Wissenswerte

Die aktuelle Sendung

Infrarot-Teleskop Sofia an Bord der Boeing 747 (Bild: imago/StockTrek Images)

Lehrerfortbildung in der Stratosphäre

Würden Sie gerne einmal  in die Stratosphäre fliegen in rund 15 Kilometer Höhe? Vier Lehrer aus Deutschland hatten kürzlich die Chance, in einer umgebauten Boeing 747 von einer Militärbasis nördlich von Los Angeles zu einem Forschungsflug in die Stratosphäre zu starten. Das Flugzeug ist das fliegende Infrarot-Teleskop Sofia. Es liefert Aufnahmen, mit denen Erkenntnisse zur Entwicklung von Galaxien gewonnen werden können. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen der DLR und der NASA. Vor ein paar Tagen war die vierköpfige Lehrergruppe aus Deutschland an Bord des einzigen fliegenden Observatoriums. Sie haben unser Korrespondentin Nicole Markwald von ihrem Trip in die Stratosphäre berichtet.

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Wissenswerte im Gespräch

Prof. Dr. Matthias Freude (Bild:Inforadio/Prinzler)

Schwerter zu Pflugscharen - Militärgelände zu Naturparks

Vielen ist er ein noch ein Begriff: der Tierfilmer Heinz Sielmann, der am 2. Juni 100 Jahre alt geworden wäre. Von 1965 bis 1991 moderierte er seine "Expeditionen ins Tierreich" in der ARD. Und zunehmend wurde Sielmann vom Tierfilmer zum Naturschützer und gründete die Heinz-Sielmann-Stiftung. Diese setzte sich insbesondere in den neuen Bundesländern für die Umwandlung von Militärübungsplätzen in Naturreservate ein: Beispiel das Bombodrom in der Kyritz-Ruppiner Heide. Wegbegleiter dabei war Matthias Freude. Er und Michael Succow gelten als die Väter des Nationalparkprogramms der DDR, das zur Wendezeit erarbeitet wurde und die Vereinigung überstand. Matthias Freude ist heute Präsident des brandenburgischen Landesamtes für ländliche Entwicklung und Professor für Naturschutz in Eberswalde und Potsdam. Thomas Prinzler hat mit ihm über Sielmann, Feldlerchen und die Zukunft des Naturschutzes gesprochen.

Wissenswerte Spezial

Zwei Männer sitzen in einem Wagen an einem Seilzug über einem Fluss

Abenteuer Wissenschaft - Astronauten, Antarktis und Archäologie

Beim Einkauf, am Flughafen oder in der Mittagspause - Abenteuer kann man überall erleben. Das gilt natürlich auch für die Wissenschaft. Inforadio widmet sich deshalb den kleinen und großen Abenteuern, die die Wissenschaft zu bieten hat - sei es im Labor, im Gewächshaus oder in der afrikanischen Wüste. Spannend, sind sie alle.

Beitragsarchiv

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  • Ausgestellter Schädelknochen von Homo erectus (Bild: imago/imagebroker/wothe)

    Nicht out of Africa?

    El Greco - so müsste einer unserer Vorfahren heißen. Und der kommt nicht aus Afrika - sondern aus Griechenland und dem östlichen Mittelmeerraum. Tübinger Forscher haben in der vergangenen Woche diese neue These über unsere Vorfahren aufgestellt. Bisher ging man davon aus, dass der moderne Mensch aus Afrika stammt. Die Out-of-Africa-Theorie war die gängige Lehrmeinung. Das könnte sich jetzt ändern. Der Mensch könnte einen ganz anderen Ursprung als bisher gedacht haben, berichtet Markus Beschorner. Er war bei der Präsentation der neuen Erkenntnisse in der vergangenen Woche dabei.

