Matthias Wemhoff, Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte, zeigt im Rahmen einer Vorab-Pressekonferenz zur Ausstellung "Schliemanns Welten" ein eulengesichtiges Gefäß
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Vis à vis - Wie umgehen mit dem Erbe Schliemanns, Herr Wemhoff?

Anlässlich seines 200. Geburtstags widmet das Museum für Vor- und Frühgeschichte dem bekanntesten deutschen Archäologen Heinrich Schliemann eine Sonderausstellung in der James-Simon-Galerie und im Neuen Museum. Im Mittelpunkt stehen Ausgrabungsfunde des Archäologen. Harald Asel sprach mit Museumsdirektor Matthias Wemhoff.

Heinrich Schliemann gehört zu den bekanntesten Archäologen. Vor 200 Jahren wurde der Entdecker von Troja und Mykene geboren. Warum sein Mythos bis heute strahlt, das erkundet eine neue Ausstellung in Berlin: "Schliemanns Welten" auf der Museumsinsel.

Verantwortet wird sie von Matthias Wemhoff, dem Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte. Geschichtsredakteur Harald Asel hat sich mit ihm unterhalten - über Bekanntes und Unbekanntes zu Heinrich Schliemann. Und auch darüber, was wir von ihm lernen können.

"Das Thema Beutekunst ist immer noch ungelöst", sagt Wemhoff. Durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine erfahre das Thema noch einmal eine neue Zuspitzung: "Wir sehen wieder, dass Kulturobjekte zerstört werden. Wir sehen wieder, dass etwa in Mariupol die Russen Objekte einfach mitnehmen und verschleppen." Die Missachtung der internationalen Übereinkunft, das ist ein offenes, brennendes Thema, das jetzt in der Dramatik noch mal neu bekannt wird."

Die Sendung ist eine Wiederholung vom 12.05.2022.