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- Parlamentarier: EU-Strategie der Impfstoff-Beschaffung offen diskutieren

Der SPD-Europaabgeordneten Tiemo Wölken fordert angesichts des Treffens der G7-Gesundheitsministerinnen und -minister den Patentschutz für die Corona-Impfstoffe zeitweise aufzuheben. So könnten auch in ärmeren Teilen der Welt Impfstofffabriken aufgebaut werden.


Tiemo Wölken (SPD) fordert als EU-Parlamentarier einen offeneren Umgang zur Beschaffung von Corona-Impfstoff in der Europäischen Union. Die EU versuche nun Fehler zu vermeiden. Es seien bislang 1,8 Milliarden Impfstoff-Dosen für den Biontech-Booster bestellt worden. Dennoch sei das EU-Parlament weiterhin wenig eingebunden und es herrsche wenig Transparenz. Insgesamt müsse offener miteinander diskutiert werden.

Patentschutz zeitweise begrenzen

Wölken meint auch, der Patentschutz müsse zeitweise begrenzt aufgehoben werden, um die Produktion zu vereinfachen. So könnten in ärmeren Teil der Welt Impfstofffabriken aufgebaut werden, was aktuell nicht immer möglich sei.

G7-Treffen der Gesundheitsminister

In Oxford beraten die Gesundheitsminister der G7-Staaten am Donnerstag und Freitag über die Folgen der Corona-Pandemie. Ein Thema ist die ungleiche Impfstoffverteilung zwischen reichen und ärmeren Ländern. Außerdem geht es um eine stärkere globale Zusammenarbeit, um für zukünftige Gesundheits-Krisen gewappnet zu sein. Zu der Gruppe der G7 gehören neben Großbritannien, Deutschland und den USA auch Frankreich, Italien, Kanada und Japan.

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