Die Büste der Königin Nofretete
picture alliance/dpa | Christophe Gateau
Bild: picture alliance/dpa | Christophe Gateau Download (mp3, 16 MB)

Vis à vis - Vor 100 Jahren kam die Büste der Nofretete auf die Berliner Museumsinsel

1924 wurde die Büste der Nofretete erstmals auf der Berliner Museumsinsel ausgestellt. Seit demselben Jahr gibt es Rückgabeforderungen aus Ägypten. Der Historiker Sebastian Conrad geht der Karriere einer Frau von vor 3400 Jahren in einem neuen Buch nach. Von Harald Asel

Dieses Vis à vis ist eine Wiederholung vom 2. Februar 2024.

Die Büste der Nofretete auf der Berliner Museumsinsel fasziniert seit 100 Jahren Fachleute und Laien. Seit 1924 ist die Pharaonin mit dem sprechenden Namen "Die Schöne ist gekommen" dort öffentlich ausgestellt. Wie sehr sich im Bild einer Frau von vor 3400 Jahren gesellschaftliche und ästhetische Debatten weltweit spiegeln, hat der Berliner Globalhistoriker Sebastian Conrad von der Freien Universität untersucht.

Die Nofretete und der Imperialismus

 

Zugleich beschäftigen Rückgabeforderungen Ägyptens die Kunstwelt. Wem gehört die Büste? Um darüber ein "ergebnisoffenes Gespräch" zu führen, müsste erst eines geschehen, sagt Conrad: Die Diskussion über den Ort der Nofretete müsse "im Zeichen des Imperialismus" erfolgen.

Auch auf rbb24inforadio.de

Rekonstruktion des Ischtar-Tores im Pergamonmuseum in Berlin_foto: IMAGO/Ren Pengfei
IMAGO/Ren Pengfei

Kultur - Museumsinsel: Stimmen zum Umbau am Pergamonmuseum

Das Pergamonmuseum ist Weltkulturerbe und Touristenmagnet. Es muss im Herbst für dreieinhalb Jahre wegen Sanierungsarbeiten komplett schließen. Teile des Museums bleiben dann bis 2037 unzugänglich. Wie reagieren die Museumsbesucher und Experten auf diese Entscheidung? Von Markus Streim