Muslime demonstrieren in Jakarta (Indonesien) und halten dabei die Flagge der Palästinenser hoch. foto: Pacific Press/ZUMA Wire/Risa Krisadhi/picture alliance
Pacific Press/ZUMA Wire/Risa Krisadhi/picture alliance
Bild: Pacific Press/ZUMA Wire/Risa Krisadhi/picture alliance Download (mp3, 4 MB)

Kultur - documenta-Skandal: Wie gesellschaftsfähig ist Antisemitismus in Indonesien?

Das umstrittene Bild auf der documenta ist abgehängt - die Debatte in vollem Gange. Wie konnte das passieren? Die Leitung hatte argumentiert, das Werk sei in Indonesien im Kontext einer Protestbewegung entstanden. Antisemitismus - viel kann man dort mit dem Begriff nicht anfangen. Von ARD-Korrespondent Holger Senzel

 

Auch auf rbb24inforadio.de

Der Ausschnitt des umstrittenen Großgemäldes des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi auf dem Friedrichsplatz zeigt einen Soldaten mit Schweinsgesicht.
dpa

Kultur - Der Ruf der documenta ist gefährdet

Wegen Antisemitismusvorwürfen zu einem Gemälde bei der documenta ist die Ausstellung stark in die Kritik geraten. Unsere Kunstkritikerin Barbara Wiegand bedauert in ihrem Kommentar, dass der Ruf der documenta fifteen erneut gefährdet ist, nach anfänglich positivem Medienecho.

Eine Frau mit einer Israel-Flagge steht vor dem teilweise verhüllten, großflächigen Banner, eine Figurendarstellung "People’s Justice" (2002) des Kollektivs Taring Padi mit den umstrittenen Figuren. foto: dpa/Swen Pförtner
dpa/Swen Pförtner

Kommentar - documenta-Skandal schreit nach Konsequenzen

Die großflächige Banner-Installation mit antisemitischer Bildsprache haben die documenta diskreditiert. Versuche, Bildmotiv und Kontext zu relativieren, schlagen fehl. Vielmehr handelt es sich bei dem Banner um klassischen, uralten Judenhass, meint Kulturkorrespondentin Maria Ossowski.

Teilweise verhüllt ist ein großflächiges Banner, eine Figurendarstellung "People’s Justice" (2002) des Kollektivs Taring Padi mit den umstrittenen Figuren. foto: dpa/Swen Pförtner
dpa/Swen Pförtner

Kultur - Antisemitische Bildsprache: Wie konnte das passieren?

Auf der documenta ist das umstrittene Werk mit antisemitischen Motiven mittlerweile abgedeckt worden. Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, bemängelt eine kuratorische Gesamtverantwortung und sieht einen Strukturfehler.