Menschen gehen über die Friedrichsstraße in Berlin-Mitte
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- Amtsarzt von Berlin-Mitte: "Wir brauchen ein Impfregister"

Am Mittwoch wollen Bund und Länder die Lockerung der Corona-Maßnahmen bis zum 20. März beschließen. Lukas Murajda, Amtsarzt von Berlin-Mitte, ist da noch zurückhaltend. Er fordert von der Politik ein Impfregister, um die Arbeit der Gesundheitsämter zu erleichtern.

Seit wenigen Tagen sinkt die Corona-Inzidenz in Deutschland wieder. Passend dazu wollen Bund und Länder am Mittwoch die Aufhebung der meisten Corona-Maßnahmen bis zum 20 März auf den Weg bringen. Bei der Konferenz der Ministerpräsidentinnen und -präsidenten soll ein Modell in drei Schritten beschlossen werden, mit dem bei weiter sinkenden Inzidenzen auch immer weiter gelockert wird.

Obwohl es bei der Corona-Inzidenz auch eine große Dunkelziffer gebe, glaubt auch der Amtsarzt von Berlin-Mitte, Lukas Murajda, inzwischen daran, dass der Höhepunkt der Omikron-Welle bald überstanden ist. Beim Thema Lockerungen ist der Mediziner dagegen noch zurückhaltender.

Gesundheitsämter tappen bei Impfungen zu oft im Dunkeln

 

Man könne auch jetzt schon darüber sprechen, ob es nicht zu viele Lockerungen gebe, so Murajda. "Vor einem Jahr hätten wir gesagt, warum haben wir jetzt keinen Lockdown." Letztlich sei die Frage der Lockerungen das Thema der Politik, wirklich aufzuhalten seien sie aber wohl nicht mehr, glaubt der Berliner Amtsarzt.

Als Erleichterung für die Arbeit der Gesundheitsämter fordert Murajda deswegen ein zentrales Impfregister. "Wir wissen nur von den Impfungen, die wir selbst gemacht haben." Über die Corona-Impfungen in Praxen und auch in anderen Bundesländern gebe es für die einzelnen Gesundheitsämter bisher viel zu wenig Informationen.

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