Weltsichten

Die aktuelle Sendung

Der Souk in Agadir, Marokko (Bild: imago/ZUMA Press)

Ist Marokko ein sicheres Herkunftsland?

Bundesregierung und Bundestag haben im Mai mit den Stimmen von Union und SPD beschlossen, die drei Maghreb-Staaten Algerien, Marokko und Tunesien als sichere Herkunftsländer einzustufen. Durch eine entsprechende Gesetzesänderung würden die Asylverfahren für Menschen aus diesen Ländern deutlich verkürzt. Auch der Bundesrat muss zustimmen und der tut sich schwer: Die Grünen lehnen das Vorhaben wegen der Menschenrechtslage in den jeweiligen Ländern entschieden ab. Wie sicher ist das Königreich Marokko? Diese Frage erörtert Gabriele Heuser mit dem ARD-Korrespondenten für die Maghreb-Region, Jens Borchers.

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Flüchtlinge auf der Insel Nauru nehmen an einer Demonstration gegen ihre Lebensbedingungen teil (Bild: Refugee Action Coalition Sydney/dpa) (Bild:

Aus der Hölle - in die Hölle

In Australien wird am 2. Juli ein neues Parlament gewählt. Ministerpräsident Malcolm Turnbull setzt auf eine stabile Mehrheit für seine liberal-konservative Koalition. Eines seiner großen Wahlkampfthemen ist der Umgang mit den Flüchtlingen. Die Regierung Turnbull verfolgt eine harte Linie: Boote mit Flüchtlingen werden weit draußen auf See aufgebracht und zur Umkehr gezwungen. Die Flüchtlinge, die es auf australischen Boden geschafft haben, werden in Auffanglager auf entlegene Inseln verfrachtet wie zum Beispiel auf Nauru. Und dort sind die Lebensbedingungen katastrophal. Das berichet ARD-Korrespondentin Lena Bodewein. Die Flüchtlinge kommen aus der Hölle und landen in der Hölle.

Sendungsarchiv

Eine EU-Flagge weht vor dem Gebäude der Europäischen Kommission in Brüssel (Bild: dpa)

EU-Parlament ohne Briten?

Zum ersten Mal in der Geschichte der EU könnten die Bürger eines Mitgliedslandes entscheiden, wieder auszusteigen. Das gab es so noch nie, und einen Masterplan für so einen Exit aus der EU gibt es auch nicht. Klar ist nur: Sagen die Briten "Nein" zu Europa, hätte das weit reichende Konsequenzen - auch für das Europa-Parlament. Wie würde socj so ein Abschied abspielen?  Darüber sprach ARD-Korrespondent in Brüssel, Sebastian Schöbel mit Jo Leinen. Er ist seit 1999 Europa-Abgeordneter für die SPD.

Aktivisten, die sich für illegale Einwanderer einsetzen, demonstrieren vor dem Supreme Court in Washington, D.C. (picture alliance / dpa)

Das Leben zwischen Angst und Hoffnung

Ende Juni entscheidet der Supreme Court über das Leben von Millionen illegalen Immigranten in den USA. Die acht Richter entscheiden über Obamas Executive Action, die einem Teil der Einwanderer ohne Papiere einen Weg in die Legalität öffnen könnte. Menschen wie den Eltern von Diana, die seit 20 Jahren in den USA leben und arbeiten. Oder Catia, die schon zweimal abgeschoben werden sollte und bereits ein Flugticket gekauft hatte, bevor es doch anders kam. Ein Feature über Geheimnisse, Angst und Hoffnung von Martina Buttler.

Das Gebäude des spanischen Parlaments in Madrid (Spanien) (Bild: dpa)

Spanien vor der Parlamentswahl

Vor ziemlich genau einem halben Jahr wurde in Spanien ein neues Parlament gewählt, eine neue Regierung hat das Land aber weiterhin nicht, denn die Parteien konnten sich nicht auf ein Bündnis einigen. Sechs Monate Leerlauf also: Auf die Wirtschaftskrise folgt nun also die politische Krise. Nun gibt es am 26. Juni Neuwahlen. In welcher Verfassung ist das Land? Darüber spricht Jana Ebert mit dem ARD-Korrespondenten in Madrid, Daniel Sulzmann.

Inselstreit im Südchinesischen Meer (Bild: dpa)

China gegen alle - Konflikt im Südchinesischen Meer

Kaum ein Tag vergeht derzeit, an dem nicht von Provokationen im Süd- oder Ostchinesischen Meer berichtet wird: Die Führung in Peking lässt Inseln in der Region zu militärischen Stützpunkten ausbauen und Korallenriffe aufschütten - in Regionen, die auch andere Anrainer als ihr Hoheitsgebiet ansehen. Besonders zwischen China und den USA ist der Ton nach weiteren Zwischenfällen rauher geworden in den letzten Tagen. Und deutliche Worte werden auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet bei ihrem Besuch in China Anfang der Woche. Die ARD-Korrespondenten in Peking und Singapur, Axel Dorloff und Linda Bodewein schildern den Konflikt aus der Sicht der jeweiligen Länder, aus denen sie berichten.

