Christian Lindner, FDP-Bundesvorsitzender, spricht vor Teilnehmern auf einer Wahlkampfveranstaltung.
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- Lindner unterstützt Impfangebote für Jugendliche

Bund und Länder beraten am Montag über weitere Impfangebote für Jugendliche ab zwölf Jahren. Eine politische Empfehlung solle es nicht geben, solange die Ständige Impfkommission nicht ausdrücklich dazu rate, sagt FDP-Chef Christian Lindner. Gegen Angebote spreche aber nichts.

Lindner plädiert für mehr PCR-Pool-Tests an Schulen nach den Sommerferien. Zudem sei es sinnvoll, die Impfangebote auszuweiten. Es brauche niedrigschwellige Möglichkeiten mit mobilen Impfteams und ohne Termin. "Nachdem in einer ersten Phase die Menschen zum Impfstoff kommen mussten, sollte jetzt der Impfstoff stärker zu den Menschen kommen", so Lindner.

Impfangebote ja, Empfehlung nein

 

Er halte es für richtig, dass auch Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren ein Impfangebot erhalten. Eine politische Empfehlung dazu dürfe es allerdings nicht geben, solange es keine klare medizinische Empfehlung durch die Ständige Impfkommission gebe, so der FDP-Chef. Auch dürfe kein indirekter Zwang entstehen. Ein Impfangebot müsse daher "mit größter Sensibilität" unterbreitet werden.

Die Testpflicht für Reiserückkehrer sei sehr spontan eingeführt worden und stelle viele vor logistische Schwierigkeiten. "Ich stelle in Frage, ob diese Maßnahme tatsächlich notwendig und auch verhältnismäßig ist", sagt Lindner. Immerhin sei gut die Hälfte der Bevölkerung bereits zweimal gegen das Coronavirus geimpft. Zudem sei es ohnehin nicht möglich, die Testpflicht überall engmaschig zu kontrollieren.

Querdenken: "Kein erwachsener Umgang mit einer Pandemie"

 

Zu den Demonstrationen der "Querdenken"-Bewegung sagt Lindner, es sei unverantwortlich, vorsätzlich gegen Hygienemaßnahmen und Schutzkonzepte zu verstoßen. "Ich halte das nicht für einen erwachsenen Umgang mit einer Pandemie", so der FDP-Vorsitzende. Einzelne Maßnahmen dürfe und müsse man in Frage stellen und es müsse wissenschaftlich diskutiert werden.

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