#dasbrauchtdeutschland - sechs Orte (Bild: rbb/imago)
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"Ihr kümmert Euch nicht um uns" oder "Was wir brauchen, interessiert sowieso keinen" - Vorwürfe dieser Art hören Politiker in den letzten Jahren von immer mehr Menschen. Inforadio will im Jahr der Bundestagswahl wissen, wie Politik ankommt - oder eben gerade nicht. Deshalb fragen Reporterinnen und Reporter nach. Bis September werden sie in Moabit, Herzberg, Staaken, Bad Freienwalde, Kleinmachnow und Oberschöneweide unterwegs sein. Sechs Orte: Was die Bürger dort erwarten - mit welchen Problemen sie kämpfen - und wie sie sich engagieren.

Machnower Schleuse im Teltowkanal (Bild: imago/Jürgen Heinrich)

#dasbrauchtdeutschland - Begütertes Kleinmachnow

Kleinmachnow könnte mittlerweile auch Großmachnow heißen - die Gemeinde wächst und wächst. Denn: Kleinmachnow liegt im Speckgürtel - das gefällt vielen, die in Berlin arbeiten, aber im Haus mit Garten wohnen wollen. Und die Gemeinde hat hochwertige Häuser und Villen zu bieten. So hat sich die Einwohnerzahl in den letzten 25 Jahren verdoppelt.

Straßenecke in Berlin-Moabit

#dasbrauchtdeutschland - Moabit ist Multikulti

Moabit liegt mittendrin in Berlin - der Ortsteil gehört ja auch zum Bezirk Mitte. Schon x-mal wurde Moabit seit der Wende als neuer Trendbezirk vorhergesagt - eingetreten ist das noch nicht. Aber es hat sich schon viel geändert in den letzten Jahren. Mehr Bars und Cafés und damit auch steigende Wohnungspreise. Und noch etwas wächst: der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund - er liegt jetzt bei fast 50 Prozent.

Hochhäuser in der der Rudolf-Wissel-Siedlung in Staaken (Bild: imago/Schöning)

#dasbrauchtdeutschland - Staaken hat zwei Gesichter

Staaken gehört zum Berliner Bezirk Spandau und liegt ganz im Westen der Stadt. Fast 45.000 Menschen wohnen hier - in Hochhäusern oder kleinen Einfamilienhäusern. Die Heerstraße geht als große Verkehrsachse mitten durch den Ortsteil. Ansonsten bietet Staaken aber auch viel Grün - selbst zwischen den Hochhäusern, in denen die soziale Gerechtigkeit die Menschen besonders beschäftigt.

Marktplatz Herzberg (Bild: imago/Rainer Weisflog)

#dasbrauchtdeutschland - Leere Schaufenster in Herzberg

Herzberg ist nur zwei Jahre jünger als Berlin - urkundlich erwähnt zum ersten Mal im Jahr 1239. Hier leben gut neuntausend Menschen, Tendenz sinkend. Die Kreisstadt an der Schwarzen Elster liegt im Süden Brandenburgs, im Landkreis Elbe-Elster. Nach Sachsen und Sachsen-Anhalt kann man locker mit dem Rad fahren. Natur gibt es genug.

Zahlen, Daten, Fakten

Symbol Säulendiagramm (Bild: imago/Imagebroker)
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#dasbrauchtdeutschland - Wie alt? Wie beschäftigt? Wie teuer?

Drei Berliner Kieze: Moabit, Oberschöneweide, Staaken. Und drei Kleinstädte und Gemeinden in Brandenburg: Bad Freienwalde, Herzberg (Elster), Kleinmachnow. Sechs Orte im Vergleich -  Durchschnittsalter, Arbeitslosigkeit oder Mietpreise. Und: Wie haben die Menschen in den jeweiligen Orten bei der letzten Bundestagswahl abgestimmt?

Schloss in Bad Freienwalde (Bild: imago/Joachim Schulz)

#dasbrauchtdeutschland - Bad Freienwalde wird immer älter

Gut 12.000 Menschen leben in der Kleinstadt im Oderbruch, nordöstlich von Berlin im Landkreis Märkisch-Oderland. Sie halten viel auf ihr staatlich anerkanntes Moorheilbad. Doch Steuereinnahmen für wichtige Investitionen fehlen, weil immer mehr Menschen wegziehen. Polen ist nur zehn Kilometer entfernt, nach Berlin gibt es keine durchgehende Zugverbindung. Eine Sorge hier: Wo kommt der Nachwuchs her?

Oberschöneweide, Wilhelminenhofstraße (Bild: imago/Jürgen Ritter)

#dasbrauchtdeutschland - Oberschöneweide in der Zwischenzeit

Oberschöneweide ist einer von 15 Ortsteilen in Treptow-Köpenick - dem südlichsten und östlichsten Berliner Bezirk. Ein Ortsteil mit bewegter Vergangenheit, denn die AEG machte Oberschöneweide zu einem wichtigen Fabrikquartier in Deutschland. Und ein Ortsteil mit hoffnungsvoller Zukunft, denn Oberschöneweide ist immer beliebter bei jungen Neu-Berlinern und Studierenden: Oberschöneweide im Wandel.

10 Ideen - Das braucht Deutschland (Bild: rbb/Freiberg/Grischek)
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10 Ideen - Das braucht Deutschland

Zehn kluge Köpfe beziehen im Inforadio Stellung zur gesellschaftlichen Lage. Künstler, Publizisten und Wissenschaftler wie Anna Thalbach, Ulrich Wickert, Nico Hofmann, Smudo, Klaus Töpfer oder Sineb El Masrar formulieren ihren persönlichen Standpunkt: Was braucht Deutschland? Offenheit oder Abgrenzung, Miteinander oder Konfrontation? Das Ziel: Eigene Ideen formulieren, statt sichauf gängige Parolen zu verlassen. Hier auf inforadio.de können Sie alle Interviews nachhören, nachlesen und kommentieren!