Girl's-Day in einer Berufsschule - Foto: GIZ

Frauen in Ägypten

In Ägypten ist das Leben von Frauen stark an traditionelle Rollenvorstellungen gebunden. Das bedeutet meist: Das Leben auf Familie und Heim ausrichten. Nur ein Fünftel der Berufstätigen in Ägypten ist weiblich und mehr als jede zweite Akademikerin ist ohne Job. Sowohl in der Gesellschaft als auch in der Wirtschaft des Landes dominieren Männer. Wie lassen sich die Beschäftigungschancen für Frauen in Ägypten verbessern und wie können sie mehr Teilhabe im Berufsalltag erreichen? Darum geht es in dieser Ausgabe "GIZ-Gespräch".

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjhu (re) und Avigdor Lieberman (li) nach der Unterzeichnung eines Koalitionsabkommens (Bild: dpa)

Rechtsruck in Israel

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach langen Verhandlungen ein Koalitions-Abkommen mit der rechts-nationalistischen Partei Israel Beiteinu unterzeichnet. Deren Parteivorsitzender und frühere Außenminister des Landes, Avigdor Lieberman, zieht nun ins Verteidigungsministerium ein, nachdem dort der Posten an der Spitze durch Rücktritt seines Vorgängers frei gewordenen war. Was bedeutet dieser Schritt für die künftige Politik Israels und wohin steuert die Regung Netanjahu damit im Nahost Friedensprozess? Darüber spricht Gabriele Heuser mit ARD-Korrespondent in Tel Aviv, Christian Wagner.

Dunkle Wolke über Hongkong (Bild: colourboox.com)

Hongkong kämpft um seine Identität

Seit Hongkong vor fast 20 Jahren von Großbritannien an die Volksrepublik China übergeben wurde, hat die Stadt den Status einer Sonderverwaltungszone. Es gibt etwa weiter Meinungs- und Demonstrationsfreiheit. Doch Peking versucht, seinen Machtanspruch und Einfluss stetig zu erweitern. Viele Bewohner von Hongkong sehen ihre Freiheiten in Gefahr. ARD-Korrespondent Steffen Wurzel hat sich in der verunsicherten Metropole umgesehen.

Der britische Botschafter Sir Sebastian Wood im Inforadio-Studio (Bild: Dieter Freiberg)

"Die wichtigste Entscheidung der letzten 50 Jahre"

Am 23. Juni entscheiden die Briten in einem Referendum darüber, ob sie die Europäische Union verlassen wollen oder nicht. Für viele Europäer wird dieser Tag im Juni der wichtigste in diesem Jahr oder gar der wichtigste in diesem Jahrzehnt werden: Sollte es zum Brexit kommen, werden die Folgen gewaltig sein - nicht nur für die Briten, sondern auch für die Europäer auf dem Kontinent. Wie ist die Stimmung im Vereinigten Königreich vor dieser wichtigen Entscheidung? Was sind die Gründe für oder gegen den Austritt der Briten aus der EU? Diese Fragen erörtert Gabriele Heuser mit dem britischen Botschafter Sebastian Wood.

Schuften in Old Delhi - Foto: ARD

High-Tech-Welt und Mittelalter

1991 öffnete Indiens Regierung die bis dahin quasi sozialistisch organisierte Wirtschaft. Nach diesen Reformen setzte ein Boom ein, der das Land nachhaltig verändert, aber auch eine extreme Form des Kapitalismus hervor brachte. Raman Roy hat gegen alle Widerstände Indiens erstes Call Center eröffnet und die indischen Reformen zu einer echten Revolution gemacht, die auch ihre großen Schattenseiten hat. Eine Reportage von Jürgen Webermann.

Der rote Sturm: 50 Jahre Kulturrevolution

Im Frühjahr 1966 begann Mao Zedong mit einer Kampagne, mit der er seine Kritiker in der Kommunistischen Partei mundtot machen und die Gesellschaft "erneuern" wollte. Es folgten jedoch zehn Jahre Chaos. Fanatisierte Jungkommunisten, die Roten Garden wüteten gegen Lehrer, Parteifunktionäre und Intellektuelle. Einer der ganz wenigen Ausländer, die China damals bereisten, ist Werner Gille aus München. Über seine Erinnerungen hat der 87-Jährige "Im Windschatten des roten Sturms" geschrieben. Ruth Kirchner hat mit ihm gesprochen.

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Gabriele Heuser (Bild: Dieter Freiberg)

Aus der Praxis der GIZ

Auslandsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter der Deutschen Gesellschaft für Internantionale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH berichten von ihrer Arbeit in Entwicklungs- und Transformationsländern. Abseits der üblichen Berichterstattung präsentiert Gabriele Heuser Länder, die im Fokus der Nachrichten stehen, aus einem anderen Blickwinkel.

Unterwegs

Die Sendung gegen Heimweh und Fernweh: Das Reisemagazin im Inforadio erkundet exotische Ziele in weiter Ferne ebenso wie sehenswerte Orte in der unmittelbaren Umgebung.