US-Air-Force am Flughaven in Kabul
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- Afghanische Ortskräfte: "Einige werden zurückbleiben müssen"

Viele Menschen aus Afghanistan haben für die Bundeswehr gearbeitet. Einige von ihnen werden es nicht außer Landes schaffen, ist sich NATO-General a.D. Hans-Lothar Domröse sicher. Doch er hat auch Hoffnung: Auch auf zivilem Wege könnten noch Menschen vor den Taliban gerettet werden.

Hans-Lothar Domröse, NATO-General a.D., sieht sich in seiner Einschätzung bestätigt, dass es nicht alle ehemaligen Ortskräfte der Bundeswehr in Afghanistan außer Landes schaffen werden. Einige werden zurückbleiben müssen, die es nicht an den Flughafen in Kabul geschafft haben.


"Ein Flieger muss nicht militärisch sein"


Dass nach Ende der militärischen Evakuierungsaktion auch ziviler Luftverkehr Menschen aus Afghanistan bringen kann, hält Domröse für denkbar. Die Grenze nach Pakistan sei offen. "Ein Flieger muss nicht militärisch sein." Auch Busverkehr sei möglich.

Die politischen Parteien haben "sich nicht mit Ruhm bekleckert" im Umgang mit den Ortskräften vor der Einnahme von Kabul durch die Taliban, findet Domröse. Es bleibe: "Der ganze Westen ist gedemütigt worden." Allerdings habe der Einsatz auch Bildung und freie Wahlen ins Land gebracht.