Wissenswerte

Die aktuelle Sendung

Das am 13.07.2013 von der Raumsonde «Cassini» aufgenommene Handout-Foto der Nasa zeigt den Planeten Saturn mit seinen Ringen (Bild: NASA/dpa)

Cassini-Mission geht auf die Zielgerade

Erinnern Sie sich an das Jahr 1997? Lady Di stirbt bei einem Verkehrsunfall, Bundespräsident Roman Herzog mahnt einen Ruck durch Deutschland an, Hongkong wird an China zurückgegeben und Harry Potter und der Stein der Weisen erscheint. So lange ist es auch her, dass sich eine Raumsonde auf dem Weg zu einem Ziel machte, das ungefähr eine Milliarde Kilometer weit weg ist: Die US-Raumfahrtbehörde NASA schickte 1997 Cassini auf den Weg zum Ringplaneten Saturn mit seinen Monden. Nach 20 Jahren erfolgreicher Mission hat jetzt das letzte Stündchen für Cassini geschlagen. Ein Bericht von Guido Meyer.

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Wissenswerte im Gespräch

Prof. Dr. Wolfgang Lucht ist Abteilungsleiter Erdsystemanalyse am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (Bild: Inforadio/Prinzler)

Von der Freiheit eines Forschermenschen

Der Abteilungsleiter Erdsystemanalyse am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung und Lehrstuhlinhaber für Nachhaltigkeitswissenschaften an der HU Berlin, Wolfgang Lucht, versteht sich als Christ und als solcher gleichermaßen als freier Herr und dienstbarer Knecht. Mit ihm sprach Thomas Prinzler über alternative Fakten, Fake News, das postfaktische Zeitalter und die Freiheit der Wissenschaft.

Wissenswerte Spezial

Zwei Männer sitzen in einem Wagen an einem Seilzug über einem Fluss

Abenteuer Wissenschaft - Astronauten, Antarktis und Archäologie

Beim Einkauf, am Flughafen oder in der Mittagspause - Abenteuer kann man überall erleben. Das gilt natürlich auch für die Wissenschaft. Inforadio widmet sich deshalb den kleinen und großen Abenteuern, die die Wissenschaft zu bieten hat - sei es im Labor, im Gewächshaus oder in der afrikanischen Wüste. Spannend, sind sie alle.

Beitragsarchiv

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  • Prof. Dr. Wolfgang Lucht ist Abteilungsleiter Erdsystemanalyse am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (Bild: Inforadio/Prinzler)

    Von der Freiheit eines Forschermenschen

    Der Abteilungsleiter Erdsystemanalyse am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung und Lehrstuhlinhaber für Nachhaltigkeitswissenschaften an der HU Berlin, Wolfgang Lucht, versteht sich als Christ und als solcher gleichermaßen als freier Herr und dienstbarer Knecht. Mit ihm sprach Thomas Prinzler über alternative Fakten, Fake News, das postfaktische Zeitalter und die Freiheit der Wissenschaft.

  • Badestelle an der Spree bei Lübben im Spreewald (Bild: imago/fototraube.de)

    Wieviel ist es uns wert, in der Spree zu baden?

    Bei diesen Temperaturen kann man es sich noch nicht so richtig vorstellen aber die Badesaison steht vor der Tür. Verbunden mit der Badesaison ist auch die Frage nach der Qualität des Wassers. In den Seen ist diese zumeist gut. Anders in den Flüssen. Das Berliner Kompetenzzentrum Wasser hat das Projekt "Flusshygiene" initiiert, finanziert vom Bundesforschungsministerium. Die Wissenswerte Frage der Woche an Thomas Prinzler: "Ende des Monats starten  Wissenschaftler des Forschungsvorhabens "FLUSSHYGIENE" eine Umfrage: Wieviel ist es uns wert, in der Spree zu baden. Was wollen sie herausfinden?"

