Halten die Lolli-Tests, was sie versprechen?
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- Kitaverband: Geteiltes Echo zu Lolli-Tests an Berliner Kitas

Die Infektionszahlen steigen weiter, auch bei den Kleinsten. Seit letzter Woche werden die Berliner Kitas mit Lolli-Tests ausgestattet. Das Testen sei für die Familien eine zusätzliche Belastung, bringe aber auch ein Stück Sicherheit, sagt Wolfgang Freier, Landesvorsitzender des Kitaverbands.

Im Laufe der letzten Woche seien die Lolli-Tests nach und nach in den Kitas eingetroffen, berichtet Freier. Die Versorgung sei aber vielerorts noch knapp, sodass auch andere Tests verwendet werden müssen.

Eltern müssen Tests durchführen

 

Das Testen der Kitakinder sei eine Frage der Abwägung: Einerseits bringe es ein Stück Sicherheit, anderseits sei es ein Aufwand. "Die Eltern müssen den Test selber durchführen, die Erzieherinnen und Erzieher dürfen das nicht", sagt Freier. Für Familien sei das natürlich eine zusätzliche Belastung.

Die aktuelle Lage sei angespannt, viele Kitas seien aufgrund von Infektionen und Quarantäne geschlossen. Die Debatte, ob künftig auch positiv Geteste in der kritischen Infrastruktur arbeiten könnten, sieht Freier skeptisch. Es sei eine Diskussion zwischen Gesundheitsfürsorge und Pragmatismus, die immer neue Unsicherheiten bringe. Die Situation belaste Eltern und Erzieher gleichermaßen. "Die sind alle sehr, sehr gestresst", sagt Freier.

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