Weltsichten

Die aktuelle Sendung

Kinder spielen in der Nähe eines Sets von olympischen Ringen am Strand von Copacabana in Rio de Janeiro (Bild: dpa)

Die Krisen-Spiele

Der 2. Oktober 2009 war der Moment, in dem Brasilien endlich "das Land der Zukunft" sein durfte: Rio de Janeiro wurde ausgewählt, die Olympischen Sommerspiele 2016 auszutragen - zwei Jahre, nachdem Brasilien bereits den Zuschlag für die Fußballweltmeisterschaft bekommen hatte. Freudentaumel unter dem Zuckerhut, Brasilien war aufgestiegen in die Liga der Global Players. Vielen Einwohnern von Rio de Janeiro ist jedoch die Lust auf Olympia längst vergangen. ARD-Korrespondentin Anne Herrberg sammelte Eindrücke in einer höchst verunsichertenOlympia-Stadt

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Symbolbild für die Abgrenzung Europas (Bild: imago/Martin Bäuml Fotodesign)

"Zäune bauen ist keine Lösung"

Bundeskanzlerin Merkel hat in der Bundespressekonferenz am 28. Juli sinngemäß gesagt: Ich stehe zu meinen Entscheidungen in der Flüchtlingspolitik im letzten Sommer - und sie bleibt dabei: Wir schaffen das. Zum ersten Mal hat sie diesen Satz vor knapp einem Jahr gesagt. Damals hat die große Welle der Hilfsbereitschaft ihren Anfang genommen - aber auch Unsicherheit und Ablehnung gegenüber Flüchtlingen. Viel ist seitdem passiert in Deutschland, das eine zentrale Rolle in der Flüchtlingskrise gespielt hat - auch Österreich. Dort hat die Regierung früh andere Töne als die Kanzlerin angeschlagen. Ein Gespräch mit Ralf Borchard, ARD-Korrespondent im Studio Wien, über die Ereignisse letzten Sommer und die gegenwärtige Situation.

Sendungsarchiv

Waffenruhe in Südsudan (16.07.16): UN-Friedenshelfer in der südsudanesischen Stadt Juba (Bild: imago/Xinhua)

Krise im Südsudan

Über das Drama des syrischen Bürgerkriegs sind andere humanitäre Katastrophen etwas in den Hintergrund geraten - zum Beispiel der Südsudan, bis vor knapp zwei Wochen der Konflikt dort wieder eskalierte. Das jüngste Land Afrikas - sogar der Welt - wurde vor gerade einmal fünf Jahren unabhängig vom Sudan. Doch seitdem ist die Lage in dem ostafrikanischen Land alles andere als einfach. Warum das so ist und warum es so schwer ist, ein friedliches Miteinander zu stabilisieren, darüber sprach Gabriele Heuser mit der ARD-Korrespondentin für den Südsudan, Anna Osius.

Die US-Präsidentschaftskandidatin für die Demokraten, Hillary Clinton (Bild: dpa)

Bekannt, aber nicht vertraut

Erwachsene Amerikaner bringen die Initialen HRC umgehend mit dem Namen Hillary Rodham Clinton in Verbindung. Auf den Wahlplakaten steht "Hillary" gleich ohne Nachnamen. Indizien dafür, dass Hillary Clinton zu den bekanntesten Politikerinnen der Vereinigten Staaten gehört. Mit der öffentlichen Stellung geht aber auch Misstrauen gegen eine Spitzenpolitikerin und Karrierejuristin einher, die zusammen mit ihrem Ehemann Bill Clinton seit Jahrzehnten im Machtzentrum Amerikas steht. Jetzt will sie im zweiten Anlauf nach 2008 US-Präsidentin werden. ARD-Korrespondent Andreas Horchler mit einem Porträt der US-Präsidentschaftsbewerberin der Demokraten.<

Ein deutscher Polizist bildet in Kundus afghanische Sicherheitskräfte aus. (Bild: dpa)

Als Peacekeeper in Afghanistan

Auch wenn der Konflikt zwischen Taliban und Regierung in Afghanistan nicht mehr die Schlagzeilen in Deutschland beherrscht, ist das Land nach wie vor von einer Friedenslösung weit entfernt. Auch die NATO wird ihr Engagement am Hindukusch fortsetzen. Dies sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg beim Treffen der NATO-Mitgliedsländer mit dem afghanischen Präsidenten Ashraf Ghani in Warschau. Die NATO unterstützt die Ausbildung afghanischer Polizisten. Auch deutsche Polizisten helfen mit. Polizeihauptmeister Heiko Kersten war in den vergangenen mehrfach in Afghanistan und berichtet von seiner Arbeit als Peacekeeper.

Donald Trump bei einer Pressekonferenz (Bild: dpa)

I-Donald: Das "Ich", das die USA regieren will

Sie haben die Politiker in Washington satt. Sie wollen Jobs, wirtschaftlichen Aufschwung und kein Politik-Sprech mehr. Was sie wollen, ist Donald Trump. Dafür wechseln manche Leute sogar ihre Parteizugehörigkeit. Sie wollen Trump als Präsidenten im Weißen Haus sehen. Was die Menschen an ihm mögen, warum sie ihn unterstützen, wie sie ihn erleben und warum ihn einige nicht wollen: ein Reise durch Donald Trumps Welt von ARD-Korrespondentin Martina Buttler.

