Das Brandenburger Theater in Brandenburg an der Havel (Bild: IMAGO / Schöning)
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Vis à vis - Alexander Busche: Neuer Intendant des Brandenburger Theaters

Was muss ein Stadttheater heute leisten? Der neue Intendant des Brandenburger Theaters, Alexander Busche, möchte möglichst viele Menschen ansprechen. Brandenburg an der Havel sei "eine Stadt, die sich gerade im Grunde neu erfindet", sagt Busche im Gespräch mit Harald Asel.

"Ich glaube, dass man in jedem Theater - so habe ich es zumindest immer empfunden - eine ganz eigene Welt, aber auch eine ganz umfassende Welt und ganz viele Thematiken, Problematiken, aber auch gute Unterhaltung findet", sagt Busche. Ihm sei vor allem wichtig, die Bevölkerung in der Breite anzusprechen. "Deshalb wollen wir Geschichten erzählen", so der Intendant.

"Nicht nur für elitäre, intellektuelle Schicht"


Außerdem gehe es um niederschwellige Angebote, die einladen, etwas zum ersten Mal zu tun - zum Beispiel ins Konzert zu gehen. "Wie bei den Erklär-Konzerten, wo ich den Konzertbetrieb erklären möchte, Stücke erklären möchte", sagt Busche. Das mache er persönlich. "Das sind alles Angebote, mit denen wir die Menschen ins Theater locken wollen, aber nicht ein elitäre, intellektuelle Schicht nur, sondern wirklich auch die breite Masse der Brandenburger."

Besondere Musikproduktionen


Bevor er nach Brandenburg kam, war Busche Kulturmanager in Berlin, Bayreuth und Göttingen. Studiert hat er Musiktheaterregie und wird sich daher auch vornehmlich um die Musiktheaterproduktionen im Haus kümmern. "Wir versuchen, Produktionen zu schaffen - wie jetzt 'Die lustigen Weiber' -, die einfach sehr speziell sind und eigene Konzepte verwirklichen." So würden einzigartige Versionen von Opern entstehen, die vielleicht auch Menschen von anderswo ins Brandenburger Theater holen werden.