Petra Pau (Die Linke), stellvertretende Bundestagspräsidentin, steht auf der Wahlparty von Die Linke
dap
Bild: dap

- Pau: "Rabenschwarzer Sonntag" für die Linke

Die Berliner Linken-Politikerin Petra Pau will, dass ihre Partei Konsequenzen aus der Wahlniederlage zieht - nur dank drei Direktmandaten konnte sich die Linke im Bundestag halten. Sie selbst verlor ihres. Der sinkende Zuspruch habe sich länger abgezeichnet.

Die Berliner Linken-Politikerin Petra Pau hat Konsequenzen aus den Verlusten ihrer Partei bei der Bundestagswahl angekündigt. Die Bundestagsvizepräsidentin sagte, die Linke müsse sich programmatische und strategisch erneuern. Zukunftsthemen wie die Klimakrise und die Digitalisierungt müssten stärker in den Blick genommen werden.

Drei Direktmandate sichern der Linken den Einzug in den Bundestag

Die Linke ist bei der Wahl am Sonntag auf 4,9 Prozent abgerutscht. Pau verlor ihr Direktmandat an den CDU-Politiker Mario Czaja. Weil die Linke aber bundesweit drei Direktmandate holte, zieht sie wieder in den Bundestag ein.

Das Ergebnis der Bundestagwahl 2021

Die SPD hat die Bundestagswahl nach dem Ergebnis der Auszählung aller Wahlkreise gewonnen. Erstmals seit mehreren Jahren legte sie wieder zu und kam auf 25,7 Prozent. Die CDU/CSU stürzte dagegen nach 16 Jahren Regierungszeit von Kanzlerin Angela Merkel mit 24,1 Prozent auf ein Rekordtief. Die Grünen errangen mit 14,8 Prozent das beste Ergebnis ihrer Geschichte und wurden drittstärkste Kraft. Die FDP verbesserte sich auf 11,5 Prozent. Die AfD rutschte mit 10,3 Prozent vom dritten auf den fünften Rang. Die Linke stürzte auf 4,9 Prozent.