Eine Frau sitzt mit FFP2-Maske in einer U-Bahn am Berliner Hauptbahnhof.
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- Corona-Modellierer: "Bei Kontakt mit Infizierten sofort zu Hause bleiben"

Wie prognostiziert sorgt die Omikron-Variante auch in Deutschland für hohe Infektionszahlen. Der Corona-Modellierer Kai Nagel rechnet mit einer schnellen Verdopplung der Inzidenzen. Außerdem spricht er sich dafür aus, dass sich die Menschen freiwillig an bekannte Regeln im Kampf gegen Corona halten.

"Wir halten es aufgrund unserer Modelle für plausibel, dass wir eine Verdoppelung der Inzidenzen jede Woche sehen, da wo Omikron bereits dominant ist", sagt Kai Nagel. Das sei unter anderem in Berlin oder auch in Bremen der Fall. "Das wird erstmal so weitergehen."

Nagel ist Professor für Verkehrssystemplanung und Verkehrstelematik an der Technischen Universität Berlin. Seine Arbeitsgruppe hat mit Beginn der Pandemie ein Simulationsmodell für die Virusausbreitung entwickelt.

Corona-Modellierer: Wenn Masketragen nicht geht, Innenräume meiden


Die Belastung der Krankenhäuser sei schwer vorherzusagen, betont der Modellierer und sagt: "Ich finde, wir sollten nicht ganz so starr auf diese gesetzliche Situation starren, sondern eher versuchen, das vernünftig zu machen." Dazu gehörten Regeln, die bereits bekannt seien - wie etwa das Masketragen wegen der Aerosolinfektion in Innenräumen "Und wenn das nicht geht, sollte man versuchen das zu vermeiden. Das betrifft jetzt tatsächlich auch die Restaurants."

Nagel wirbt: Freiwillig bei Kontakt mit Infizierten zu Hause bleiben

 

Bei einem bekannten Kontakt zu einem Corona-Infizierten sollte man zudem versuchen, auch als Geimpfter und Geboosterter zu Hause zu bleiben. Grundsätzlich sei die Impfung ein wichtiger Baustein darin, die Intensivstationen zu entlasten. "Nicht so, dass man sich damit nicht infiziert, aber die Gesamtbelastung wird geringer", so Kai Nagel.

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