Christian Lindner (l, FDP), Bundesfinanzminister und FDP-Vorsitzender, stellt auf einer Pressekonferenz Bijan Djir-Sarai, den neuen FDP-Generalsekretär, vor.
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Vis à vis - Bijan Djir-Sarai (FDP): Engagiert für Demokratie und Freiheit

Mit elf Jahren wechselte Bijan Djir-Sarai die Welten: Seine Eltern schickten ihn aus der islamischen Republik Iran zum Onkel ins Rheinland. Heute ist er FDP-Generalsekretär. Wie aus dem persischen Jungen ein deutscher Politiker wurde, der mit kräftigen Worten die Position der FDP vertritt, erzählt Djir-Sarai im Gespräch mit Alfred Schmit.

Diese Biographie habe seinen Blick auf die Politik stark geprägt, sagt Djir-Sarai. "Ich glaube, wäre ich nicht in der Zeit im Iran zur Welt gekommen, wäre ich auch heute wahrscheinlich kein Politiker." Die Jahre in Teheran hätten ihn wahrscheinlich stärker zu einem politischen Menschen gemacht, als er sich habe vorstellen können.

Djir-Sarai: "Besondere Sensibilität für Freiheit"

 

"Ich bin Jahrgang '76", sagt Djir-Sarai. Er habe also sowohl die iranische Revolution mit der Machtergreifung der Islamisten 1979, als auch den Iran-Irak-Krieg 1980 miterlebt. Die Zeit nach der Revolution sei vor allem von Radikalimus geprägt gewesen. Er könne sich erinnern, dass sein Lehrer bewaffnet zum Unterricht gekommen seien, sagt der FDP-Politiker. "Das waren Revolutionswächter, Milizen."

Oft habe es Luftangriffe gegeben. "Aus der Zeit stammt bei mir eine besondere Sensibilität für Freiheit, für Bürgerrechte, für Menschenrechte, und vor allem 'Einsatz und Engagement für Demokratie. Das sei auch der Grund, warum er sich entschieden habe, politisch aktiv zu werden. "Ich bin in die Politik gegangen, um einen Beitrag zu leisten zur Stabilität der Demokratie und Freiheit in diesem Land."