika-Koalition sei immer noch eine "Chance", so der CSU-Politiker. Vor allem von der FDP kämen hier positive Signale. "Ich glaube, dass ein Bündnis zwischen Union, FDP und Grünen auch ein echtes Innovationsbündnis sein kann, um Deutschland voranzubringen", sagte Müller. Wichtige Kernpunkte seien dabei wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, soziale Sicherheit, gesellschaftlicher Zusammenhalt sowie ökologische Verantwortung.

Personalfragen später klären – Müller befürwortet "Generationenwechsel"


Müller sagte im Hinblick auf die Position von Kanzlerkandidat Laschet, dass bei den Verhandlungen Personen derzeit nicht im Vordergrund stünden: "Die Personalfragen müssen aus meiner Sicht erst im übernächsten Schritt geklärt werden." Dennoch sagte der CSU-Politiker, es sei insgesamt Zeit für einen "Generationenwechsel", auch in der Führung des Bundesrepublik.

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