Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) (Bild: dpa/ picture alliance/ Jörg Carstensen)
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- Kalayci: Jeder persönlich muss einen Beitrag gegen die Pandemie leisten

Pop-Up-Impfzentren auf einem Parkplatz, mobile Impfteams an Berliner Knotenpunkten oder eine "Lange Nacht des Impfens": Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) will mit kreativen Mitteln mehr Impfstoff unter die Berlinerinnen und Berliner bringen. Eine Impfpflicht lehnt sie jedoch ab.

Derzeit gebe es verschiedene Pläne, den Impfstoff kreativ zu den Menschen zu bringen – neben dem "Pop-Up-Impfen" auf dem Parkplatz eines Einrichtungshauses und dem Hermannplatz in Berlin-Neukölln, soll es auch eine "Lange Nacht des Impfens" in der Arena in Berlin-Treptow geben. Die Gesundheitssenatorin hofft, so vor allem auch noch einmal Jüngere zum Impfen zu motivieren, die sie aber auch persönlich anschreiben will. Bislang, so Kalayci, sei die Impfkampagne in Berlin aber gut verlaufen. Vor allem Ältere seien gut geschützt – bei der Impfquote der Über-60-Jährigen stehe Berlin an der Spitze aller Bundesländer.


Kalayci: Hohe Impfbereitschaft, aber wenig persönlicher Einsatz


Laut der aktuellen Cosmo-Befragung sei die Impfbereitschaft in Deutschland weiterhin hoch, sagte Kalayci. Ebenso zeige die Umfrage, dass viele Menschen unterschätzten, dass ihre Impfung auch andere schützt. Hier bräuchte es noch weitere Aufklärung – jeder müsse einen Beitrag leisten, damit die Pandemie unter Kontrolle kommt, so Kalayci.


Gesundheits- und Pflegebranche sollten geimpft sein


Ihr sei es wichtig, dass Ärzte oder Pflegepersonal beim Umgang mit vulnerablen Gruppen geimpft seien, sagte die Gesundheitssenatorin. Die Krankenhäuser waren hierfür auch sehr offen. Mehr Sorgen macht sich die SPD-Politikerin bei den Pflegeeinrichtungen: Hier testen sich noch immer viele der Beschäftigten. Dadurch entsteht bei ihr der Eindruck, dass jene Beschäftigten in der Pflege noch nicht geimpft seien. Kalayci appellierte deshalb an das Pflegepersonal, sich impfen zu lassen, wenn sie es nicht bereits getan haben.

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dpa

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