Religion und Gesellschaft

Aktuelle Sendung

Sven Regner
Imago Stock&People

Musik in der Kirche - bis es kracht

Vor 30 Jahren krachte es in der Ostberliner Zionskirche: Erst ein Punkkonzert mit der Westberliner Band "Element of Crime" und dann ein Überfall auf die Besucher durch Neonazi-Skinheads. Ihre Existenz wurde von offizieller Seite lieber totgeschwiegen. So wie die antisemtischen "Judensäue" an Kirchen von manchem am liebsten übersehen würden. Unser Beispiel: Eberswalde. Und ein Marathon in der Uckermark: über 500 Kirchenlieder sollen demnächst non-stop gesungen werden. Guinnes-Buch-verdächtig.  

  • Religion und Gesellschaft

  • Über die Sendung

  • Sendezeiten

  • Kontakt

Sendungsarchiv

(Quelle: rbb/Carmen Gräf)

- Gemeinsam sind wir stärker: Ökumenischer Reli-Unterricht

Die evangelische Landeskirche und das katholische Erzbistum haben beschlossen, in Sachen Religionsunterricht enger zusammenzuarbeiten. Das klingt unspektakulär. Aber wenn man bedenkt, wie streng getrennt evangelische und katholische Kinder bisher religiös unterrichtet wurden, dass es noch vor einigen Jahrzehnten getrennte Schulhöfe für evangelische und katholische Kinder gab, kann man das als großen Schritt in Sachen Ökumene betrachten.

saechsischer Pfarrer und Baecker

Brötchen für den Glauben

Das Reformationsbrötchen ist eine Bäckertradition in Mitteldeutschland. Und neuerdings auch in Niedersachen. Nun bekommt es Konkurrenz. In Berlin gibt es ab diesem Sonntag auch ein katholisches Gegenstück. Das Hedwigsbrötchen. Eine süße Doppelsemmel zum christlichen Teilen. Immerhin hat es ja die Bäckerinnung mit der Bitte "Unser täglich Brot gib uns heute" als einziger Berufsstand ins Vaterunser-Gebet geschafft. Aber wieviel gutes Werk und wieviel Spende steckt in welcher Semmel? 

Spaghetti auf der Mittagskarte in einem bayerischen Restaurant.

Kochen und Beten

Die Skalitzer Straße hat ein Restaurant mehr. Das „Milaa“ hat frisch eröffnet. Dort kochen und bedienen Geflüchtete zusammen mit  Menschen ohne festen Wohnsitz. Eine Einrichtung der evangelischen Diakonie. Besonders gekocht und gegessen wird in diesen Tagen auch in jüdischen Familien: Das neue Jahr beginnt mit Granatäpfeln, Äpfeln, Honig und Karpfen. Mehr dazu, aber etwa auch zur Berliner Hospizwoche in unserem Magazin aus Religion und Gesellschaft.  

Der buddhistische Mönch Toyoshige Sekiguchi kämpft gegen Atomwaffen (Quelle: rbb)
rbb/Bertsch

Zu Fuß durch Deutschland

Anfang Juli haben die Vereinten Nationen einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen verabschiedet. 122 Länder haben für die Annahme des völkerrechtlich verbindlichen Dokuments gestimmt. Allerdings waraen die Atommächte nicht bei den Verhandlungen dabei, und Deutschland hat auch nicht zugestimmt. Das will Toyoshige Sekiguchi ändern. Er ist buddhistischer Mönch, kommt aus Japan und hat eine Mission. In den letzten Monaten ist er mit einem Plakat um den Hals durch Deutschland gelaufen, um Unterschrifen für ein Atomwaffenverbot zu sammeln. Er hat außerdem einen Brief an Kanzlerin Angela Merkel geschrieben. Beides wollte er ihr im Kanzleramt überreichen, nur hatte sie keine Zeit.

Menschen im Park in Berlin (Quelle: imago/Müller-Stauffenberg)

Meltingpot Berlin

Im Frühjahr dieses Jahr wurde ein Junge in seiner Schule in Berlin - Friedenau von Mitschülern antisemitisch gemobbt und angegriffen. Die Eltern nahmen in daraufhin von der Schule. Das war nur einer von vielen antisemitischen Vorfällen, wie sie fast alltäglich in Berlin passieren. Antisemitismus ist eine Herausforderung für das demokratische Zusammenleben in der Stadt. Zahlreiche Initiativen, NGOs und engagierte Bürger kämpfen darum, genau solche Vorfälle zu verhindern. Auf der anderen Seite zieht Berlin viele Juden an, die in der Stadt Freiheit und Offenheit finden, die sie in ihren Herkunfsländern vermissen. Eine Diskussionsrunde und eine Ausstellung zum Thema stehen im Mittelpunkt der Sendung.  

 

 

Ferry to Pfaueninsel

Nikolskoe mit digitaler Kirchenbank

Ohne App und Smartphone geht heute gar nichts mehr. Digital werden, um anschlussfähig zu bleiben, lautet die Devise. Auch in der Kirche. Die neueste Idee, die beliebte Ausflugskirche Sankt Peter und Paul auf Nikolsoe soll digitale Kirchenbänke bekommen. Die App ist schon fertig. Aber passt das auch? Kirche zum Wischen?  Außerdem: Wer die Wittenberger Weltausstellung zur Reformation noch sehen will, muss sich sputen. Nur noch eine Woche. Lohnt das? Und: Der Moslem, der die Jüdin rettete - ein vergessenes Kapitel Berlin-Geschichte.

 

RSS-Feed

Auch auf Inforadio.de

Historische Zeichnung, 19. Jahrhundert, Revolte in einer fränkischen Stadt im 12. Jahrhundert (Bild: imago)

Umgeschichtet

Anhand von Reportagen, Gesprächen und Debatten widmet sich das Magazin dem Spannungsfeld zwischen gestern und heute. Umgeschichtet sucht nach dem Wirken von Strukturen, Institutionen und Weltanschauungen, will Vergangenes sinnlich erfahrbar machen und Denkanstöße geben. Außerdem: Veranstaltungs- und Lesetipps.

Probe Staatsballett "Herrumbre" (Bild: dpa)
dpa

Kultur

Der Wegweiser durch die weite Berlin-Brandenburgische Kulturlandschaft: Premierenkritiken, Film- und Musik-Tipps, Buchbesprechungen und Rundgänge durch aktuelle Ausstellungen. Die Kultur präsentiert das Wichtigste aus den Theater- und Kinosälen, Opern- und Konzerthäusern, Museen und Galerien und anderen Kulturräumen der Region und darüberhinaus.