Taliban-Kämpfer sitzen in einem Raum des Präsidentenpalastes.
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- Kiesewetter von der CDU: Müssen Luftbrücke in Afghanistan bauen

Die Taliban haben im Eiltempo die Macht in Afghanistan an sich gerissen. Auch Deutschland wurde davon überrumpelt und hat jetzt Schwierigkeiten, Staatsbürger und Ortskräfte in Sicherheit zu bringen. CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter betont: "Wir sind verantwortlich für diese Menschen."

Nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan kritisiert der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter ein zu zögerliches Handeln der Bundesregierung.

Plan zur Evakuierung hätte früher kommen müssen

Die Bundesregierung habe intern die Zahl der Kräfte vor Ort klären müssen, sagte Kiesewetter. Diese Abstimmunsgverfahren haben viel zu lange gedauert. Bereits im Mai oder Juni hätte ein Plan erfolgen müssen, wie den afghanischen Ortskräften geholfen werde.

Kiesewetter für Bundessicherheitsrat

Er fordere deshalb einen Bundessicherheitsrat, der solche Entwicklungen vorhersieht, so Kiesewetter: "Wir müssen mehr wissensbasiert, mehr faktenbasiert politische Arbeit leisten - und dürfen nicht durch die politische Brille Migration - in Anführungsstrichen - verhindern." Am Wochenende hatten die Taliban die afghanische Hauptstadt Kabul eingenommen und den Präsidentenpalast besetzt.

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