Fahrzeuge der Bundeswehr rücken in Altenahr in Rheinland-Pfalz an, um die Rettungsdienste zu unterstützen (Bild: dpa / Thomas Frey)
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- DRK-Präsidentin: Die Not in den Unwettergebieten ist riesengroß

Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz befinden sich nach schweren Unwettern weiterhin im Ausnahmezustand. Gerda Hasselfeldt, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, fordert eine bessere Vorbereitung auf solche Extremwetterlagen.

Vom Deutschen Roten Kreuz allein seien 3500 Personen in den westdeutschen Krisengebieten im Einsatz. Die Kräfte vor Ort erhalten zudem Unterstützung aus anderen Teilen Deutschlands. Ebenso zeige die Bevölkerung eine große Hilfsbereitschaft. "Aber die Not wirklich riesengroß", so Hasselfeldt.


Helferinnen und Helfer unter großer Anspannung


Auch die Hilfskräfte brauchen Hilfe - zu der physischen komme die psychische Belastung hinzu. Die Einsatzkräft sehen die Not der Menschen, die Zersörung, sagte Hasselfeldt. Doch im Moment überwiegt die Hilfe für die Betroffenen der Flut.


Hasselfeldt: Brauchen mehr Bundesvorhaltungen für Notfälle


Das letzte Jahr habe gezeigt, dass man sich nicht nur auf Unwetter, sondern auch auf Pandemien vorbereiten müsse, so die DRK-Präsidentin. "Das wird nicht die letzte Pandemie sein." Auch Cyberangriffe auf Gesundheitseinrichtungen und andere Einrichtungen der Infrastruktur könnten relevant werden. Sie mache sich deshalb stark für mehr Bundesvorhaltungen für Katastrophen- und Krisenfälle, ähnlich wie es im Kalten Krieg üblich war. Genehmigt seien bereits zwei solcher Lager, die von den Hilfsorganisationen betrieben werden sollen. Die DRK-Präsidentin sagte, dass Deutschland aber zehn solcher Lager brauche.

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