Zwischen Reisetaschen steht dieses Mädchen aus dem ukrainischen Kriegsgebiet mit ihrem Stofftier im Berliner Hauptbahnhof.
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Krieg in der Ukraine - Ukraine-Flüchtlinge am ZOB: So läuft die Aufnahme

Täglich kommen Geflüchtete aus der Ukraine in Berlin an, auch am Zentralen Omnibusbahnhof ZOB. Der Malteser-Hilfsdienst nimmt dort die Menschen in Empfang. Einsatzleiter Fabian Fröhling spricht von einer "surrealen Situation" und bittet um Geldspenden.

Rund 10 000 Menschen, die vor dem Krieg in de Ukraine fliehen, kommen derzeit täglich in Berlin an. Am Zentralen Omnibusbahnhof ZOB waren es allein am Sonntag über 1000, berichtet Fabian Fröhling. Er ist Einsatzleiter der Malteser-Hilfsdienste, die dort die Notfallversorgung organisieren. Eine "surreale Situation, die man nicht mit wenigen Worten beschreiben kann" sei es, so Fröhling.

Die Ankömmlinge würden medizinisch und psychosozial betreut, außerdem werde der Bedarf geklärt: "Viele haben keine Schuhe an, Kleidung, die abgenutzt ist durch die Strapazen, die sie in den letzten Tagen durchmachen mussten." Genügend Sachspenden für die Geflüchteten gibt es: "Tatsächlich gab es eine unfassbar hohe Spendenfreudigkeit der Berliner Privatpersonen. […] Da sind wir tatsächlich sehr gut ausgestattet."

Lieber Geldspenden als Sachspenden

Was die Malteser und die anderen Hilfsorganisationen jetzt am meisten bräuchten, seien Finanzspenden. Zum einen brächten diese keinen so hohen Organisationsbedarf mit sich wie Sachspenden, zum anderen "weiß ich einfach: Ich habe ein Geldbudget hinter mit und kann bedarfsgerechte Dinge kaufen", sagt der Einsatzleiter.

Doch alle Spenden wpürden wenig nutzen ohne die Menschen, die dann damit arbeiten, deswegen stellt Fröhling noch einmal fest: "Die Soforthelfer machen eine unfassbare Leistung."

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