Ein afghanisches Kind in einem Einsatzzentrum des Roten Kreuzes in Italien
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- Migrationsforscher hofft für Afghanen auf Koalition der Aufnahmewilligen

Wie soll mit den Geflüchteten aus Afghanistan umgegangen werden? Der Migrationsforscher Gerald Knaus schlagt einen Zusammenschluss Deutschlands mit anderen aufnahmewilligen Ländern vor - etwa den USA, Kanada und einigen EU-Staaten. Auf die ganze EU sei kein Verlass.

Der Migrationsforscher Gerald Knaus hat dafür plädiert, dass Deutschland sich mit anderen Staaten zusammenzuschließt, um afghanische Flüchtlinge aufzunehmen - zum Beispiel mit den USA, Kanada oder einigen EU-Ländern. Die EU als Ganzes falle - abgesehen von finanzieller Unterstützung - dafür aus. Die 27 Mitgliedsländer könnten sich bei der Aufnahme von Flüchtlingen nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen.

Neue Koalitionen außerhalb der EU denkbar

 

"Wenn wir wirklich helfen wollen, brauchen wir Koalitionen von Staaten, wo die Bevölkerung auch ein Gefühl hat, wo die Politiker auch sagen, sie wollen helfen." Knaus reagierte damit auf das Treffen der EU-Innenminister gestern. Sie hatten erklärt, unkontrollierbare Migrationsbewegungen nach Europa wie 2015 müssten verhindert werden. Die EU wolle aber die Nachbarstaaten Afghanistans sowie Transitländer bei der Aufnahme von Flüchtlingen unterstützen. Knaus ist einer der Vordenker des Flüchtlingspakts zwischen der EU und der Türkei.