Illustration: Machtgerangel bei der CDU (Bild: imago images/ Frank Hoermann/ Sven Simon)
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- "CDU-Spitzenkandidaten halten sich in Lauerstellung"

Mit Norbert Röttgen gibt es einen ersten offiziellen Bewerber um den CDU-Parteivorsitz. Doch Chancen hätte er wenige, so der Politologe Uwe Jun von der Universität Trier. Eine Teamlösung könnte der Partei hingegen aus der internen Krise helfen.

Jun sagte, er halte es für wenig wahrscheinlich, dass Röttgen den Posten an der CDU-Spitze erhalte. Derzeit seien es Friedrich Merz und Jens Spahn, die eher im Vordergrund stehen. Auch bei der SPD habe man derartige Sondierungen vor der Neuasrichtung der Parteispitze gesehen, so Jun. Doch da Annegret Kramp-Karrenbauer noch nicht abschließend erklärt hat, wie die Übergabe ihres Amtes aussehen soll, hielten sich die potentiellen Kandidaten derzeit "in Lauerstellung".


CDU: Nachfolge früher als geplant präsentieren


Die Macht der noch amtierenden CDU-Spitze sei zuletzt quasi dahingeschmolzen, so der Politexperte. Die Partei, aber auch die Öffentlichkeit würden eine schnellere Entscheidung für einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin begrüßen. Offiziell geplant ist die Bekanntgabe erst für Dezember 2020.

Die sogenannte "Teamlösung" in der CDU - beispielsweise eine Doppelspitze - sei aus Juns Sicht eine "denkbare Lösung". Das schlimmste für die CDU, so der Politologe, wäre jetzt, wenn es zu heftigen internen Auseinandersetzungen käme. Dies könnte die Partei WählerInnenstimmen kosten.

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