Das Grab von Walther Rathenau in der Grabstätte Rathenau im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick auf dem Waldfriedhof Oberschöneweide
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Vis à vis - Vor 100 Jahren starb Walther Rathenau

Reichsaußenminister Walther Rathenau wurde vor 100 Jahren ermordet. Er galt als Hoffnungsträger der Weimarer Republik. Diese Hoffnung wollten die Verschwörer der rechtsradikalen Organisation Consul zerstören und eine Militärdiktatur errichten. Martin Sabrow hat der Zeit ein Buch gewidmet. Von Christian Wildt

Vor 100 Jahren - am 24.6.1922 - wurde Walther Rathenau, damals Reichsaußenminister, auf offener Straße in seinem Auto erschossen. Es war nicht der erste politische Mord der Weimarer Republik, aber sicher ein besonders auffälliger.

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Die rechtsextremen Täter wurden zwar gefasst, nicht aber die dahinter stehende Verschwörung offen gelegt. Über den Mord, die Urheber und natürlich über Walther Rathenau, der auch als Industrieller und AEG-Chef damals eine der wichtigsten Figuren Deutschlands war, hat Martin Sabrow ein Buch geschrieben.

Mit dem Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Berliner Humboldt-Universität hat rbb24 Inforadio-Redakteur Christian Wildt gesprochen.