Weltsichten

Die aktuelle Sendung

EU-Flagge als Puzzle (Bild: colourbox.com)

Wie viel liegt der Jugend an Europa?

Vor anderthalb Jahren haben unsere polnischen Nachbarn eine national-konservative Regierung ins Amt gewählt, die sich von Brüssel nichts sagen lassen will. Vor einem knappen Jahr hat die Mehrheit der britischen Wähler für den Ausstieg aus der EU gestimmt und gerade erst hat die Mehrheit der französischen Wähler den ausgesprochen europafreundichen Emanuel Macron zum Präsidenten gewählt. Was denken eigentlich die jungen Leute in diesen drei Ländern - wie viel liegt ihnen an Europa? Max Ulrich von rbb fritz hat sich aufgemacht, das herauszufinden und spricht mit Sylvia Tiegs über seine Eindrücke.

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Der Premierminister von Indien, Narendra Modi, winkt am 16.05.2017 in Neu Delhi (Indien) Journalisten zu. (Bild: Manish Swarup/AP/dpa)

Das Phänomen Modi

Vor drei Jahren kam der Rechts-Nationalist Narendra Modi in Indien an die Macht. Seitdem macht er mit Polit-PR-Kampagnen auf sich aufmerksam, die durchaus zum Repertoire eines Populisten gehören. Modi hat eines der größten Sozialexperimente unserer Zeit durchgeführt: Eine Bargeldreform, in der über Nacht 85 Prozent der Banknoten für ungültig erklärt wurden. Woanders hätte dieser Schritt die Menschen auf die Barrikaden getrieben, nicht so in Indien: Modi ist nach Erfolgen bei Regionalwahlen mächtiger denn je. Worin liegt das Geheimnis seines Erfolgs? ARD-Korrespondent hat versucht, dem Phänomen Modi auf den Grund zu gehen.

Sendungsarchiv

Anhänger des iranischen Präsidenten Hassan Rouhani in Irans Hauptstadt Teheran (Bild: AP Photo/Vahid Salemi)

Iran: Die Stimmung vor der Präsidentenwahl

55 Millionen Iraner über 18 Jahre sind am kommenden Freitag aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu wählen. Der als gemäßigt geltende Amtsinhaber Hassan Rouhani bewirbt sich um seine Wiederwahl. Ihm weht allerdings dabei ein kalter Wind entgegen: Seine Gegner wollen seinen Reformkurs stoppen und halten ihm vor, dass das im Juli 2015 in Wien unterzeichnete Atomabkommen mit der internationalen Gemeinschaft nicht zum versprochenen Wirtschaftsaufschwung geführt habe.

Afrikanische Flüchtlinge im Hafen von Tripolis, Libyen - Foto: ARD

Endstation Libyen?

Auch in diesem Jahr sind im Mittelmeer bereits wieder weit über tausend Menschen auf der Flucht ertrunken. Der Jahreszeit entsprechend nimmt gerade die Zahl derjenigen wieder zu, die versuchen, in zumeist kaum seetüchtigen Booten über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Die meisten dieser Flüchtlinge kommen aus einem der afrikanischen Länder, die südlich der Sahara liegen: aus Nigeria, Eritrea oder Mali. Für sie verspricht die Route über Libyen die größten Erfolgsaussichten, weil das nordafrikanische Land selbst so unsicher ist. ARD-Korrespondent Björn Blaschke ist vor kurzem nach Libyen gereist und hat sich angesehen, wie es den Menschen mit dem Ziel Europa dort ergeht.

Zufriedene und glückliche Skandinavier (Bild: colourbox.com)

Viel Sonne in den Herzen der Skandinavier

Eine neue Studie der Vereinten Nationen hat ergeben, dass in Skandinavien die glücklichsten Menschen leben: Norwegen, Dänemark und Island belegen 2017 die TOP 3. Deutschland dümpelt auf der Liste der Glücklichsten auf Platz 16. Was ist es, was in Skandinavien zu so außerordentlicher Zufriedenheit beizutragen scheint, und was ist möglicherweise nur Fassade? Darüber sprach Sylvia Tiegs mit ARD-Korrespondent in Skandinavien, Karsten Schmiester.

Das Areal der KAEC aus der Luft - Foto: KAEC

Aufbruch in die Zeit nach dem Öl

Beim gesellschaftlichen Wandel in Saudi-Arabien will Deutschland nicht nur zuschauen, sondern mitgestalten. Das hat Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Besuch letzte Woche deutlich gemacht. Mehrere Abkommen wurden bereits unterzeichnet - alles im Rahmen der von der saudischen Regierung beschlossenen "Vision 2030". So heißt der ambitionierte Umbau, der neben wirtschaftlicher Unabhängigkeit vom Öl auch mehr gesellschaftliche Öffnung bringen soll. Wie das gehen könnte, lässt sich in der King Abdullah Economic City beobachten, die rund 120 kilometer nördlich von Jeddah am Roten Meer neu gebaut wird. Dort hängt kein einziges der Unternehmen, die sich dort bereits angesiedelt haben, am Energiesektor. ARD-Korrespondent für die Region, Carsten Kühntopp, hat sich angesehen, was dort entsteht.