  • Prof. Dr. Matthias Freude (Bild:Inforadio/Prinzler)

    Schwerter zu Pflugscharen - Militärgelände zu Naturparks

    Vielen ist er ein noch ein Begriff: der Tierfilmer Heinz Sielmann, der am 2. Juni 100 Jahre alt geworden wäre. Von 1965 bis 1991 moderierte er seine "Expeditionen ins Tierreich" in der ARD. Und zunehmend wurde Sielmann vom Tierfilmer zum Naturschützer und gründete die Heinz-Sielmann-Stiftung. Diese setzte sich insbesondere in den neuen Bundesländern für die Umwandlung von Militärübungsplätzen in Naturreservate ein: Beispiel das Bombodrom in der Kyritz-Ruppiner Heide. Wegbegleiter dabei war Matthias Freude. Er und Michael Succow gelten als die Väter des Nationalparkprogramms der DDR, das zur Wendezeit erarbeitet wurde und die Vereinigung überstand. Matthias Freude ist heute Präsident des brandenburgischen Landesamtes für ländliche Entwicklung und Professor für Naturschutz in Eberswalde und Potsdam. Thomas Prinzler hat mit ihm über Sielmann, Feldlerchen und die Zukunft des Naturschutzes gesprochen.

  • Ein Kabelbündel aus Glasfaserkabeln vor einer sogenannten Speedpipe (Leerrohr) für ein Glasfasernetzwerk (Bild: dpa-Zentralbild/Jan Woitas)

    Was kann das Deutsche Internet Institut leisten?

    Berlin wird zunehmend das digitale Zentrum der Republik: Nach der Etablierung des Einstein-Zentrums für Digitale Zukunft letzten Monat erhielt die Stadt diese Woche den Zuschlag für das Deutsche Internet-Institut. Sie hat sich damit gegen vier Mitbewerber – unter anderen München und Karlsruhe - durchgesetzt. Das Institut wird vom Bund für  fünf Jahre mit 50 Millionen Euro finanziert. Was bedeutet der digitale Wandel für die Gesellschaft? - ist die Kernfrage, der sich das Internet-Institut widmen soll. Aber was genau soll dieses Institut leisten? Die Frage der Woche beantwortet Wissenschaftsredakteur Thomas Prinzler.

  • Ein Goldsittich in der Voliere (Bild: Inforadio/Prinzler)

    Schönheit der Aras - Aufzuchtstation des ACTP

    Sie sind laut, schön, intelligent und bedroht - Aras. Seit Dienstag ist die Ausstellung zu diesen prächtigen Papageienvögeln im Berliner Naturkundemuseum geöffnet – der Ausstellungskurator war dazu zu Gast im rbb Inforadio. Von den insgesamt ehemals 19 Ara-Arten sind zwei bereits ausgestorben, die Hälfte der noch vorhandenen Arten ist aktuell bedroht, weil der Mensch den Lebensraum zerstört. Der Rettung der Aras hat sich die Naturschutzorganisation ACTP verschrieben. In Rüdersdorf bei Berlin unterhält sie eine von weltweit drei Aufzuchtstationen für einen ganz besonders bedrohten Ara. Thomas Prinzler hat die Station besucht.

  • Uwe Moldrzyk, Kurator der Ara-Ausstellung (Bild: Inforadio/Prinzler)

    Schönheit der Aras - und ihre Wichtigkeit für die Forschung

    Sie bestechen durch ihre farbenfrohe Schönheit und Intelligenz: die Aras, süd- und mittelamerikanische Papageien. Seit Dienstag ist ihnen im Berliner Naturkundemuseum eine eigene Ausstellung gewidmet. Hatten wir am Montag den Präparatoren des Museums über die Schulter geschaut, wollen nun vom Kurator der Ausstellung, Uwe Moldrzy, erfahren, warum das Naturkundemuseum eine Sonderausstellung zu den Aras gemacht hat.

  • Ein präparierter Ara (Bild: Museum für Naturkunde/Carola Radke)

    Schönheit der Aras - Dem Präparator über die Schulter geschaut

    Aras sind der Inbegriff eines Papageien. Sie sitzen bei Piraten auf der Schulter. Pippi Langstrumpf hatte einen. Und auch zwei Präparatoren des Berliner Naturkundemuseums haben ihr Herz an die bunten, intelligenten und größten Papageienvögel verloren. Auf Ihre Initiative hin zeigt das Museum für Naturkunde jetzt ab 23. Mai eine Sonderausstellung mit 60 spektakulär präparierten Aras. Maren Schibilsky hat die beiden Präparatoren in ihrer Werkstatt besucht.

