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- DGB: Beschäftigte fürchten Fremdsteuerung durch KI

Die Digitalisierung habe zwei Seiten, meint Oliver Suchy vom Deutschen Gewerkschaftsbund. Zum einen helfe sie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei der Entlastung und sorge für mehr Vereinbarkeit mit der Familie. Andererseits gebe es Angst vor der Steuerung durch Algorithmen.

Für Oliver Suchy vom Deutschen Gewerkschaftsbund ist die Digitalisierung in der Arbeitswelt ein zweischneidiges Schwert. Sie ermögliche etwa durch Homeoffice mehr Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zudem helfe sie zu entlasten und Stress abzubauen.

Zeitkorridore für die Arbeit vereinbaren

"Wir haben gerade nicht die schöne, heile Arbeitswelt", so Suchy. Wichtig seien etwa feste, aber flexible Zeitkorridore für die Arbeit zu vereinbaren. "Da helfen nur klare Regeln."

Steuerung der Beschäftigten durch Algorithmen

Ein wichtiges Thema seien selbstständig arbeitende Software-Lösungen, gegen die es Vorbehalte gebe: "Es geht um mehr als um Überwachung, sondern um eine Steuerung durch Algorithmen", sagte Suchy und fragt: Machen wir die Menschen letztlich zu Maschinen, weil sie keine Handlungsspielräume mehr haben? Fremdsteuerung sei eine der größten Sorgen der Beschäftigen in Deutschland in Bezug auf Künstliche Intelligenz.

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