China: Menschen in traditioneller Kleidung im Tempel - Foto: Sim Chi Yin

Religionen boomen in China

Hier in Deutschland klagen die Kirchen seit Jahren darüber, dass ihnen die Mitglieder weglaufen. Immer weniger Menschen kommen in die Gottesdienste. Ganz anders in China: Dort erleben die christlichen Kirchen und andere Glaubensgemeinschaften einen deutlichen Zulauf. Die Religion boomt geradezu. Einer, der sich das genau angesehen hat und jahrelang bei Glaubens-Gemeinschaften recherchiert hat, ist der kanadische Journalist und Pulitzer-Preisträger Ian Johnson. Er schreibt unter anderem für die New York Times. Sein neues Buch heißt "The Souls of China". Es geht darin um die Rückkehr der Religion nach Mao. Mit Ruth Kirchner spricht Johnson darüber, wie sich der Zulauf zu Glaubens-Gemeinschaften in China erklären lässt.

Angehörige der Opfer des Gebäudeeinsturzes Rana Plaza nahe Bangladeshs Hauptstadt Dhaka schauen auf die Gräber der Opfer (Bild: imago/ZUMA Press)

Bangladesch - Kampf um die Würde der Textilarbeiter

Vier Jahre nach dem Einsturz des Rana-Plaza-Gebäudes mit 1.100 Toten hat sich in vielen Textilfabriken Bangladeschs einiges getan: Die Sicherheit wurde zum Teil deutlich verbessert. Allerdings beteiligen sich westliche Konzerne nicht an den Kosten und die Fabrikbesitzer des Landes versuchen immer noch, ihre Mitarbeiter auszupressen. Rosina, ein Opfer des Rana Plaza, will ihre Entschädigung zurücklegen, um ihren Kindern eines zu ersparen: Einen Job in einer Textilfabrik. Silke Dittrich hat die Textilarbeiterin länger begleitet und sich angesehen, was sich in Bangladeschs Textilindustrie seit 2013 wirklich geändert hat.

Demonstration in New York gegen die Medienpolitik von US-Präsident Donald Trump (Bild: imago/Levine-Roberts)

Trump und sein Umgang mit den Medien

"Versager", "Abschaum" - solche Bezeichnungen hält US-Präsident Donald Trump für die Medien seines Landes bereit: Journalisten, die ihn kritisieren, nennt er die "verlogene Presse". Sie seien "Feinde des Volkes". Dabei ist die Rolle der Journalisten klar: Sie sollen informieren und so zur öffentlichen Meinungsbildung beitragen. Doch nun kämpfen sie offenbar um ihren Platz im neuen Amerika unter Donald Trump.  Wie Martin Ganslmeier, ARD-Korrespondent in Washington, das erlebt, erläutert er im Gespräch mit Jana Ebert.

Besucher auf einer internationalen Software- und Informations-Messe in der chinesischen Stadt Dalian (Bild: imago/China Foto Press)

Chinas umstrittene Industriepolitik

Politik in China propagiert oft die ganz große Vision - auch die Industriepolitik des Landes. Da heißt die aktuelle Strategie: "Made in China 2025". Sie hat ein klares Ziel: China möchte in bestimmten Sektoren bis zum Jahr 2025 an die Weltspitze. So zum Beispiel bei der Industrie 4.0, dem Bereich, in dem sich die Produktion mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik verzahnt. Was steckt hinter "Made in China 2025"  und was bedeutet das für das deutsch-chinesische Verhältnis? Die ARD-Korrespondenten Axel Dorloff und Steffen Wurzel waren an chinesischen Wirtschaftststandorten unterwegs.

Während der Proteste in Caracas: Ein Polizist vor einem Schriftzug - "Die Diktatur" ist zu lesen (Bild: imago/Agencia EFE)

Venezuela: Krise ohne Ende

Eigentlich müsste es dem südamerikanischen Staat doch sehr gut gehen, denkt man nur an die reichhaltigen Ölvorräte in Venezuela. Doch die Realität sieht denkbar anders aus - es fehlt an allem, besonders an Medizin. Oft mangelt es selbst an Antibiotika oder Latexhandschuhen. Das Land steckt in einer wirtschaftlichen - und politischen - Krise. Die Menschen gehen zu Tausenden gegen den sozialistischen Präsidenten Maduro auf die Straßen. Unsere Korrespondentin Anne-Katrin Mellmann spricht mit Aurelie Winker über die katastrophale Lage in Venezuela.

Krönungszeremonie 1937. Der Koh-i-Noor ziert die Krone der Königin Elizabeth (Bild: imago/UIG)

Der verfluchte Diamant

Der Koh-i-Noor ist einer der bekanntesten Diamanten der Welt. Er ist Teil der britischen Kronjuwelen und wie viele Diamanten seiner Klasse hat er eine lange und geheimnisvolle Geschichte. Diese Geschichte erzählt vielleicht mehr über die Geschichte Südasiens als viele Bücher: Es geht um Raub, Verrat und um einen Fluch. Über die phantastische Geschichte berichtet unser Korrespondent Jürgen Webermann - er beginnt in Indien, wo der Stein gefunden worden sein soll.

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