Themen der Woche KW17 Bilder des Tages Ein Elektrobus der BVG, aufgenommen bei einem Ladevorgang an einer Ladestation auf dem EUREF-Campus in Berlin, 24.04.2018. Berlin Deutschland
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Bild: imago/photothek/Florian Gaertner

- Neue Ideen: Muss Pendeln wirklich sein?

Wir müssen reden - total verpendelt. Volle Bahnen, verpasste Anschlüsse, der Kampf um Stellplätze für Auto und Rad, erhöhtes Adrenalin im Stau - so der Ist-Zustand für hunderttausende Arbeitnehmer aus dem Berliner Speckgürtel in die Stadt oder umgekehrt. Die ganze Woche haben unsere Reporter davon berichtet. Jetzt wollen wir mal einen Blick in die Zukunft wagen - können die Pendler da auf bessere Verhältnisse hoffen? Um das herauszufinden, ist Markus Streim zum Euref-Campus in Berlin Schöneberg gefahren - und hat sich dort informiert.

   

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Pendeln ist unser Leben
rbb-Inforadio/Tobias Goltz

Steckbriefe | Vom Sänger bis zur Dolmetscherin - Pendeln ist unser Leben

Was verbindet einen Bundeswehrsoldaten aus Marzahn, eine Redakteurin aus Bärenklau und einen Flugbegleiter aus Prenzlauer Berg? Sie alle pendeln zur Arbeit - manche täglich, andere seltener. Mit Bus und Bahn, mit dem Auto oder mit dem Fahrrad - oder sogar mit dem Flugzeug. Und sie nehmen dafür teils lange Fahrzeiten in Kauf. Wir haben sie gefragt, wie sie das Pendeln erleben.

Bundespolizist Steffen M. pendelt täglich aus der Nähe von Neuruppin nach Potsdam.
rbb/Tobias Goltz

Auto-Pendler im Video | Von Neuruppin nach Potsdam - Bundespolizist Steffen M.: "Bahn fahren würde zu lange dauern"

80 Kilometer pendelt der 48-jährige Bundespolizist Steffen M. jeden Tag: An sich kein Problem, denn er wohnt gerne in Brandenburg und nimmt die Strecke in Kauf. Anstatt mit dem Auto würde er allerdings viel lieber mit der Bahn fahren. Doch die langen Fahrzeiten der Züge von Neuruppin nach Potsdam machen es ihm unmöglich. Beim Autofahren nervt vor allem der Stau in der Innenstadt - er hat sich sogar schon an die Politik gewendet.

Dolmetscherin Silvia Murach aus Panketal pendelt täglich nach Prenzlauer Berg.
rbb/Tobias Goltz

S-Bahn-Pendlerin im Video | Von Panketal nach Prenzlauer Berg - Dolmetscherin Silvia Murach: "Ich will die Zeit sinnvoll nutzen"

Sie telefoniert mit dem Opa, beantwortet Mails, häkelt Stofftiere für ihre Töchter: Langweilig wird der 29-jährigen Silvia Murach aus Panketal beim Pendeln also eher selten. Täglich fährt sie mit der S-Bahn nach Prenzlauer Berg und sagt: "Meistens läuft's rund, aber man sollte die wachsenden Einwohnerzahlen im Speckgürtel mit einer Taktverdichtung quittieren." Denn: Verpasst sie einen Anschlusszug, dauert's auf dem Rückweg.