Hände tippen auf einer Tastatur
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- "New Work": Und wo bleiben die Mitarbeiterrechte?

Unser programmiertes Leben verändert alles – auch die Arbeitswelt: Wir sind mittendrin in einer Zeit der "New Work". Start-Ups, Co-Working Places, arbeiten on-demand werde immer selbstverständlicher. Doch in diesen neuen Formen der Arbeit wirken Betriebsräte oftmals wie ein Relikt aus längst vergangener Zeit. Lothar Schröder, Bundesvorstandmitglied von ver.di, warnte im Inforadio davor, dass die zunehmende Digitalisierung auf Kosten der Arbeitnehmer gehen könne.

Schröder sagte, durch die Digitalisierung entstünden zwar Vorteile wie neue Arbeitsplätze und Arbeitsformen. Gleichzeitig gebe es für die Arbeitnehmer aber auch viele Nachteile: "Wir haben festgestellt, dass die Arbeitsdichte zunimmt und man unter der ständigen Erreichbarkeit auch leiden kann. In dem Maße, in dem Autonomie vorenthalten wird - also wenn man nicht selbst entscheiden kann, wann und von wo aus man arbeitet - steigt die Belastung."

In zahlreichen Branchen werde versucht, mit mehr Effizienz und Effektivität Algorithmen einzusetzen. Und das wirkt auf die Anzahl der Arbeitsplätze. Da geht es um Sicherheit."

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rbb/inforadio

#wirmuessenreden - Unser programmiertes Leben

In Berlin, der Hauptstadt der Start-Ups, arbeiten etwa 100.000 Menschen im Bereich Digitalisierung - viele davon in der Torstraße in Berlin-Mitte. Deshalb ist Inforadio ab 25. April in einem Waschsalon in der Torstraße 115, einem Ort, an dem noch ein einfaches Programm läuft. Von dort aus erklären wir: Was ist überhaupt ein Algorithmus? Wer arbeitet hier in dieser digitalen Blase? Und wie verändert die Digitalisierung unsere Arbeit, unser Leben?