  • Die Gewinnerinnen des Wettbewerbs «Die Astronautin» Insa Thiele-Eich (l) und Nicole Baumann (Bild: Michael Kappeler/dpa)

    Die Astronautin – das Finale

    Da waren es nur noch zwei: Seit gestern stehen sie fest, die Finalistinnen im Wettbewerb Deutschland sucht die Astronautin. Von ursprünglich 400 jungen Bewerberinnen stehen nun die beiden fest, die die Chance erhalten sollen, die erst deutsche Astronautin auf der Internationalen Raumstation ISS zu werden. Thomas Prinzler hat die beiden Kandidatinnen nach der Wahl gestern getroffen.

  • Franz Ossing, Pressesprecher des Geoforschungszentrums bis Ende August 2016. (Foto: rbb Inforadio/Thomas Prinzler)

    March for Science

    Am Samstag werden weltweit Wissenschaftler auf die Straße gehen, um für die Freiheit der Wissenschaft zu demonstrieren - auch in Deutschland und auch in Berlin. Franz Ossing, langjähriger Pressesprecher des Potsdamer Geoforschungszentrum, ist im Organisations-Team des March for Science. Im Gespräch mit Oliver Rehlinger erklärt er, welchen Hintergrund diese globale Aktion am 22. April hat.

  • Protestierende Dalit-Studenten (Bild: imago/Pacific Press Agency)

    Diskriminierung an Indiens Universitäten

    Offiziell ist in Indien die soziale Diskriminierung durch das Kastenwesen abgeschafft. In der Praxis jedoch gibt es sie noch. Die Volksgruppe der Dalits steht in der gesellschaftlichen Hierarchie Indiens ganz unten. Das ist auch an Universitäten nicht anders: Immer wieder sorgen Selbsttötungen von Dalit-Studenten für aufgeregte Debatten. Jürgen Webermann hat in Neu Delhi die beiden Studenten Rahul und Chandra getroffen, die sich als Dalit seit jeher diskriminiert fühlen und diese Erfahrung gerade wieder auf einer Recherchereise machten.

  • Prof. Dr. Reinhold Leinfelder (Bild: Dieter Freiberg)

    Anthropozän - das Zeitalter des Menschen

    In welchem Zeitalter leben wir gerade erdgeschichtlich gesehen? Die Dinosaurier vor 100 Millionen Jahren lebten in der Kreidezeit. Der Mensch in den letzten 11.000 Jahren im Holozän, in der Neuzeit. Allerdings gibt es Diskussionen über  die jüngste Vergangenheit. Die soll, nach Ansicht einiger Wissenschaftler, Anthropozän genannt werden.

  • Zwei Männer und eine Frau im Büro bei der Arbeit (Bild: imago/imagebroker)

    Karoshi - Das kranke Verhältnis der Japaner zur Arbeit

    Für die meisten von uns gehört die Arbeit zum Leben. Doch es gibt auch ein Leben nach der Arbeit. Hierzulande ist die Zahl der Überstunden begrenzt -  sehr zum Leidwesen mancher Arbeitgeber. 10 Stunden täglich nur in Ausnahmefällen mit Zeitausgleich. Ganz anders in Japan: 100 Überstunden wöchentlich sind  nicht sehr selten, Arbeit macht dort oft krank. Das japanische Arbeitsethos verlangt nämlich möglichst lange zu arbeiten. Auch wenn die Menschen daran zugrunde gehen - mehr als 2.000 Menschen jährlich, berichtet Jürgen Hahnefeld aus Tokio.

  • Direktor des Botanischen Gartens, Prof. Dr. Thomas Borsch (Bild: imago/Metodi Popow)

    Wie ist es um die Artenvielfalt bestellt?

