Archivbild: CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer steht zusammen mit ihren Mitbewerbern Jens Spahn (l) und Friedrich Merz nach ihrer Wahl auf dem CDU-Bundesparteitag (Bild: dpa)
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- Schön (CDU): "Parteivorsitz darf auch ein Mann machen."

Die CDU ist auf der Suche nach einer Nachfolge für Annegret Kramp-Karrenbauer. Es gibt drei mögliche Anwärter - aber keine Frau. CDU-Bundestagsabgeordnete Nadine Schön sagt, als Volkspartei brauche man die Mischung aus Männern und Frauen.

Zu der Frage, warum Frauen bisher nicht für die Nachfolge von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer im Gespräch sind, erinnert Nadine Schön an eine Diskussion vor einem halben Jahr. Nach der Ernennung der neuen Verteidigungsministerin sorgte das Bild mit Annegret Kramp-Karrenbauer, Ursula von der Leyen und Bundeskanzlerin Angela Merkel für die Frage, wo die Männer blieben. Nun sei die Diskussion in die andere Richtung.

Wert legen auf die Mischung

 

"Beides ist nicht wichtig", sagt Nadine Schön. Die Union habe Männer und Frauen, Jung und Alt, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund sowie aus Stadt und Land,. Als Volkspartei brauche man die Mischung. "Das macht uns aus und darauf müssen wir auch größten Wert legen."

Man habe tolle Frauen in der Partei: "Ich glaube, das ist auch kein Weltuntergang, wenn nach 20 Jahren Parteivorsitz in weiblicher Hand ein Mann Parteivorsitzender würde." Der Kandidat oder die Kandidatin müsse die Partei einen und in die Zukunft bringen. Das seien die Qualifikationen, die an erste Stelle stehen.

Kommission für mehr Frauen in der CDU

Aktuelles Kabinett sei zum ersten Mal in der Geschichte zur Hälfte mit Frauen besetzt. Allerdings sagt Schön: "Wir haben generell zu wenig Frauen in der Bundestagsfraktion." Eine Kommission in der CDU arbeite daran, mehr Frauen in die Partei zu bekommen. Das müsse von unten her - etwa in den Ortsverbänden - wachsen, sagt die Politikerin. "Gemischte Teams sind erfolgreicher, das gilt auch für Parteien. Und das müssen wir uns auch vergegenwärtigen."

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