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Die aktuelle Sendung

Afghanische Sicherheitskräfte nach einer Bombenattacke in Afghanistans Hauptstadt Kabul
imago/Xinhua

Afghanistan: Schleichender Niedergang

In Afghanistan ereignet sich fast täglich irgendwo ein tödlicher Zwischenfall. Die Bilanz aus fünf Tagen in diesem Herbst: Dänische Panzerfahrzeuge werden angegriffen. Eine Bombe explodiert vor einer schiitischen Moschee. Raketen hageln auf den Flughafen. Nasima hat am 31. Mai so ähnlich ihren Ehemann verloren. Er war eines von 150 Todesopfern des Anschlags vor der deutschen Botschaft. Seitdem geht es mit der 40-Jährigen und ihren vier Kindern stetig bergab, denn der Ernährer der Familie fehlt jetzt. Jürgen Webermann, ARD-Korrespondent für Afghanistan, hat die Witwe getroffen und dabei unter anderem erfahren, wie es denen geht, die normalerweise nicht in den Meldungen auftauchen, nämlich den Angehörigen der Opfer.

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Bedingungsloses Grundeinkommen: Geldbörse mit 560 Euro
imago/Christian Ohde

Finnland testet bedingungsloses Grundeinkommen

Vermutlich gibt es hierzulande genauso viele Befürworter wie Gegner eines bedingungslosen Grundeinkommens für alle. In Finnland hat man dieses Experiment nun gewagt: Seit Anfang des Jahres erhalten 2.000 ausgewählte Finnen ein Grundeinkommen von 560 Euro - egal, ob sie arbeiten oder nicht. Und ohne Nachweise und Kontrollen. Nach zwei Jahren will die Regierung dann beurteilen, welche Vor- und Nachteile sich aus dem bedingungslosen Grundeinkommen ergeben haben. Jetzt ist quasi Halbzeit - eine gute Gelegenheit für ein erstes Fazit. ARD-Korrespondentin Sabine Adler hat sich in Finnland umgehört und mit Beteiligten an diesem Experiment gesprochen.

Sendungsarchiv

"Ja zum Frieden", Versammlung zur Unterschrift des Friedensabkommens in Bogotá
Camilo Ara

Kolumbien: Friedensprozess mit Rückschlägen

Vor einem Jahr unterzeichneten die kolumbianische Regierung und Lateinamerikas älteste und größte Guerillabewegung FARC nach vierjährigen Verhandlungen ein Friedensabkommen. Die FARC legte ihre Waffen nieder und stellte sich als Partei neu auf. In den Verhandlungen mit der zweitgrößten Guerilla ELN konnte ebenfalls ein Waffenstillstand erreicht werden, und auch die Paramilitärs kündigten jetzt ihre Bereitschaft zur Entwaffnung an. Anja Heuft ist Leiterin des GIZ-Projekts "ProPaz". Über aktuelle Entwicklungen spricht mit ihr Gabriele Heuser.

Übersicht über das Rohingya-Flüchtlingslager Thaingkhali (Bangladesch)
dpa

Rohingya: Verfolgt, vertrieben, verarmt

Der Flüchtlingsstrom der Rohingya nach Bangladesch hält an. Das Leid ist riesig, die einzelnen Schicksale sind erschütternd. Bangladesch will nun eines der größten Flüchtlingscamps bauen, obwohl die Rohingya nicht auf lange Sicht im Land bleiben sollen. Bangladesch ist überfordert. Es ist halb so groß wie Deutschland, hat aber doppelt so viele Einwohner. Nach dem heftigen Monsun im Sommer lag ein Drittel des Landes komplett unter Wasser. Aus Bangladesch und Myanmar berichten die ARD-Korrespondentinnen Silke Diettrich und Lena Bodewein.

