Auf einer Mundschutzmaske liegen Buchstabenwuerfel mit den Worten geimpft und genesen (Bild: picture alliance / dpa-Zentralbild)
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- Veranstaltungsbranche will 2G als Übergangslösung

In Hamburg können Restaurants und Kulturveranstalter nun entscheiden, nur noch Geimpfte und Genesene reinzulassen. Für die noch immer stark eingeschränkte Branche sei das 2G-Optionsmodell ein Hoffnungsschimmer am Horizont, sagt Jens Michow, Präsident des Bundesverbandes der Veranstaltungswirtschaft.

Die 2G-Regelung sei "ein Schimmer am Horizont, dass es dann doch nochmal eine Rückkehr zur Normalität für die Veranstaltungswirtschaft geben kann", sagt Michow. Der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft fordert die flächendeckende Einführung des 2G-Modells.

Veranstaltungen mit Abstandsregeln unwirtschaftlich

 

Da Schnelltests keine ausreichende Sicherheit bieten, müssten Veranstaltungen, zu denen auch Getestete Zutritt haben, immer mit Abstandsregelungen stattfinden. Diese Kapazitätsbeschränkung verhindere aber, dass eine Veranstaltung wirtschaftlich sein könne, so Michow.

Der Zutritt ausschließlich für Genesene und Geimpfte sei nicht als Ziel zu verstehen, bei dem man bleiben wolle. "Es ist ein Schritt auf dem Weg zur Normalität", sagt Michow. Die Branche hoffe auf neue, zuverlässige Testverfahren. Im Moment böten nur PCR-Tests ausreichende Sicherheit. Bei der 2G-Regelung gehe es darum, dass der Kulturbetrieb überhaupt wieder anlaufen könne und nicht noch länger lahmgelegt bleibe.

Hintergrund

Hamburg startet 2G-Modell -

Hamburg geht in der Corona-Krise von Samstag an einen Sonderweg.

Mit einem bislang bundesweit einmaligen 2G-Optionsmodell ermöglicht der rot-grüne Senat der Hansestadt Veranstaltungen fast ohne Corona-Auflagen - sofern nur Geimpfte und Genesene sie besuchen.

Veranstalter und Wirte können damit entscheiden, ob sie nur Geimpfte und Genesene einlassen und dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit sind, oder ob sie weiter das 3G-Modell nutzen wollen - also auch aktuelle Tests akzeptieren. Unklar ist noch, wie viele Wirte und Veranstalter mitmachen.

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Eine Passantin in der Fußgängerzone hat einen Mundschutz in der Hand.
dpa

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