  • Prof. Dr. Dr. Randolf Menzel (Bild: Inforadio/Prinzler)

    Über die Intelligenz der Bienen

    Sie gehören zu den am besten organisierten Tieren der Welt. Sie bilden Staaten, sie denken, planen und fühlen:  Bienen. Der Berliner Zoologe und Neurobiologe Randolf Menzel hat sein wissenschaftliches Leben der Erforschung der Intelligenz der Bienen gewidmet. "Wie finden und erkennen Bienen ihre Futterquellen? Wie merken sie sich, wo es etwas zu ernten gibt und wie stimmen sie sich mit ihren Schwestern ab, welche Blüten angeflogen werden sollen?" Instinkt oder Intelligenz, fragt Randolf Menzel, Professor für Neurobiologie an der FU Berlin. Sein gesammeltes Wissen hat er in einem Buch spannend und unterhaltsam ausgebreitet. Darüber hat Thomas Prinzler mit Randolf Menzel gesprochen.

  • drei Honigbienen im Flug (Bild: Imago Blickwinkel/H. Bellmann/F. Hecker)

    Sind Bienen intelligent?

    Nach Kuh und Schwein ist das dritthäufigste Haustier der Welt die Biene. Jetzt, wo es wärmer wird, schwirren sie aus, für viele Obstsorten allerdings zu spät.  Seit rund 40 Millionen Jahren bevölkern sie unsere Erde, allein in Deutschland gibt es etwa 800.000 Bienenvölker mit 40 Milliarden Bienen. Dass es ihnen schlecht geht, ist bekannt, Landwirtschaft und Umweltgifte vernichten ihren Lebensraum, die Varroamilbe bringt die Bienen um. Doch nicht darüber soll jetzt in der Wissenswerte Frage der Woche gesprochen werden. Es geht vielmehr darum, wie Bienen eigentlich ihren Weg finden? Wie sie sich in ihrem Staat organisieren, mit Königin, Arbeitern und Brutpflege? Wissenschaftsredakteur Thomas Prinzler ist wie immer freitags im Studio: Sind Bienen intelligent? Oder ist es nur Instinkt?

  • Professor Thomas Elsässer, Direktor Max Born Institut (Bild: Dieter Freiberg)

    Gemeinsam stark - Forschungsverbund Berlin

    Gemeinsam geht vieles besser - das gilt auch für die Wissenschaft. Und vielleicht ganz besonders für Berlin, wo es gleich vier Universitäten, viele kleinere Hochschulen und noch viel mehr Forschungseinrichtungen gibt. Acht solcher Institute, die außerhalb der Unis existieren, haben sich vor 25 Jahren zum Forschungsverbund Berlin zusammengeschlossen. Jetzt wird Jubiläum gefeiert. Im Studio ist der Physiker Prof. Dr. Thomas Elsässer, Direktor des Max-Born-Instituts für Nichtlineare Optik und Kurzzeit-Spektroskopie in Berlin-Adlershof, das zum Forschungsverbund Berlin gehört. Dietmar Ringel hat ihn gefragt: "Was genau machen Sie an Ihrem Institut?"

  • Ein Rentier-Männchen auf einer Wiese am Meer im norwegischen Tromsø (Bild: imago/blickwinkel)

    Norwegische Rentiere gefährdet

    In Norwegen müssen Tausende Rentiere erschossen werden, weil sie von einer unheilbaren und hoch ansteckenden Krankheit befallen sind: der chronischen Auszehrungskrankheit CWD (Chronic Wasting Disease). Die hat Rentier-Bestände weltweit erfasst, doch in Norwegen ist das Problem so groß, dass die Regierung zu dieser drastischen Maßnahme greifen musste. Unser ARD-Korrespondent für Nordeuropa, Carsten Schmiester, über die Hintergründe der Krankheit.

