Komponist Volker Bertelmann alias Hauschka mit dem Oscar für die beste Filmmusik für "Im Westen nichts Neues".
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Vis à vis - Volker Bertelmann: Oscar-Nominierung ist der eigentliche Gewinn

Für die Filmmusik zu "Im Westen nichts Neues" ist Volker Bertelmann, auch bekannt als Hauschka, mit einem Oscar ausgezeichnet worden. Am Donnerstabend könnte er beim Deutschen Musikautor*innenpreis die nächste Ehrung bekommen. Allerdings betont er: Ein Oscar sei keine Garantie, immer zu gewinnen. Von Alexander Soyez

Überrascht sei er gewesen über den Oscar-Gewinn, sagt Filmmusiker Volker Bertelmann, "weil ich dahingefahren bin, jetzt nicht mit dem Gefühl da zu gewinnen". Bei der Verleihung bekam er dann aber tatsächlich einen von vier Oscars für "Im Westen nichts Neues" von Regisseur Edward Berger - für die beste Filmmusik. Aber er betont: "Dabei sein ist schon das Größte und das ist es auch, also die Nominierung ist eigentlich der Gewinn."

Jetzt könnte Bertelmann, der auch unter dem Künstlernamen Hauschka bekannt ist, schon die nächste Auszeichnung für seine Musik zu dem Netflix-Film bekommen: Bei der Verleihung des Deutschen Musikautor*innenpreises am Donnerstagabend ist er wieder nominiert. Das habe eine gewisse Sogwirkung, sagt er. "Aber das bedeutet für mich überhaupt nicht, dass jetzt die Garantie da ist, dass ich bei jeder Nominierung gewinne."

Oscar-Preisträger Bertelmann: Ikonisches-Element, das man nicht vergisst

 

Für den Soundtrack zu "Im Westen nichts Neues" habe er sich zunächst überlegt, dass es ein kurzes Melodiethema brauche, das beliebig im Film platzieren werden könne: "Es muss irgendwann kommen und dann auch wieder verschwinden. Es ist erst einmal wie so ein Kriegshorn vielleicht oder was, was die Kriegsmaschinerie beschreibt." Zu diesen drei Tönen, die auch die ersten im Film sind, sei ihm mittlerweile häufig zurückgemeldet worden: "Das ist so ein ikonisches Element, was man nicht vergisst, weil es einfach einem direkt unter die Haut fährt", sagt Bertelmann.