Skyline von Wien mit Donaubruecke und Fernsehturm
IMAGO / blickwinkel
Bild: IMAGO / blickwinkel Download (mp3, 16 MB)

Vis à vis - Für Politycki ist Sprache mit dem Gendern eine Kampfzone geworden

Er konnte in Deutschland nicht mehr so schreiben, wie er wollte und ist nach Wien gezogen. Es fehle die Unbefangenheit, nennt der Autor Matthias Politycki als einen der Gründe. Besonders stört er sich am Gendern, das eine Unfreiheit bedeute - das generische Maskulinum sei ein Luxus gewesen. Von Anna Pataczek

Die Diskussion über Gender-Sternchen, über vergiftete Wörter im deutschen Sprachgebrauch, darüber, wer überhaupt etwas sagen darf - kontrovers wird darüber gestritten. Der Romanautor und Lyriker Matthias Politycki hat keine Lust mehr auf die derzeitige Debattenkultur und hält sie für ideologisch vereinnahmt.

Deshalb ist Politycki von Hamburg nach Wien gezogen und hat darüber ein Buch geschrieben: "Mein Abschied von Deutschland". Jetzt gehe es ihm besser und er könne wieder mit Freude an den Schreibtisch, hat er Anna Pataczek aus unserer Kulturredaktion erzählt.

In Österreich sei es entspannter, so Politycki. Er sei so stark wie in Deutschland noch nie beleidigt worden. Insgesamt gebe es eine starke Polarisierung.