Gregor Gysi (Die Linke) äußert sich vor der Fraktionssitzung der Linken im Deutschen Bundestag zu seiner erfolgten Ukraine-Reise (Bild: dpa)
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Krieg in der Ukraine - Gysi: "Wir sollten nicht an Kriegen verdienen"

Am Donnerstag startet das Gipfeltreffen der G7-Außenminister in Schleswig-Holstein. Dabei spielt der Krieg in der Ukraine die zentrale Rolle. Linken-Außenpolitiker Gregor Gysi zeigt sich über mögliche Maßnahmen der russischen Seite besorgt, falls sich Präsident Wladimir Putin in die Ecke gedrängt fühlt.

Am Donnerstag beginnt eine ganze Serie diplomatischer Beratungen in Deutschland, bei denen der Krieg in der Ukraine im Mittelpunkt steht. Erst treffen sich die G7 Außenministerinnen und -minister in Schleswig-Holstein, dann später in der Woche die Nato-Außenminister in Berlin. Zwischenzeitlich setzt Russland Firmen unter anderem in der EU und den USA auf eine Sanktionsliste.

Maßnahmen und Gegenmaßnahmen

 

Für Gregor Gysi, den außenpolitischen Sprecher der Linken-Fraktion im Bundestag, ist das keine Überraschung. "Damit musste gerechnet werden. Das Problem ist immer, wenn man Maßnahmen ergreift, muss man sich immer überlegen, welche Maßnahmen die Gegenseite ergreifen kann. Das gehört zur Ausgewogenheit der Politik dazu." Gysi zeigt sich verunsichert, wie Russlands Präsident Wladimir Putin die Getreideversorgung einschränken könnte, falls er sich in die Ecke gedrängt fühlt.

Gegen Waffenlieferungen

 

Seine Ukraine-Reise habe bei ihm den Eindruck hinterlassen, wie schlimm ein Krieg sei: "Alles furchtbar, kann ich nur sagen". An seiner Haltung gegen Waffenlieferungen ändere das aber nichts: "Von Deutschland ging der schlimmste Krieg in der Menschheitsgeschichte aus. Es war der Zweite Weltkrieg mit den meisten Toten, die es je in einem Krieg gegeben hat. Und ich finde, wir sollten nicht an Kriegen verdienen. Wir sind einer der größten Waffenexporteure. Das dürfen Sie nicht vergessen".