  • Sesame - Teilchenbeschleunigerröhre in Jordanien (Bild: Anna Osius)

    Lichtquelle zur Völkerverständigung

    Am Dienstag eröffnet König Abdullah II. von Jordanien das seit 20 Jahren geplante Forschungszentrum SESAME mit dem ersten Teilchenbeschleuniger der Region. Unter der Schirmherrschaft der UNESCO wird die Einrichtung getragen unter anderem von Jordanien, Ägypten, dem Iran, Israel sowie der Palästinensischen Autonomiebehörde, aber auch von der EU, Russland und den USA. Es soll ähnlich wie das Forschungszentrum CERN in der Schweiz durch Wissenschaftskooperation den interkulturellen Dialog fördern. ARD-Korrespondentin für den Nahen Osten, Anna Osius, hatte die Gelegenheit, die Forschungseinrichtung zu besuchen.

  • zwei Giraffenhaelse ragen aus einerm Gebuesch hervor, Kenia, Samburu (Bild: imago/blickwinkel)

    Stilles Sterben von Afrikas Giraffen

    Giraffen sind die größten landlebenden Säugetiere. Dennoch gehören sie nicht zu den Big Five, wie europäische Großwildjäger einst Elefant, Nashorn, Büffel, Leopard und Löwe bezeichneten. Das bezog sich auf die Schwierigkeit,  sie zu jagen.  Aber die majestätisch schreitenden gefleckten bis zu dreieinhalb Meter hohen Tiere fallen einem sofort ein, wenn man an die Tierwelt Afrikas denkt. Und doch sind sie bedroht. Linda Staude berichtet aus Nairobi über das stille Sterben der Giraffen.

  • Prof. Dr. Volker Haucke (Bild: Inforadio/Prinzler)

    Der Wirkstoffjäger

    Wie werden eigentlich Signale im Gehirn weiter gegeben? Welche Zellen und Botenstoffe sind dabei aktiv und was bewirken sie? Fragen wie diesen geht der Biochemiker Volker Haucke nach. Er will diese molekularen Mechanismen verstehen und damit die Grundlagen für Anwendungsmöglichkeiten schaffen. Zukünftig sollen Medikamente nicht breit gestreut wie eine Schrotflinte wirken, sondern Wirkstoffe sollen zielgenau an Zellen und Molekülen andocken als molekulare Taxis. Verbunden damit ist die Hoffnung auf Heilung von so genannten neurogenerativen Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson oder auch Krebs.

  • Vollmond am Himmel (Bild: imago/Bildwerk)

    Kann man aus Staub eine Mondstation bauen?

    Vor 48 Jahren, am 21. Juli 1969, betrat mit Neil Armstrong der erste Mensch den Mond. Sein Kommentar: "Das ist ein kleiner Schritt für den Menschen und ein riesiger Sprung für die Menschheit." Viele Jahre wurde der Mond danach vernachlässigt - jetzt gerät er wieder in den Fokus der Forschung. Google finanziert eine Mondmission, aber auch Japan, Russland und Europa haben den Erdtrabanten für sich entdeckt.

  • Alte Frau mit rotem Kopftuch und mit vielen Falten im Gesicht (Bidl: imago/imagebroker )

    Wie man uralt werden kann

    Wie alt können wir maximal werden? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler auf der ganzen Welt. Sie forschen nach dem so genannten "Unsterblichkeitsgen". Es ist zwar erwiesen, dass es kein einzelnes Gen für das Altwerden gibt, aber wie Zellen lange aktiv bleiben und sich immer wieder erneuern können und welche Gene da mitspielen, darüber gibt es viele Erkenntnisse. Auch am Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie in Berlin Buch. Den Direktor der Einrichtung, Prof. Dr. Volker Haucke, hat Thomas Prinzler zum Gespräch getroffen.

  • Molekül-Muster über dem Profil einer Frau (Bild: imago/Ikon Images)

    Sprache in den Genen?

