Eine Person wird im Impfzentrum Tegel in Berlin von einem Impfarzt gegen das Coronavirus geimpft (Bild: dpa)
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- SPD-Vize-Fraktionschef: Impfpflicht muss erst mal ohne Register kommen

Dirk Wiese, Vize-Fraktionschef der SPD, sieht eine Mehrheit für eine Impfpflicht im Bundestag. Diese könne man aber nicht abhängig von der Einführung eines Registers machen, meint er. "Wer das Impfregister zur Bedingung für eine Impfpflicht macht, der wird im kommenden Herbst und Winter wieder Beschränkungsmaßnahmen haben."

Der Vize-SPD-Fraktionschef Dirk Wiese, sieht eine Mehrheit für eine Impfpflicht. "Ich sehe schon - mit abweichenden Positionen - eine Mehrheit für eine Impfpflicht im deutschen Bundestag", sagte er nach der Debatte am Mittwoch im Bundestag. Er selbst spricht sich für eine Impfpflicht ab 18 Jahren aus. Im Februar werde es konkrete Entwürfe der Vorschläge geben.

Impfregister unabhängig von Impfpflicht verfolgen



Die Corona-Impfpflicht könne man aber nicht von einem Impfregister abhängig machen, so Wiese: "Das Ziel der Impfpflicht ist ja, über den kommenden Herbst und Winter zu kommen." Ein Register könnte dieses Ziel ausbremsen. "Wer das Impfregister zur Bedingung für eine Impfpflicht macht, der wird im kommenden Herbst und Winter wieder Beschränkungsmaßnahmen haben."

Wissenschaftliche Erkenntnisse führten zu kürzerem Genesenen-Status

 

Zudem verteidigte Wiese die Entscheidung der Bundesregierung, den Status von Corona-Genesenen auf drei Monate zu verkürzen. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen könne dieser bei dem aktuellen Ansteckungsrisiko nicht mehr so lange aufrecht erhalten werden. Auch andere Länder hätten deshalb die Fristen verkürzt.

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