Klaus Lederer (Die Linke), Spitzenkandidat fürs Amt des Regierenden Bürgermeisters in Berlin, gibt seine Stimme im Wahllokal in Berlin-Prenzlauer Berg ab
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- Lederer: "Wähler-Auftrag, Rot-Rot-Grün in Berlin zu sondieren"

Die Linke in Berlin hat sich nach der Abgeordnetenhauswahl grundsätzlich bereit erklärt, mit SPD und Grünen weiterzuregieren. 14,0 Prozent der Stimmen sei kein schlechtes Ergebnis, sagte Spitzenkandidat Klaus Lederer. Das zeige klar den Wählerwillen.

Die Linke in Berlin will das bisherige Bündnis mit SPD und Grünen auch nach der Abgeordnetenhauswahl fortsetzen. Spitzenkandidat Klaus Lederer sprach von inhaltichen Schnittmengen. Bei allen Differenzen gebe es zumindest eine Grundlage. Das auszuprobieren und zu sondieren, sei jetzt der Auftrag, sagte Lederer. Das zeige auch das Wahlergebnis relativ deutlich.

Lederer: Auftrag Rot-Rot-Grün zu sondieren


"Sicherlich müssen einige Dinge besser laufen und schneller gehen. Vor allem hoffe ich, dass die Zusammenarbeit, wenn es denn klappt, vertrauensvoll ist vom ersten Tag an und wir uns nicht gegenseitig versuchen, die Beine wegzuhauen", sagte Lederer. Bei allen Differenzen, die es auch gebe, sei es wichtig zu sondieren, ob die Parteien zusammen kämen. "Das ist jetzt glaube ich auch unser Auftrag."

Das Ergebnis der Berliner Abgeordnetenhauswahl 2021

Die SPD hat die Abgeordnetenhauswahl in Berlin gewonnen. Die Partei mit Spitzenkandidatin Franziska Giffey erreichte am Sonntag nach Auszählung aller Stimmbezirke 21,4 Prozent und landete vor den Grünen, die auf 18,9 Prozent kamen. Die CDU erreichte laut Landeswahlleitung 18,1 Prozent, die Linke 14,0 Prozent, die AfD kam auf 8,0 Prozent, die FDP erzielte 7,1 Prozent. Wie bisher kann Berlin damit künftig nur von einem Dreierbündnis regiert werden.