Symbolbild: Gemälde entstehen durch KI
picture-alliance/ PA Wire/Kirsty O'Connor
Bild: picture-alliance/ PA Wire/Kirsty O'Connor Download (mp3, 16 MB)

Vis à vis - Wann ist Kunst "echte Kunst", Frau Winter?

Echt oder nicht echt? Ein klassischer Rembrandt, ein futuristisches Gebäude oder ein abstraktes Portrait: Künstliche Intelligenz ist inzwischen in der Lage, täuschend echte Kunst zu entwickeln. Das stellt die Frage nach der Unterscheidbarkeit, sagt Philosophin Dorothea Winter. Von Lisa Splanemann

Philosophin Dorothea Winter im rbb24 Inforadio-Studio
Bild: Lisa Splanemann/rbb

Künstliche Intelligenz stellt die Kunstwelt vor neue Herausforderungen. Denn von KI geschaffene Gemälde seien kaum zu unterscheiden von denen der wahren Künstlerinnen und Künstler, sagt Dorothea Winter, die Kunstgeschichte studiert hat. Deshalb müsse man schauen, was "echte Kunst" ausmache.

KI kann selbst keine Kunstrichtung entwickeln

 

Hier gehe es um die Frage: Mit welcher Intention, mit welcher Absicht ist eine Kunstrichtung entstanden?, so Winter. Denn: "KI kann keine neue Kunstrichtung entwickeln aus sich selbst heraus." Künstliche Interlligenz sei "wie ein Riesenrad", das sich drehe und immer nur vom Input des Menschen zehre. Kunst müsse aber eigentlich eine Rakete sein, die ausbreche und Neues schaffe, was noch nicht da gewesen sei. Das könne KI nicht, denn sie basiere auf Input- und Output-Strukturen.

Auch auf rbb24inforadio.de

Ein Mann sitzt mit Elektroden auf dem Kopf vor einem Bildschirm.
picture alliance / dpa | Frank Rumpenhorst

Interview - Millionenförderung für Cottbuser KI-Startup

Mensch und Maschine sollen besser miteinander kommunizieren können. Das ist das Ziel eines Forschungsprojekts aus Cottbus zu Künstlicher Intelligenz. Das Start-up dahinter wird jetzt mit 30 Millionen Euro von der Cyberagentur des Bundes gefördert. rbb-Reporter Phillip Manske sagt, die Regierung wolle gezielt solche Technologien vorantreiben.

Auge einer Frau mit Binärcode und dem Schriftzug KI
picture alliance / CHROMORANGE | Christian Ohde

Vis à vis - Experte: Man darf sich der KI nicht vollkommen ausliefern

Das EU-Parlament und die Mitgliedstaaten haben sich auf strengere Regeln für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz geeinigt. Den Umgang mit KI zu lernen, sei eine "Schulung im kritischen Denken", sagt Professor Philipp Hacker von der Europa-Universität Viadrina im Gespräch mit Stefan Kunze.