    Ein herausragendes Merkmal von uns Menschen ist die Sprache. Wir können miteinander reden und Informationen austauschen. Auch manche Tiere können das - beispielsweise verständigen sich Vögel oder Wale miteinander. Aber warum können nur wir Menschen sprechen? Liegt das an den Genen? Dazu gibt es am Mittwochabend in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften einen Vortrag von  Prof. Constance Scharff, sie ist Verhaltensbiologin an der FU Berlin. Von ihr wollte Heiner Martin wissen, ob wir Menschen ein Sprach-Gen haben.

  • Gerodetes Mahagony-Holz liegt zugeschnitten zum Abtransport bereit im Regenwald des Manu Nationalparks in Peru (Bild: imago/Photoshot/Balance)

    Klangstark ohne Tropenholz

    Viele Musikinstrumente bestehen aus Tropenhölzern. Doch die sind auf dem Markt für Instrumentenbauer immer schwieriger zu haben. Der Handel mit Palisander- oder Mahagoniholzarten unterliegt aus Schutzgründen immer stärkeren Beschränkungen. Diese Tropenhölzer durch heimische Hölzer zu ersetzen, war bislang keine Alternative, da die Instrumente am Ende anders klingen. Jetzt haben Eberswalder Forscher eine Gitarre aus heimischen Hölzern entwickelt, die in ihrem Klang den Gitarren aus Tropenholz in nichts nachsteht. Maren Schibilsky hat hinter das Geheimnis geschaut.

  • Zwei Spitzmaulnashörner stehen unter Bäumen (Bild: Jan-Philippe Schlüter)

    Wie das Nashorn zurück nach Botswana kam

    Werfen wir einen Blick in die Tierwelt im Süden Afrikas. 'Ausgerottet'  -  das war vor 25 Jahren der Status des Spitzmaulnashorns in Botswana. Schuld daran waren unkontrollierte Jagd und Wilderei. Doch dann hat die Regierung die Notbremse gezogen: Die Wilderei wurde intensiv bekämpft. Gleichzeitig wurde in den letzten Jahren ein Mega-Umzug durchgeführt: Dutzende von Nashörnern wurden per LKW und Flugzeug von Südafrika nach Botswana gebracht, um dort eine neue Population zu gründen. Jan-Philippe Schlüter war im Okavango Delta, um sich auf die Suche nach den importierten Nashörnern zu machen.

  • Prof. Dr. Bernd Hansjürgens, Helmholtzzentrum für Umweltforschung (Bild: UFZ)

    Was kostet die Natur?

    "Geld wächst auf den Bäumen" hieß es in einem TV-Bericht von 3Sat-Nano über Bernd Hansjürgens. Der Professor für Umweltökonomik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Leiter Abteilung Umwelt am Leipziger Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung will allerdings nicht an jeden Baum ein Preisschild nageln. Er will das Bewusstsein der Gesellschaft schärfen für den Wert der Natur. Über Ökosystemleistungen  hat Thomas Prinzler mit Bernd Hansjürgens gesprochen.

  • Gegen die Gletscherschmelze eine Plane auf dem Eis (Bild: imago/Geisser)

    Warum gibt es keine Erwärmungspause?

    Die globale Erwärmung stagniert - oder vielleicht doch nicht? Immer wieder gab und gibt es Meldungen rund um eine Erwärmungspause, offenbar auch gern aufgegriffen, um Klimapolitik und notwendiges Handeln in Frage zu stellen - nicht nur aber besonders in Amerika. Da bezweifelt ja der Präsident höchst selbst den Klimawandel und den menschlichen Einfluss darauf. Gestern nun wurde eine Studie Schweizer Wissenschaftler veröffentlich, die besagt, dass es keine solche Pause gäbe. Warum nicht? Dazu ist unser Wissenschaftsredakteur Thomas Prinzler im Studio, wie immer freitags steht die Wissenswerte-Frage der Woche an: Warum gibt es keine Erwärmungspause?