    Morgen wird in Berlin die Internationale Gartenausstellung eröffnet. In den kommenden Monaten können die Besucher in Marzahn "Ein MEHR aus Farben" erleben - so das Motto des Festivals der internationalen Gartenkunst, laut Veranstalter. Anlass sich mit den Pflanzen, mit der Artenvielfalt aber auch dem Verschwinden von Arten zu befassen. Und wer könnte dazu besser Auskunft geben als Prof. Thomas Borsch. Er ist Direktor des Berliner Botanischen Gartens und Museums. Klemens Schulze hat ihn gefragt: "Wieviel Pflanzenarten gibt es eigentlich - geschätzt - auf der Welt?"

  • Eine hohe Welle bricht in USA, Hawaii, Oahu (Bild: imago/Westend61)

    Die perfekte Welle

    Der schöne alte deutsche Begriff Seemannsgarn umfasst so einige skurrile Phänomene der Ozeane dieser Welt. Seejungfrauen kommen darin vor, weiße Pottwale, die Schiffe angreifen und Riesenkraken, die Schiffe gleich ganz zum Kentern bringen und mit sich in den Abgrund reißen.  Auch von Monsterwellen ist bisweilen die Rede. Sie sollen quasi aus dem Nichts erscheinen und – genauso wie Moby Dick und Riesenkraken – Schiffe zum Kentern bringen. Aber gibt es sie wirklich, jene Riesenwellen? Das war Thema bei der Internationalen Seeganskonferenz, die vor wenigen Tagen in Rio de Janeiro zu Ende gegangen ist. Ein Bericht von Guido Meyer.

  • Der Institutsdirektor des Hasso Plattner Institutes Christoph Meinel, die brandenburgische Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD) und der Präsident der Universität Potsdam, Oliver Günther (l-r) posieren am 03.04.2017 in der Staatskanzlei in Potsdam (Brandenburg) mit einem Kooperationsvertrag. Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) erhält zum 1. April 2017 den Status einer Fakultät an der Universität Potsdam (Bild: dpa/Ralf Hirschberger)

    Hasso-Plattner-Institut wird Fakultät der Uni Potsdam

    Seit dem 1. April ist es auch amtlich: Das renommierte  Potsdamer  Hasso-Plattner-Institut wird Teil der Universität Potsdam als eigenständige sechste Fakultät. Das deutschlandweit Neue daran ist, dass auch die Fakultät wie schon das Institut von der Stiftung des Milliardärs Hasso Plattner finanziert wird. Einzelheiten von Thomas Prinzler.

  • Odej Kao, Professor für IT-Systeme an der TU Berlin (Bild: Inforadio/Prinzler)

    Einstein Center Digitale Future

    Berlin soll  auf die digitale Überholspur gebracht werden, haben sich Berliner Senat und TU Berlin im vergangenen Jahr vorgenommen und für die Stadt eine Digitale Agenda mit 10 Punkten verfasst. Ein Kernstück ist die Einrichtung von 50 neuen Professuren für IT. Vergangenen Woche nun wurde dann auch der Ort für die digitale Zukunft eröffnet: Das Einstein Zentrum für digitale Zukunft im Robert-Koch-Forum  in der Berliner Wilhelmstraße. Sprecher des Zentrums ist Odej Kao, Professor für IT-Systeme an der TU Berlin. Über Aufgaben und Herausforderungen für die digitale Zukunft – zum Beispiel die Rekrutierung von IT-Experten - hat Thomas Prinzler mit Prof. Kao gesprochen.

  • March_for_Science (Bild: Sheraz Khan - March for Science Berlin CC-BY-4.0)

    Was will der March for Science erreichen?

    Am 22. April findet weltweit ein "March for Science" statt - eine Demonstration für die Wissenschaft.  Initiiert wurde diese Bewegung in den USA aus Protest gegen die Wissenschaftsfeindlichkeit der Trump-Regierung. Inzwischen ist daraus eine internationale Bewegung geworden. Es wird Protestmärsche nicht nur in Washington und London geben sondern auch in Hamburg, Leipzig, Tübingen oder Berlin. Was soll mit dem "March for Science" erreicht werden? Inforadio-Wissenschaftsredakteur versucht, die Frage zu beantworten.