Unruhen im Westjordanland
imago stock&people

70 Jahre nach dem UN-Teilungsbeschluss: Israelis und Palästinenser im Dauerkonflikt

Am 29. November 1947, vor ziemlich genau 70 Jahren, scheint für Juden auf der ganzen Welt ein Traum in Erfüllung zu gehen: Die Vollversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet den Teilungsplan für Palästina und beschließt, dass in dem circa 25.000 Quadratkilometer umfassenden Territorium mit einer Bevölkerung von 1,3 Millionen Arabern und etwas mehr als 600.000 Juden  ein arabisch-palästinensischer und ein jüdischer Staat entstehen sollen. Es war der Beginn des Staates Israel. Doch der Traum von einer friedlichen Teilung des Landes hat sich bis heute nicht erfüllt. Im Gegenteil. Was davon übrig ist, hat ARD-Korrespondent für die Region, Benjamin Hammer, versucht herauszufinden.

Sturmschäden nach dem Hurricane Irma in San Juan, Puerto Rico
imago/Agencia EFE

Zerstörtes Paradies: Klimawandel in der Karibik

Zwei Monate nach den beiden Monsterstürmen Irma und Maria ist die Reise in die Karibik eine Reise ins Katastrophengebiet. Puerto Rico ist ohne Strom, Barbuda evakuiert, und in Sint Maarten sind 95 Prozent aller Gebäude beschädigt. Die Natur erholt sich schnell von den Wirbelstürmen und passt sich an veränderte Wetterbedingungen an - die Menschen in der Karibik nicht. Sie sind die Leidtragenden des Klimawandels. Auf ihren kleinen Inseln sind sie den immer stärkeren Wirbelstürmen schutzlos ausgesetzt.

Saad Hariri kommt zurück in den Libanon (22.11.2017, Beirut)
imago/Le Pictorium

Die wechselvolle Lage im Libanon

Die Mutter aller Machtkämpfe - so nennen Politikwissenschaftler die Rivalität zwischen Iran und Saudiarabien im Nahen Osten: Araber gegen Perser kämpfen seit mehr als tausend Jahren und bis heute ist das Ringen der beiden Staaten um Macht und Einfluss ein Muster hinter zahlreichen regionalen Konflikten,  die immer wieder zu Kriegen und Katastrophen führen, aktuell zu sehen in Syrien und im Jemen. Auch der Libanon rutscht derzeit immer tiefer in die politische Krise. In Beirut, der Hauptstadt des Landes, ist ARD-Korrespondentin Anne Allmeling unterwegs, und erklärt im Gespräch mit Samuel Jackisch, was hinter dem Konflikt zwischen Saudiarabien und Iran steckt.

Ein nordkoreanischer Militärposten ist von Paju (Südkorea) aus zu sehen.
AP

Nordkorea aus südkoreanischer Sicht

Seit dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1989 gilt die Grenze zwischen Nord- und Südkorea als die bestbewachte der Welt. 248 Kilometer lang und vier Kilometer breit trennt sie die Kontrahenten am 38. Breitengrad. Mit gemischten Gefühlen verfolgen die Menschen im Süden die Machtdemonstrationen des nordkoreanischen Staatschefs Kim Jong Un. Dessen Atomprogramm beunruhigt die gesamte Pazifikregion, aber wie erst die, die am nächsten dran sind: die Südkoreaner? Jürgen Hanefeld, ARD-Korrespondent in Ostasien, hat sich in Südkorea umgehört.

Der konservative Sebastian Pinera tritt am 30.10.2017 bei einer Wahlveranstaltung in Santiago (Chile) auf.
Agencia Uno

Chile vor der Präsidentschaftswahl

Chile gilt als Vorzeigeland in Südamerika. Knapp 20 Jahre nach Ende der Diktatur scheint die junge Demokratie stabil, die Wirtschaft wächst, Unternehmer haben Sicherheit und der Lebensstandard ist gestiegen. Und trotzdem macht sich Frust breit. Die angekündigten Reformen unter der scheidenden Präsidentin Michelle Bachelet kamen nur schleppend voran. Noch immer ist Chile geprägt von großer sozialer Ungleichheit sowie hoher Verschuldung und Korruptions-Skandale haben das Vertrauen in die Politiker insgesamt ausgehöhlt. ARD-Korrespondentin Anne Herrberg ist vor der Präsidentschaftswahl durch ein Land gereist, durch das sich tiefe Gräben ziehen.

