Ein Impfarzt klebt nach der Impfung an der Universität Potsdam ein Pflaster auf den Arm eines Promovierenden
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- Gesundheitsministerin Nonnemacher: "Die Inzidenz ist nicht alles"

Brandenburg belegt die unteren Ränge bei den bundesweiten Impfungen. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) ist damit unzufrieden und appellierte an junge Erwachsene, sich impfen zu lassen. Ebenso begrüßt sie eine Überprüfung der tatsächlichen Impfquote durch das Robert-Koch-Institut.

Die Sieben-Tage-Inzidenz bleibt in Brandenburg als Gradmesser für die Corona-Maßnahmen wichtig, so Nonnemacher. Sie wird aber nicht der einzige Gradmesser bleiben – hinzu kämen noch unter anderem Aufnahmen ins Krankenhaus und Impfquoten. "Die Inzidenz ist nicht alles", so die Gesundheitsministerin.

Nonnemacher plädiert für das Impfen bei jungen Erwachsenen


Brandenburg belegt bei den Impfungen bundesweit die unteren Ränge – Nonnemacher sagte, sie sei damit unzufrieden. Angebote gebe es genug, man müsse nun schauen, wie man an Menschen, die zögern, herankomme. Pop-Up-Impfungen ohne Anmeldung könnten eine Lösung sein, sagte die Grünen-Politikerin. "Es gibt keine Impfpflicht und das ist dann auch so zu akzeptieren. So unangenehm das ist." Gerade jüngere Erwachsene sollten sich impfen lassen, sagte Nonnemacher. Aber auch bei den über 60-Jährigen sind nur drei Viertel vollständig geimpft.

Schwankende Impfquote – ein Meldefehler?


Die Gesundheitsministerin sagte, die Meldungen über die unterschiedlich hohe Impfquote seien ihr bekannt. Möglicher Grund sei die elektronische Datenübermittlung an das RKI – so seien Impfungen durch Betriebsmediziner nicht vollständig erfasst. Eine Prüfung durch das RKI fände sie "erfreulich".

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