Eine Reise durch Deutschland

Landschaft in Süddeutschland: Kurvige Straße durch Weinberge im Herbst
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Was treibt die Menschen um im Jahr 2018 - politisch und emotional? Anhand von Porträts und Gesprächen wollen wir am Beispiel von acht Bundesländern herausfinden, welche Themen und Debatten die Menschen in unserem Land  beschäftigen. Von den Alpen bis zur Küste werden Städte und Dörfer besucht, erzählen Bürgerinnen und Bürger, wo sie der Schuh drückt und was sie von der Zukunft erwarten. Am Tag der Einheit 2018 zeichnet Inforadio ein Stimmungsbild der Deutschen in langen Reportagen und Gesprächen.   

Live-Gespräch mit dem Regierenden Bürgermeister

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, begrüßt am Tag der Deutschen Einheit 2018 die Gäste auf der Festmeile der Hauptstadt
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Müller erinnert an Errungenschaften der Einheit

Eine Berliner Karriere: 2004 wurde Michael Müller SPD-Landeschef, 2014 Regierender Bürgermeister. Am Tag der Einheit hat Michael Müller nun auch als Bundesratspräsident zum großen Bürgerfest in die Hauptstadt eingeladen. Doch der politische Alltag drückt: Seiner SPD geht es nicht gut. Die Große Koalition kriselt. Und viele fürchten um Zusammenhalt und Demokratie in Deutschland. Macht Müller das Regieren noch Freude? Was bereitet ihm schlaflose Nächte? Was will er weiter erreichen? Darüber sprach Inforadio-Moderator Dietmar Ringel mit Michael Müller auf der Bühne des rbb-Campus am Rande des großen Bürgerfests.

Podiumsdiskussion

01.09.2018, Sachsen, Chemnitz: Polizisten rennen am Rande der Demonstration von AfD und dem ausländerfeindlichen Bündnis Pegida, der sich auch die Teilnehmer der Kundgebung der rechtspopulistischen Bürgerbewegung Pro Chemnitz angeschlossen haben, zu einem Einsatz
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Demokratie in der Krise?

Nach den Ereignissen von Chemnitz stellt sich die Frage: Sind Fremdenfeindlichkeit, Demokratie-Skepsis sowie rechtsextreme und rechtspopulistische Strömungen ein besonderes ostdeutsches Problem? Oder ist das lediglich vorurteilsbehaftetes Sachsen-Bashing fast 30 Jahre nach der Wiedervereinigung? Über diese Fragen diskutierte Harald Asel mit seinen Gästen in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Reportagen: Eine Reise durch sechs Bundesländer

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  • Markus Söder macht Wahlkampf und spricht im Klostergasthof in Andechs. Vorher bekommt er die Patenschaft für die Kuh Sophia geschenkt.
    imago/Sammy Minkoff

    Eine Reise durch Bayern

    In Bayern läuft der Wahlkampf auf Hochtouren. Denn in elf Tagen entscheiden dort fast zehn Millionen Wähler, ob die CSU so weiter regieren darf wie seit Jahrzehnten gewohnt. Gestritten wird um Themen wie ein Landesfamiliengeld, Asylpolitik und die Zahl der Lehrer. Brennt das den Bürgern wirklich unter den Nägeln? Was bewegt die Bayern? Regina Kirschner ist durch den Freistaat gefahren und hat viele Menschen gefragt, was ihnen wichtig ist und was sie von der Politik erwarten.

  • Trauer im Hambacher Forst nach Tod eines Journalisten mmit Transparent und Kerzen zum Gedenken an der Mahnwache
    imago/Tim Wagner

    Eine Reise durch Nordrhein-Westfalen

    Im Spätsommer 2018 war es im Osten Deutschland in Chemnitz und Köthen mehr als unruhig. Und manches im Westen erinnert an längst vergangene Kämpfe, etwa um die Kernkraft. Denn hinter Köln wird derzeit nicht nur um Bäume, sondern sogar in Bäumen heftig gestritten. Mit großer Erregung und einem schwindenden Vertrauen in gängige politische Wege und Lösungen. Cornelia Schäfer ist durch Deutschlands größtes Bundesland gereist, und sie kam um den Brennpunkt Hambacher Forst natürlich nicht herum.

