Flüchtlinge: Europas Nagelprobe

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker will 120.000 Flüchtlinge, die sich noch in Ungarn, Griechenland und Italien aufhalten, auf andere EU-Staaten verteilen. Europa müsse in der Flüchtlingskrise "mutig und entschlossen" handeln, forderte Juncker in seiner Rede vor dem Europaparlament in Straßburg. Können seine Statements den Streit der Europäer beigelegen? Hier finden Sie Interviews, Korrespondentenberichte und Hintergrundinformationen zum Thema.

Hintergrund

  • Was hat die EU-Kommission vorgeschlagen?

  • Wie schnell soll dies umgesetzt werden?

  • Wie sind die Aussichten auf Erfolg?

  • Was passiert, wenn sich die Minister am Montag nicht einigen können?

  • Wer ist denn überhaupt noch gegen verbindliche Quoten?

  • Wie will die EU-Kommission die zweifelnden Staaten ins Boot holen?

  • Ist damit das Dublin-Prinzip am Ende?

  • Dürften die Vorschläge zur Lösung der Krise ausreichen?

  • Warum verteilt die EU nicht einfach alle Flüchtlinge?

Hintergrundinformationen

Geflüchtete Menschen stehen am 31.08.2015 an den Gleisen im Ostbahnhof in Budapest. Sie wollen nach Westeuropa kommen (Quelle: imago/EST&OST)
(Quelle: imago/EST&OST)

Warum gibt es gerade jetzt so viele Flüchtlinge?

Die Zahl der Flüchtlinge weltweit ist so hoch wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Allein in Deutschland werden in diesem Jahr 800.000 Asylsuchende erwartet. Das sind vier Mal so viele wie im vergangenen Jahr und mehr als je zuvor.

Eine Flüchtlingsfrau und ihre Kinder sitzen in Berlin auf dem Gelände des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso) auf einem Grünstreifen. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
dpa

Das europäische Asylsystem

Die Aufnahme von Asylbewerbern ist im gemeinsamen Europäischen Asylsystem geregelt. Unterkunft, Lebensmittel, Kleider und Geld oder Gutscheine gehören zur Basisversorgung, bis das Asylverfahren abgeschlossen ist. Auch wird in der EU-Richtlinie der besondere Schutz Minderjähriger geregelt.  

Geflüchtete Menschen schlafen am 01.09.2015 inzwischen in den Hallen des Ostbahnhofes in Budapest. Sie wollen nach Westeuropa kommen (Quelle: imago/EST&OST)
(Quelle: imago/EST&OST)

Warum Deutschland?

Die Zahl der Flüchtlinge, die Sicherheit in Europa suchen, nimmt nicht ab. Viele wollen nach Deutschland, nach Österreich oder Schweden. Grund dafür sind häufig nicht finanzielle Anreize, sondern bestehende Netzwerke.  

Leistungen für Asylbewerber im europäischen Vergleich

  • Deutschland

  • Österreich

  • Schweiz

  • Grossbritannien

  • Frankreich

  • Schweden

  • Niederlande

Hintergrund: Zahlen, Fakten, Links

  • Das Dubliner Abkommen

  • Wer gilt als Flüchtling?

  • Wer, woher, wie viele?

  • Flüchtlinge: Fragen und Antworten

  • Wege nach Europa

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