Kai Wegner (CDU) kommt am Wahlabend zum Berliner Abgeordnetenhaus (Bild: dpa / Soeren Stache)
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- Wegner: "Es gibt Alternativen zum Linksbündnis"

Mit dem Ziel die rot-rot-grüne Regierung zu beenden, war die Berliner CDU in die Abgeordnetenhauswahl gegangen. Nun steht fest: Es gibt eine deutliche Mehrheit für die bisherige Regierung. Doch mit 18,1 Prozent rechnet sich auch Spitzenkandidat Kai Wegner Chancen aus.

Der CDU-Spitzenkandidat Kai Wegner hat nach der Berliner Abgeordnetenhauswahl für einen Regierungswechsel geworben. "Wir haben Alternativen zu diesem Linksbündnis", sagte er. Die SPD müsse nun überlegen, ob sie das umsetzen will, was sie in den letzten Wochen im Wahlkampf gefordert habe.

Themen wie A100 und Bebauung Tempelhofer Feld im Fokus

Dazu nannte Wegner "den Weiterbau der A100, die Bebauung des Tempelhofer Feldes - zumindest am Rand, Videoschutz vor Schulen, U-Bahn-Ausbau und vieles mehr." Das habe die SPD sie in den letzten fünf Jahren mit einer rot-rot-grünen Landesregierung nicht umsetzen können. "Wenn wir einen Neustart wollen, (...) dann stehen wir bereit. Wir sind da in der Tat gesprächsbereit."

Das Ergebnis der Berliner Abgeordnetenhauswahl 2021

Die SPD hat die Abgeordnetenhauswahl in Berlin gewonnen. Die Partei mit Spitzenkandidatin Franziska Giffey erreichte am Sonntag nach Auszählung aller Stimmbezirke 21,4 Prozent und landete vor den Grünen, die auf 18,9 Prozent kamen. Die CDU erreichte laut Landeswahlleitung 18,1 Prozent, die Linke 14,0 Prozent, die AfD kam auf 8,0 Prozent, die FDP erzielte 7,1 Prozent. Wie bisher kann Berlin damit künftig nur von einem Dreierbündnis regiert werden.

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