  • Transparent bei einem Anti-AfD-Marsch im hessischen Burstadt
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    Eine Reise durch Hessen

    Der Tag der Deutschen Einheit wird in Berlin gefeiert -  dadurch steht die Hauptstadt einmal mehr im Zentrum. So etwas wie die Mitte der Republik liegt aber eher in Hessen, vielleicht auch in Thüringen. Riccardo Mastrocola hat sich nun in Hessen umgesehen und umgehört, um einen mittigen und ausgeglichenen Eindruck von Deutschland und seinen Menschen zu bekommen. Er wollte herausfinden, wie viel Zusammengehörigkeits-Gefühl noch da ist und was eher auseinander läuft.

  • Blick auf den St.-Petri-Dom in Bremen mit der typischen roten Straßenbahn im Vordergrund
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    Eine Reise durch Bremen

    Am Tag der Deutschen Einheit möchte Inforadio den Deutschen 28 Jahre nach dem Wiedervereinigungs-Vertrag den Deutschen mal den Puls zu fühlen: Passt alles so zusammen wie es könnte, wie es soll?  Was treibt die Menschen um, beispielsweise in Bremen, im Nordwesten der Republik? Weltoffen und liberal – so präsentiert sich Deutschlands kleinstes Bundesland gerne.  Zum 3. Oktober betont der Bürgermeister eine Städtepartnerschaft mit Rostock. Doch spiegelt sich das Bild im Bremer Alltag nicht unbedingt wieder. Katharina Guleikoff macht mit einigen typischen Bremern bekannt.

  • Historisches Denkmal aus Sandstein eines Eichenstammes mit Eichenlaub und der Inschrift Seid einig, einig, einig in Sörnewitz, Coswig, Sachsen,
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    Eine Reise durch Sachsen

    Seit fast drei Jahrzehnten ist Deutschland wieder eins, doch bei Löhnen, Renten oder Wirtschaftskraft bleiben deutliche Unterschiede. Und was das Gefühl betrifft, was wichtig ist im Land und wo es hingehen sollte, haben sich gerade wieder Unterschiede aufgetan. Ein Brennpunkt war Sachsen. Dort hat Reporterin Lydia Jakobi genau zugehört bei Menschen in Zwickau, Borna und Radebeul, die von "ganz vielen gespaltenen Verhältnissen" berichten.

  • Ehemaliges Eingangstor nach Rüterberg, von 1967 bis 1989 komplett abgeriegelter Ort in der DDR
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    Eine Reise durch Mecklenburg Vorpommern

    Was treibt die Bürger um im Jahr 2018, achtundzwanzig Jahre nach der Vereinigung? Zum Beispiel an der Elbe, in Rüterberg in Mecklenburg-Vorpommern? In der DDR-Zeit war er einer der seltsamsten Grenzorte, die es damals gab. Als Halb-Insel wurde Rüterberg gleich zweifach eingezäunt: nach Osten wie nach Westen. Passierschein für alle. Kurios. Heute leben dort Menschen mit Ost- und mit Westvergangenheit. Wie, das erzählt Alexa Henning.

Gespräche

Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland in Berlin
Thomas Meyer/OSTKREUZ

- Ulrich Lilie: Vom Verlieren des Zusammenhalts

Am Tag der Deutschen Einheit geht es im inforadio um ganz verschiedene Sichtweisen auf Deutschland im Jahr 2018. Viele fürchten um den  Zusammenhalt, fürchten, die Gesellschaft könne so auseinander brechen. Für den Präsident der Diakonie Deutschland, einem der großen Wohlfahrsverbände, lässt die Fähigheit, einander zuzuhören, nach. Für ihn fühlen sich viele Menschen einfach nicht mehr gehört. Er plädiert deshalb für eine Kultur des Zuhörens. Ulrike Bieritz hat mit Ulrich Lilie über Verlieren und Finden von Zusammenhalt gesprochen und über sein neues Buch mit dem Titel "Unerhört". Es ist im Herder-Verlag erschienen.

Die Autoren Jana Hensel (li) und Wolfgang Engler
rbb/Ulrike Bieritz

Die Erfahrung, ostdeutsch zu sein

Die Autoren Jana Hensel und Wolfgang Engler, beide geboren in Sachsen - sie 1976, er 1952 - machen sich Gedanken darüber, wie es heute ist, ostdeutsch zu sein. Er war jahrelang Rektor der Schauspielschule Ernst Busch in Berlin, sie schreibt heute für die ZEIT ONLINE. Ihr Buch mit dem Titel "Wer wir sind. Die Erfahrung, ostdeutsch zu sein" ist pünktlich zum Tag der Deutschen Einheit erschienen und für manchen das richtige Buch zur richtigen Zeit. Ulrike Bieritz hat mit Jana Hensel und Wolfgang Engler über ihr Buch und die aktuelle Stimmungslage im Land gesprochen.