  • Die Rückenansicht eines Mannes mit angespannten Muskuln (image/ xblickwinkel/McPhotox/FotoxBegsteigerx)

    Wenn Männlichkeit toxisch wird

    Schmerzen und Probleme gibt es für echte Männer nicht. Dieses traditionelle Verständnis von Männlichkeit, das in westlichen Gesellschaften immer noch gelebt wird, ist toxisch: Männer sterben früher, begehen früher Selbstmord oder laufen Amok. Der 24-jährige Brite Jack Urwin geht in seinem gerade auf Deutsch erschienenen Buch "Boys don’t Cry" dieser giftigen Selbstverständlichkeit auf den Grund. ARD-Korrespondent Kai Clement hat den in Kanada lebenden Jack Urwin getroffen.

  • BMW hat auf der Technikmesse CES am 04.01.2017 in Las Vegas angekündigt, im zweiten Halbjahr 2017 gemeinsam mit den Partner Intel und Mobilere rund 40 autonome Fahrzeuge auf die Straße zu bringen (Bild: dpa/Andrej Sokolow)

    Datenklau beim autonomen Auto

    Die Zukunft des Autos ist führerlos. Gerade haben sich Daimler und Bosch zusammengetan, um schon in drei Jahren die ersten Roboter-Taxis auf die Straßen zu bringen. In weniger als zehn Jahren könnten solche Geister-Autos in Serie gehen. Das ist keine Zukunftsmusik mehr. Deshalb befasst sich der Verband der Deutschen Automobilindustrie auf seinem Technikkongress am Mittwoch in Berlin mit möglichen Gefahren, die von vernetzten Autos ausgehen können. Wie real ist die Gefahr beim fremdgesteuerten Auto, dass sich jemand in des System einhackt und das Fahrzeug ungebremst gegen einen Baum kracht? Ein Gespräch mit dem Diplom-Ingenieur Andreas Burkert, Herausgeber des Auto-Magazins "Active woman drive and Style", das sich vor allem - aber nicht nur - an weibliche Autofahrer wendet.  

  • Milchstrasse im Bereich Kassiopeia (imago/blickwinkel)

    Ein Foto vom Schwarzen Loch

    Unser Zuhause im All ist die Milchstraße, eine Galaxie mit Hunderten Milliarden von Sternen. Sie alle kreisen um das Zentrum unserer Heimatgalaxie. Dort soll ein riesiges Schwarzes Loch sein mit einer Masse, die der vier-ein-halb-millionen-fachen Masse der Sonne entspricht. Davon sind die Astronomen überzeugt. Nun wollte ein internationales Astronomen-Team dieses schwarze Loch 'ablichten', und am Mittwoch ist beginnt dieser außerirdische Fototermin. Leider ist ein so ein Schwarzes Loch jedoch ein allzu kamerascheues Objekt, wie Guido Meyer berichtet.

  • Feldlerche auf einer gemaehten Wiese (Bild: imago/blickwinkel)

    Landwirtschaft für Artenvielfalt

    Die Jubelsänger des Frühlings sind nur noch selten zu hören. In den letzten 30 Jahren sind Feldlerchen dramatisch zurückgegangen. Überhaupt haben sich seit 1980 die Bestände von Agrarvögeln in ganz Europa halbiert. Auch vielen anderen Arten auf unseren Feldern ergeht es schlecht. Um diesen Trend aufzuhalten haben Forscher am ZALF in Müncheberg das Modellprojekt "Landschaft für Artenvielfalt" umgesetzt. Gemeinsam mit Ökolandbetrieben entwickelten sie 100 Naturschutzideen für den Acker. Maren Schibilsky berichtet.