  • Computertaste mit der Aufschrift Cyberattacke (Bild: imago/McPHOTO)

    Cyberattacken: "Es gibt eine riesige Dunkelziffer"

    Am Potsdamer Hasso-Plattner-Institut wird gerade zwei Tage lang über den Schutz vor Cyberattacken konferiert – und das scheint auch bitter nötig: Bundestagsabgeordnete werden aus Russland gehackt, Daten vom Server gezogen, die Bundeswehr eröffnet ihr eigenes Cyber-Kommando und die deutsche Wirtschaft beziffert die Schäden durch Cyberattacken auf 50 Milliarden Euro jährlich. Diese Schätzung hält HPI-Direktor Christoph Meinel sogar noch für moderat.

  • Prof. Johan Rockström, Director Stockholm Resilience Centre (Bild: Inforadio/Prinzler)

    Planetare Grenzen

    Den Meeren und der Erde insgesamt geht es nicht besonders gut: Die Menschen machen dem Heimatplaneten ganz schön zu schaffen. Woran aber kann man erkennen, ob Planet Erde belastet oder schon überlastet ist? Ist diese Belastung messbar? Johan Rockström, weltweit renommierter Professor für globale Nachhaltigkeit an der Universität Stockholm, bejaht diese Frage. Er entwickelte das System der planetaren Grenzen, der Belastungsgrenzen der Erde. Letzte Woche war er in Berlin - und Thomas Prinzler hat mit ihm gesprochen.

  • besendeter Rothirsch (Bild: Koehnemann/Michler Gillich)

    Von Hirschen und Wölfen in Brandenburg

    Wolfsrudel haben sich in vielen Gegenden Deutschlands angesiedelt. Doch bisher weiß man wenig über ihr Jagdverhalten in den neuen Revieren. Wildbiologen der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde gelang es erstmalig in Deutschland, Rotwild und Wolf im selben Gebiet mit GPS-Sendern auszustatten. Jetzt erforschen sie auf der 2.600 Hektar großen Naturerbefläche 'Glücksburger Heide' im Landkreis Wittenberg, wie sich Rotwild und Wolf zueinander verhalten. Maren Schibilsky hat die Forscher getroffen.

  • Podium v.l.n.r Thomas Prinzler, Antje Boetius, Ulrich Bathmann und Sebastian Unger (Bild: Annette Kleffel)

    Kraken, Korallen und Plastikstrudel – Lebensraum Ozean

    Seegurken, Peitschenangler oder Vampirtintenfisch – seltsame Namen für die skurrilen Lebewesen der Tiefen der Ozeane. Eine Wunderwelt tut sich auf in den Meeren dieser Welt, dem größten Lebensraum des Blauen Planeten, der zwei Drittel der Erdoberfläche bedeckt. "Es geht um das Unbekannte und teilweise das Unbegreifliche“, sagt die Meeresbiologin und Tiefseeforscherin Antje Boetius. Doch das dunkle Paradies ist bedroht: Der Mensch fischt die Ozeane leer, benutzt sie als Müllkippe, beutet sie rücksichtslos aus. Und auch der Klimawandel verändert die marinen Ökosysteme dramatisch. Der Treffpunkt Wissenswerte.

  • Eine Plastiktüte schwimmt im Meer (Bild: imago/Bluegreen Pictures)

    Wie geht es den Ozeanen?

    2017 ist  das Wissenschaftsjahr der Meere und Ozeane. Bundesweit gibt es dazu viele Aktionen - auch  in der Potsdamer Wissenschaftsetage. Dort findet gerade eine Themenwoche mit einer Ausstellung statt. Aus diesem Anlass veranstaltete rbb Inforadio dort am Donnerstag eine Diskussion der Reihe "Treffpunkt Wissenswerte". Das Thema: Kraken, Korallen und Plastikstrudel. Vom Moderator der Gesprächsrunde, rbb Inforadio-Wissenschaftsredakteur Thomas Prinzler, wollte Irina Grabowski wissen, wie die Experten den gegenwärtigen Zustand der Ozeane einschätzen.

