Der Regisseur Volker Heise kommt zur Premiere des Dokumentarfilms «Berlin 1933 - Tagebuch einer Großstadt»
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Vis à vis - Regisseur Heise zu Kaffeekränzchen während der Machtergreifung 1933

Aus den Augen normaler Berlinerinnen und Berliner beschreibt der Regisseur Volker Heise in seiner neuen TV-Dokumentation wie die Nazis im Jahr 1933 blutig die Macht übernehmen: Neben der Politik reden sie über ihren Alltag mit Zahnschmerzen und Kaffeekränzchen. Von Christian Wildt

1933 war für Deutschland und Hauptstadt Berlin ein katastrophales Jahr. Hitlers Nationalsozialisten übernahmen blitzschnell die politische Führung sowie die Kontrolle über das gesamte gesellschaftliche Leben. Auch über die Köpfe und Herzen vieler Menschen hinweg - verbunden mit blutigem Terror gegen politische Gegner, gegen Juden und gegen Zweifler.

Einige Menschen schauten wie von der "Seitenlinie" auf die Ereignisse 1933

 

In seiner Fernseh-Dokumentation "Berlin 1933 – Tagebuch einer Großstadt" lässt uns Regisseur und Autor Volker Heise dieses Jahr noch einmal mit den Augen damals lebender Menschen erleben.

Man müsse in die "kleinen Verzweigungen" der Geschichte hinein gehen, um die große Geschichte zu verstehen, meint Heise. Einige Menschen schauten 1933 wie Zuschauerinnen und Zuschauer von der "Seitenlinie" auf die Ereignisse - mit ambivalenten Gefühlen. Manchmal fanden sie gut, manchmal schlecht, was Adolf Hilter machte, sagt der Regisseur. Und oft wussten sie einiges zunächst nicht einzuordnen und haderten damit, sich dazu zu verhalten.