  • Prof. Dr. Ralph Hertwig, Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin (Bild: MPIB/Bernhard Ludewig)

    Entscheidungen in Zeiten von alternativen Fakten

    Wie entscheiden wir Menschen? Was bildet die Grundlage für unsere Entscheidungen? Die sind ja oft nicht logisch und durchdacht, obwohl die Menschen rational in der Lage wären, Vor- und Nachteile abzuwägen. Für seine wegweisenden Arbeiten auf dem Gebiet der Psychologie des menschlichen Urteilens und Entscheidens bekam er in diesem Jahr den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der DFG, der Deutschen Forschungsgemeinschaft: Prof.  Dr. Ralph Hertwig, Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Thomas Prinzler hat mit Ralph Hertwig über die Entscheidungsfindung bei Jugendlichen und Erwachsenen in Zeiten von fake news und alternativen Fakten gesprochen.

  • Zwei Schulkinder kommen zur Grundschule Memmingen (Bild: imago/MiS)

    Wann sollte die Schule morgens anfangen?

    Es ist ein Dauerbrennerthema seit vielen Jahren: der Unterrichtsbeginn an Schulen. Der in Deutschland übliche Beginn 08:00 Uhr wird von vielen als zu früh angesehen - die Schüler seien unausgeschlafen und wenig konzentriert, und große Müdigkeit laufe der Leistungskurve der Kinder und Jugendlichen zuwider. Es gibt aber eine neue Studie zum Thema von Schlafforschern und Mathematikern aus den USA, die zu einem anderen Ergebnis kommt. Was sagt die Studie - wann sollte die Schule anfangen? Ein Gespräch mit rbb-Wissenschaftsredakteur Thomas Prinzler.

  • Thomas Prinzler mit an der Brille befestigter Kamera (Bild: Inforadio/Prinzler)

    HiTec für Blinde

    Weltweit wird danach geforscht, wie das Augenlicht durch technische Hilfsmittel ersetzt werden kann. Kameras werden mit einer komplizierten Elektronik mit dem Sehnerv verkoppelt - quasi zu künstlichen Augen. Doch diese Technologie ist noch weit entfernt von der Anwendung. Anders als die Entwicklung eines israelischen Startup-Unternehmers, der eine Brille zum Hören entwickelt hat. Thomas Prinzler hat sie getestet.

  • Transparentes Doppelhelix-Modell mit DNA-Code (Bild: imago/Ikon Images)

    Der Mensch ist mehr als seine Gene

    Was bestimmt das Aussehen und das Wesen von uns Menschen aber auch das von Tieren und Pflanzen? Lange Zeit dachten Wissenschaftler, es wären die Gene, es gäbe ein Gen für Intelligenz, Langlebigkeit oder Schönheit.  Doch inzwischen ist klar, Leben ist mehr als die Summe der Gene, das Leben prägt auch die Gene. Das ist auch der Untertitel des gerade erschienenen Buches von Peter Spork "Gesundheit ist kein Zufall". Darin geht es um die Epigenetik, um die Frage, wie Gene und Umwelt zusammen spielen. Und das ist auch Thema einer Studie einer interdisziplinären Arbeitsgruppe  der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften - und die ist spannend zu lesen, sagt Marie Wildermann.

  • Eine teilweise eingestürzte Kirche in Italien, Villa S.Antonio (Bild: imago/Pacific Press Agency DavidexFracassi)

    Naturgefahren erkennen, beobachten, begegnen

    Seit Montagabend ist Potsdam Treffpunkt von rund 600 Geowissenschaftlern aus aller Welt. Bis zum Donnerstag wird auf einer internationalen Fachtagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft über Naturgefahren wie Erdbeben oder Vulkanausbrüche diskutiert. Mit dabei ist auch Charlotte Krawczyk vom Deutschen Geoforschungszentrum Potsdam und deutschlandweit einzige  Professorin für Geowissenschaften an der TU Berlin,  jetzt zugeschaltet aus unserem Potsdamer Studio.  Irina Grabowski hat sie gefragt: "Offenbar sind die Geowissenschaften noch eine männliche Domäne. Haben Sie eine Erklärung dafür?"