Donald Trump umarmt eine US-amerikanische Flagge
AP/Keystone

Ein Jahr Trump - ein Jahr voller Rückschritte

Vor genau einem Jahr wurde Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt - es war eine Überraschung und eine Erschütterung unseres politischen Systems. Was hat sich seitdem verändert, wie hat sich das Verhältnis zwischen Deutschland, Europa und den USA verändert? Darüber hat Inforadio-Redakteurin Jana Ebert mit Rüdiger Lentz gesprochen, dem Leiter des Aspen Institute Deutschland, das sich für die transatlantische Gemeinschaft einsetzt.

Die weltgrößte Photovoltaik-Anlage in Huainan, China
imago/Xinhua

China: Riesige Solarkraftwerke und dreckige Kohle

Seit 6. November tagt in Bonn die Weltklimakonferenz. Entscheidender Faktor bei den Verhandlungen ist China. Zwar treibt die Staatsführung in Peking den Ausbau von Solar- und Windenergie massiv voran, und Umweltschützer sagen: Das Glas ist eher halbvoll. Trotzdem ist dreckige Kohle immer noch der mit Abstand wichtigste Energieträger Chinas. Millionen von Jobs hängen direkt oder indirekt an der Kohle. ARD-Korrespondent Steffen Wurzel berichtet aus Anhui und Shanxi in China.

Der Winterpalast (Eremitage) in St. Petersburg (Russland) ist am 25.10.2017 anlässlich der bevorstehenden Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution rot illuminiert.
AP

100 Jahre Oktoberrevolution - und keine Aufarbeitung

Vor 100 Jahren fand in Russland die Oktoberrevolution statt - ein Ereignis, das ganz Europa in seinen Grundfesten erschütterte. Die Zarenfamilie wurde ermordet, und die Kommunisten übernahmen die Macht. Für Millionen von Menschen änderte sich damals das Leben von Grund auf: Wirtschaft, Gesellschaft, Lebensumstände - nichts blieb, wie es zuvor für Hunderte von Jahren gewesen war. Was ist heute noch geblieben von dieser dramatischen Umwälzung - und wie steht das heutige Russland zu den Ereignissen von 1917?

Weltsichten spezial

Blick auf das Regierungsviertel in Berlin
imago/Rolf Zöllner

- Deutschland - die Außenansicht

Nicht nur Deutschland schaut auf den neu gewählten Bundestag - rund um den Globus wird gespannt verfolgt, wer nun in Berlin welche Weichen stellt und wer mit wem regieren wird. Wie sieht die Welt Deutschland und seine internationale Rolle? Welche Erwartungen haben die direkten Nachbarn, welche Vorbehalte? Deutschland, die Außenansicht: Ein Weltsichten spezial im Inforadio am Tag der Deutschen Einheit.

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Gabriele Heuser (Bild: Dieter Freiberg)
(Bild: Dieter Freiberg)

Aus der Praxis der GIZ

Auslandsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter der Deutschen Gesellschaft für Internantionale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH berichten von ihrer Arbeit in Entwicklungs- und Transformationsländern. Abseits der üblichen Berichterstattung präsentiert Gabriele Heuser Länder, die im Fokus der Nachrichten stehen, aus einem anderen Blickwinkel.

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Die Sendung gegen Heimweh und Fernweh: Das Reisemagazin im Inforadio erkundet exotische Ziele in weiter Ferne ebenso wie sehenswerte Orte in der unmittelbaren Umgebung.