Mitglieder der UN-Friedenstruppe in Malis Hauptstadt Bamako (Bild: imago/Xinhua/Li Jing)

Als Peacekeeper in Mali

Knapp 500 deutsche Soldaten sind derzeit im Rahmen der UN-Stabilisierungsmission Minusma in Mali stationiert. 2012 waren in Mali Islamisten auf die Hauptstadt Bamako marschiert. Mithilfe französischer Truppen konnte die Regierung die Extremisten zurückschlagen. Der UN-Einsatz soll das Land stabilisieren. Auch 18 deutsche Polizisten sind seit 2013 im Rahmen dieser Mission in Mali tätig gewesen und haben malische Sicherheitskräfte ausgebildet. Polizeioberrat Meinolf Schlotmann leitete das deutsche Kontingent und erzählt von seiner Arbeit als Peacekeeper in dem afrikanischen Land.

Ölraffinerie in Kuwait (Bild: imago/United Archives International)

Scheichs auf Sparkurs – Kuwait kämpft mit sinkenden Einnahmen

Der Emirat Kuwait liegt ganz im Nordosten der arabischen Halbinsel, dort wo der Irak und Saudi Arabien aufeinandertreffen, direkt am Persischen Golf. Das Land lebt fast ausschließlich von der Förderung und dem Verkauf von Erdöl. Weil der Preis dafür in den vergangenen Jahren stark gesunken ist, fehlen dem Staat jetzt die Einnahmen. Die Regierung will sparen und Reformen durchsetzen - doch die Bevölkerung und das Parlament  spielen dabei nicht mit. Ein Bericht von Anne Allmeling.  

Hauptmann Claudia Birkholz im Inforadio Studio (Bild: Dieter Freiberg)

Peacekeeperin: Hauptmann Claudia Birkholz

Bundesregierung und Bundestag haben im Mai mit den Stimmen von Union und SPD beschlossen, die drei Maghreb-Staaten Algerien, Marokko und Tunesien als sichere Herkunftsländer einzustufen. Durch eine entsprechende Gesetzesänderung würden die Asylverfahren für Menschen aus diesen Ländern deutlich verkürzt. Auch der Bundesrat muss zustimmen und der tut sich schwer: Die Grünen lehnen das Vorhaben wegen der Menschenrechtslage in den jeweiligen Ländern entschieden ab. Wie sicher ist das Königreich Marokko? Diese Frage erörtert Gabriele Heuser mit dem ARD-Korrespondenten für die Maghreb-Region, Jens Borchers.

Flüchtlinge und Migranten in Nordgriechenland (Bild: AP Photo/Gregorio Borgia, File)

Die Folgen des Türkei-Deals

Durch den Deal der EU mit der Türkei kommen in Nordeuropa kaum noch Flüchtlinge neu an. Aber Griechenland hat mit den Folgen zu kämpfen: Weit über 50 000 Flüchtlinge sitzen auf dem Festland und den Inseln fest. Oft reichen die Kapazitäten dort nicht aus, um so viele Menschen dauerhaft zu versorgen und unterzubringen. Die griechische Asylbehörde ist mit der Flut an Anträgen überfordert. In den Lagern ist die Anspannung groß, immer wieder kommt es zu Gewaltausbrüchen. Auch auf dem griechischen Festland haben die Behörden mit der Unterbringung der Flüchtlinge zu kämpfen.

Der Souk in Agadir, Marokko (Bild: imago/ZUMA Press)

Ist Marokko ein sicheres Herkunftsland?

Bundesregierung und Bundestag haben im Mai mit den Stimmen von Union und SPD beschlossen, die drei Maghreb-Staaten Algerien, Marokko und Tunesien als sichere Herkunftsländer einzustufen. Durch eine entsprechende Gesetzesänderung würden die Asylverfahren für Menschen aus diesen Ländern deutlich verkürzt. Auch der Bundesrat muss zustimmen und der tut sich schwer: Die Grünen lehnen das Vorhaben wegen der Menschenrechtslage in den jeweiligen Ländern entschieden ab. Die umstrittene Entscheidung wurde bei der letzten Bundesratssitzung vertagt. Wie sicher ist zum Beispiel das Königreich  Marokko und welche Rolle spielt das Land für Europa in der Flüchtlingspolitik? Diese Fragen erörtert Gabriele Heuser mit dem ARD-Korrespondenten für die Maghreb-Region, Jens Borchers.

Flüchtlinge auf der Insel Nauru nehmen an einer Demonstration gegen ihre Lebensbedingungen teil (Bild: Refugee Action Coalition Sydney/dpa) (Bild:

Aus der Hölle - in die Hölle

In Australien wird am 2. Juli ein neues Parlament gewählt. Ministerpräsident Malcolm Turnbull setzt auf eine stabile Mehrheit für seine liberal-konservative Koalition. Eines seiner großen Wahlkampfthemen ist der Umgang mit den Flüchtlingen. Die Regierung Turnbull verfolgt eine harte Linie: Boote mit Flüchtlingen werden weit draußen auf See aufgebracht und zur Umkehr gezwungen. Die Flüchtlinge, die es auf australischen Boden geschafft haben, werden in Auffanglager auf entlegene Inseln verfrachtet wie zum Beispiel auf Nauru. Und dort sind die Lebensbedingungen katastrophal. Das berichet ARD-Korrespondentin Lena Bodewein. Die Flüchtlinge kommen aus der Hölle und landen in der Hölle.

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Gabriele Heuser (Bild: Dieter Freiberg)

Aus der Praxis der GIZ

Auslandsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter der Deutschen Gesellschaft für Internantionale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH berichten von ihrer Arbeit in Entwicklungs- und Transformationsländern. Abseits der üblichen Berichterstattung präsentiert Gabriele Heuser Länder, die im Fokus der Nachrichten stehen, aus einem anderen Blickwinkel.

Unterwegs

Die Sendung gegen Heimweh und Fernweh: Das Reisemagazin im Inforadio erkundet exotische Ziele in weiter Ferne ebenso wie sehenswerte Orte in der unmittelbaren Umgebung.