  • Ein Arbeiter steht am 17.03.2017 vor einer leuchtenden Nachbildung des Planeten Erde in einem Ausstellungsraum des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam (Foto: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa)

    Die Ausstellung "Fokus: Erde" in Potsdam

    Seit 125 Jahren ist der Potsdamer Telegrafenberg Standort für ganz unterschiedliche Observatorien für Erd-, Wetter und Klimabeobachtung. Unter anderem zog damals  das in Berlin gegründete Königlich-Preußische Geodätische Institut dorthin. Nachfolger ist das Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ. Das wurde vor 25 Jahren auf dem Telegrafenberg gegründet und ist heute eines der weltweit führenden Geo-Forschungseinrichtungen. Geschichte und Geschichten der Potsdamer Geoforscher werden seit letzter Woche im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam gezeigt. Thomas Prinzler hat sich die Ausstellung angeschaut.

  • Prof. Dr. Ernst Peter Fischer, Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Universität Heidelberg (Bild: imago/Götz Schleser)

    Der Über-Alles-Bescheidwisser

    Es gibt wenige Autoren, die so produktiv sind wie Ernst-Peter Fischer, Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Seit über 30 Jahren schreibt er im Schnitt zwei Bücher pro Jahr. Und das sind keine Herz-Schmerz- oder Kriminalromane sondern Wissensbücher im wahrsten Wortsinn: Biographien unter anderen über den Molekularbiologen und Nobelpreisträger Max Delbrück, der in Pasadena sein Doktorvater war oder über Charles Darwin. Seine Bücher tragen Titel wie "Schrödingers Katze auf dem Mandelbrotbaum", "Das große Buch vom Leben", "Gott und die anderen Großen" - und sie sind unterhaltsam und für Laien verständlich. Thomas Prinzler hat mit Ernst-Peter Fischer über seine neuesten Bücher "Treffen sich zwei Gene" und "Gott und der Urknall" gesprochen, seinen Ruf als "Über-alles-Bescheid-Wisser" und über das Postfaktische in Wissenschaft und Gesellschaft.

  • Grüne Wiese in der Steiermark (Bild: imago stock&people/xKTHx ALLAT858607)

    Was ist eine Grüne Infrastruktur?

    Straßen, Schienen, Stromtrassen sind große Investitionsvorhaben in der Infrastruktur eines Industrielandes. Es gibt für sie, für Ausbau und Erhalt,  langfristige Pläne der Politik wie beispielsweise den Bundesverkehrswegeplan, der für einen Zeitraum bis 2030 gilt. Dies ist die so genannte graue Infrastruktur. Das Bundesamt für Naturschutz hat diese Woche nun ein Konzept für eine Grüne Infrastruktur vorgestellt. Da kann man vermuten, dass es um die Natur geht. Wissenschaftsredakteur Thomas Prinzler war bei der Präsentation des Konzeptes dabei, ist jetzt im Studio zur Antwort auf die Wissenswerte Frage der Woche: Was ist unter Grüner Infrastruktur zu verstehen? Wie passt grün und Infrastruktur zusammen?

  • Die Ilustration der Esa zeigt am 19.02.2016, wie das ExoMars 2016 Trace Gas Orbiter (TGO) durch die Atmosphäre des Mars fliegt (Bild: Esa/Atg Medialab/ESA/dpa)

    Himmlische Verunreinigungen

    Heute kommt ein Film in die Kinos, der den Albtraum von Weltraumwissenschaftlern widerspiegelt: Außerirdisches Leben gerät in Kontakt mit der Erde, und die Menschheit ist dieser Infektion schutzlos ausgeliefert. "Life" heißt der amerikanische Spielfilm, in dem erstmals Proben vom Mars auf die Internationale Raumstation zur Untersuchung gebracht werden. In ihr entdecken die Astronauten eine Lebensform, die sich als Bedrohung herausstellt. Dieses Szenario ist keinesfalls unrealistisch, wie Guido Meyer berichtet.