  • Auf einem Teller liegt ein Stück Fleisch in dem zwei Spritzen stecken (Bild: imago/Andreas Schaad)

    Keime, die krank machen

    Immer wieder sind Krankheitskeime und Bakterien in den Schlagzeilen. Diese kleinen Lebewesen finden sich überall in der Natur - in Mensch und Tier. Gegen ihre krankmachende Wirkung helfen Antibiotika. Doch ein Zuviel dieser Medikamente führt zu Resistenzen. Seit Mittwoch findet am Berliner Bundesinstitut für Risikobewertung ein dreitägiges Symposium statt. Es bildet den Abschluss von zwei großen Forschungsprojekten, die sich mit der Entwicklung und Ausbreitung antibiotikaresistenter Keime und Krankheitserreger bei Nutz- und Haustieren befassten. Ein besonderes Augenmerk galt deren Auswirkungen auf den Menschen. Ein Bericht von Peter Kaiser.

  • Stadtautobahn Berlin A 100, mit 932 Meter ist die Rudolf-Wissell-Brücke die längste Brücke Berlins (Bild: imago/Jürgen Ritter)

    Wenn Brücken sprechen...

    Berliner Autofahrer können ein Lied davon singen: Immer wieder werden Brücken gesperrt, weil sie marode sind. Von den 821 Berliner Brücken sind 79 in schlechtem Zustand und müssen instand gesetzt werden. So zurzeit die Bösebrücke oder die Salvador-Allende-Brücke. Oftmals kommt die Erkenntnis über den maroden Zustand spät und überraschend. Wissenschaftler der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Berlin haben nun ein Verfahren entwickelt, das eine kontinuierliche Brückenprüfung ermöglicht. Es wird gerade auf der Hannover-Messe vorgestellt. Thomas Prinzler hat sich erklären lassen, wie zukünftig  Brücken kommunizieren könnten.

  • Ein einzelner Baum steht auf einer Wiese (Bild: Lino Mirgeler/dpa )

    Forschen für Nachhaltigkeit

    2017 ist ein Jahr der Jubiläen - auch für Eberswalde. Im April 1992 erfolgte dort die Gründung der Fachhochschule Eberswalde - heute  Hochschule für nachhaltige Entwicklung, HNE. Es handelte sich aber - genau genommen - vor 25 Jahren um eine Wiedergründung, denn Eberswalde ist seit knapp 200 Jahren Wissenschaftsstandort. Dort wurde mit Hilfe von Alexander von Humboldt die Höhere Forst-Lehranstalt gegründet, deren Nachfolgeeinrichtung 1963 von der DDR-Führung geschlossen wurde. Am Dienstag feiert die HNE ihren Geburtstag. Irina Grabowski sprach mit dem Präsidenten der Hochschule, Prof. Wilhelm-Günther Vahrson, über die genauen Studieninhalte an der Hochschule.

  • Das am 13.07.2013 von der Raumsonde «Cassini» aufgenommene Handout-Foto der Nasa zeigt den Planeten Saturn mit seinen Ringen (Bild: NASA/dpa)

    Cassini-Mission geht auf die Zielgerade

    Erinnern Sie sich an das Jahr 1997? Lady Di stirbt bei einem Verkehrsunfall, Bundespräsident Roman Herzog mahnt einen Ruck durch Deutschland an, Hongkong wird an China zurückgegeben und Harry Potter und der Stein der Weisen erscheint. So lange ist es auch her, dass sich eine Raumsonde auf dem Weg zu einem Ziel machte, das ungefähr eine Milliarde Kilometer weit weg ist: Die US-Raumfahrtbehörde NASA schickte 1997 Cassini auf den Weg zum Ringplaneten Saturn mit seinen Monden. Nach 20 Jahren erfolgreicher Mission hat jetzt das letzte Stündchen für Cassini geschlagen. Ein Bericht von Guido Meyer.

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Historische Zeichnung, 19. Jahrhundert, Revolte in einer fränkischen Stadt im 12. Jahrhundert (Bild: imago)

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Anhand von Reportagen, Gesprächen und Debatten widmet sich das Magazin dem Spannungsfeld zwischen gestern und heute. Umgeschichtet sucht nach dem Wirken von Strukturen, Institutionen und Weltanschauungen, will Vergangenes sinnlich erfahrbar machen und Denkanstöße geben. Außerdem: Veranstaltungs- und Lesetipps.