Ein buntes Schild hängt an der Tür eines Wartezimmers beim Kinderarzt
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- Kinderarzt: "So gut wie gar keine schweren Corona-Verläufe"

Die Kinderarztpraxen sind derzeit stark belastet. Das liege allerdings nicht an Corona, sondern an den anderen Infekten, die derzeit gehäuft auftreten, sagt Jakob Maske, Bundessprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte. Was Corona bei Kindern angehe, seien die Ärztinnen und Ärzte entspannt.

Es gebe einen extremen Andrang in den Kinderarztpraxen. "Allerdings nicht wegen Corona, sondern wegen aller anderen Virusinfekte, die im Moment herumgehen", sagt der Kinderarzt. Diese träten in diesem Herbst häufiger auf als sonst. Das Personal sei dadurch stark belastet, die Kinder aber weniger.

 

Maske befürwortet Corona-Impfung von Kindern

Zumindest was die Corona-Lage bei Kindern angehe, seien die Ärztinnen und Ärzte entspannt, sagt Maske. "Die Kinder haben in der Regel gar keine Symptome oder nur sehr schwache Symptome", erklärt der Mediziner. "Sehr schwere Verläufe sehen wir so gut wie gar keine."

Trotzdem wolle man verhindern, dass sich die Kinder ungebremst durchseuchen. Man warte derzeit auf die Zulassung der Corona-Impfstoffe für Kinder. "Wenn die Stiko hier zeigen kann, dass dieser Impfstoff mehr Nutzen bringt als Risiko, dann werden wir auch hier impfen, um die zwar wenigen schweren Verläufe auch zu vermeiden", sagt Maske.

 

Klare Kommunikation gefordert

Der Beratungsbedarf bei den Eltern sei jedoch sehr hoch. Es brauche hier eine bessere Kommunikation seitens der Politik, um Verwirrung zu vermeiden, betont Maske. "Wir müssen ganz klar miteinander kommunizieren und Impfstoffe eben möglichst dann erst verimpfen, wenn sie empfohlen sind und wir davon ausgehen können, dass sie sicher sind."