  • Kühe im Stall (Bild: imago/Westend61)

    Schneller, billiger, mehr - ein falsches Agrarsystem

    "Damit ich das neueste Handy kaufen kann und ein richtig fesches Auto fahren kann, darf das Lebensmittel nicht so teuer sein", sagt ein Agrarexperte im neuesten Film des österreichischen Dokumentarfilmers Robert Schabus. Der hat Landwirte nach ihrer Perspektive und ihren Hofwirtschaften gefragt. Im Ergebnis sind sich alle einig vom Biobauern bis zum konventionellen Agraringenieur: Schneller, billiger, mehr - so wird es nicht weitergehen. Es läuft etwas falsch. Alex Soyez hat mit Regisseur Robert Schabus über seinen Film "Bauer unser" gesprochen.

  • Karl Max Einhäupl beim Fototermin zur ARD TV-Serie Charite im East Hotel (Bild: imago/Future Image/H. Hartmann)

    Einhäupl: "Wir sind stolz, dass man bei uns gedreht hat"

    Was lange währt wird gut - so sagt man. Und ob es gut geworden ist, kann man am Dienstagabend sehen. Da gibt es im Ersten der ARD zwei Folgen einer sechsteiligen Serie über die Charité - nach über achtjähriger Vorbereitung. Der Chef der Charité, Prof. Karl-Max Einhäupl sagte im Inforadio, die Serie zeige ein "wunderbares Bild der desolaten sozialen Situation zu Ende des 19. Jahrhunderts".

  • Eine Karawane zieht in Dunhuang/China über eine Düne (Bild: Li Zuorong/SIPA Asia via ZUMA Wire/dpa)

    Chinas Kampf gegen Wüstensand

    Jedes Jahr frisst der Wüstensand in China tausende Quadratkilometer fruchtbares Ackerland. Die Landschaft verödet, ganze Dörfer müssen weichen, rund 400 Millionen Menschen sind betroffen. In mehreren Provinzen gibt es jedoch bereits Projekte gegen die Ausbreitung der Wüsten. In mühsamer Kleinarbeit bepflanzen die Menschen Sanddünen mit Pflanzen und Bäumen, um das Land wieder nutzbar zu machen. Es ist ein zäher Kampf gegen den Sand, wie ARD-Korrespondent Axel Dorloff berichtet.

  • Prof. Dr. Thomas Schnalke (Bild: Inforadio/Prinzler)

    Die Charite – der ARD-Film

    Charité heißt Barmherzigkeit, Nächstenliebe. Das 1710 als Pesthaus gegründete Klinikum in Berlin Mitte entwickelt sich zur international führenden medizinischen Einrichtung, zum berühmtesten Krankenhaus der Welt. Ende des 19. Jahrhunderts sind Namen wie Rudolf Virchow, Robert, Koch, Paul Ehrlich und  Emil von Behring  mit dem Krankenhaus verbunden. Letzterer erhielt 1901 den ersten Nobelpreis für Medizin, den später auch Koch und Ehrlich bekamen. Es war eine Zeit des Umbruchs und des rasanten medizinischen Fortschritts. Die neue ARD-Eventserie Charité erzählt in sechs Folgen Geschichten über Personen und Ereignisse aus dieser Zeit, angesiedelt im Jahr 1888. Wissenschaftlicher Berater der Serie war Prof. Thomas Schnalke, Direktor des Medizinhistorischen Museums der Charité, "des Museums zur Serie", wie er im Gespräch mit Thomas Prinzler sagt.

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Historische Zeichnung, 19. Jahrhundert, Revolte in einer fränkischen Stadt im 12. Jahrhundert (Bild: imago)

Umgeschichtet

Anhand von Reportagen, Gesprächen und Debatten widmet sich das Magazin dem Spannungsfeld zwischen gestern und heute. Umgeschichtet sucht nach dem Wirken von Strukturen, Institutionen und Weltanschauungen, will Vergangenes sinnlich erfahrbar machen und Denkanstöße geben. Außerdem: Veranstaltungs- und Lesetipps.