Ein rotes, zerkratztes Hinweisschild mit der Aufschrift "Notfallplan Gas" vor dem Berliner Reichstagsgebäude an einem trüben Tag.
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Krieg in der Ukraine - Drohende Gas-Krise: Bundesregierung wartet auf Putins Reaktion

Die Bundesregierung befürchtet eine Verschlechterung der Gasversorgung. Russlands Präsident Wladimir Putin sagte zwar eine Zahlung in Euro zu, man bereite sich aber auf alle Eventualitäten vor, sagt Michael Kellner (Grüne), Staatssekretär im Wirtschaftsministerium.

Der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Michael Kellner (Grüne), hat klargestelt, dass die Versorgungssicherheit beim Gas weiterhin gewährleistet ist. Die Ausrufung der Frühwarnstufe am Mittwoch diene lediglich dazu, alle Vorkehrungen für Lieferengpässe zu treffen, sagte Kellner. Verbraucher müssten sich aber auch wegen des kommenden Winters keine Sorgen machen.

Putin berät zu Umstellung der Zahlungen auf Rubel


In Moskau will der russische Präsident Wladimir Putin an diesem Donnerstag mit Vertretern der Zentralbank und von Gazprom darüber beraten, wie eine Umstellung der Bezahlung von Gaslieferungen auf Rubel umgesetzt wird.

Euro-Zahlungen sollen an Gazprom-Bank gehen

 

Zuvor hatte Putin Kanzler Olaf Scholz (SPD) zugesichert, dass europäische Unternehmen ihr Gas in Russland weiter in Euro bezahlen können. Das hat das Bundeskanzleramt mitgeteilt. Demnach sollen die Zahlungen in Euro an die Gazprom-Bank gehen. Diese wechsele dann das Geld in Rubel. Scholz habe dem Verfahren jedoch nicht zugestimmt und um weitere Erklärungen gebeten