Volker Wissing, FDP-Generalsekretär, und Christian Lindner, Parteivorsitzender der FDP, applaudieren beim Außerordentlichen Bundesparteitag der FDP (Bild: dpa / Jörg Carstensen)
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- FDP-Generalsekretär: Ein Strang und "kein Patchwork" in Koalition

Nach der Bundestagswahl gilt die FDP mit ihren 11,5 Prozent als Zünglein an der Waage für eine Koalition mit den Grünen sowie entweder der Union oder der SPD. Für FDP-Generalsekretär Volker Wissing ist klar: Man muss sich auf eine gemeinsame Richtung einigen.

FDP-Generalsekretär Volker Wissing hat mit Blick auf eine künftige Dreierkoalition im Bund dafür plädiert, dass sich die möglichen Partner erst einmal grundsätzlich auf Ziele verständigen. Er sei offen sowohl für eine Beteiligung der FDP unter Unions- als auch SPD-Führung, zusammen mit den Grünen.

Wissing. Koalition muss an einem Strang ziehen

Eine gute Koalition müsse aber gemeinsame Ziele haben, so Wissing: Sie müsse an einem Strang ziehen und dürfe "kein Pachtwork" sein. "Deswegen ist es so wichtig, dass man erst einmal auslotet, in welche Richtung wollen die jeweiligen Parteien denn das Land führen, was soll der Mehrwert der jeweiligen Konstellation sein."

Das Ergebnis der Bundestagwahl 2021

Die SPD hat die Bundestagswahl nach dem Ergebnis der Auszählung aller Wahlkreise gewonnen. Erstmals seit mehreren Jahren legte sie wieder zu und kam auf 25,7 Prozent. Die CDU/CSU stürzte dagegen nach 16 Jahren Regierungszeit von Kanzlerin Angela Merkel mit 24,1 Prozent auf ein Rekordtief. Die Grünen errangen mit 14,8 Prozent das beste Ergebnis ihrer Geschichte und wurden drittstärkste Kraft. Die FDP verbesserte sich auf 11,5 Prozent. Die AfD rutschte mit 10,3 Prozent vom dritten auf den fünften Rang. Die Linke stürzte auf 4,9 Prozent.