Das Einkaufs-Centrum EASTGATE in Berlin-Marzahn-Hellersdorf (Bild: IMAGO / Jürgen Ritter)
Bild: IMAGO / Jürgen Ritter

Krieg in der Ukraine - Haltung von russischstämmigen Berlinern zum Ukraine-Krieg

In Berlin leben mindestens 145.000 russischstämmige Menschen. Viele von ihnen hätten die Ereignisse der letzten Woche noch nicht verarbeitet, erklärt der russischstämmige Bezirkspolitiker Dmitri Geidel. Ein Krieg in der Urkaine sei für sie eine absurde Vorstellung.

Welche Medien in der russischstämmigen Community konsumiert werden, sei generationsabhängig und liege auch an der sozialen Schichtung, sagt Dmitri Geidel, SPD-Bezirkspolitiker in Marzahn-Hellersdorf.

Vor allem die sehr ältere Generation nutze das russische Staatsfernsehen. Für die jüngeren spielten die sozialen Medien eine große Rolle. So sei etwa auch die Videoplattform YouTube ein Massenmedium. Auch der Messenger Telegram werde genutzt.

Viele Menschen hätten die Ereignisse der letzten Woche noch nicht verarbeitet. Ein Krieg in der Ukraine sei für viele Russen eine absurde Vorstellung. "Wir Russen greifen nie zuerst an. Ein ganz starker Narrativ in jedem sowjetischen Schulbuch", sagt Geidel. Diese Gewissheit passe nun mit der Realität nicht überein.

Jüngere Leute aus der russischen Commuinty in Berlin seien zudem enorm solidarisch mit der Ukraine.

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