Kai Wegner, CDU-Fraktionsvorsitzender im Abgeordnetenhaus Berlin, steht im Abgeordnetenhaus.
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Vis à vis - Kai Wegner: Will die politische Wende für Berlin

Seit Herbst ist Kai Wegner Berliner CDU-Landeschef wie auch Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Abgeordnetenhaus - und damit Oppositionsführer im Landesparlament. Mit der aktuellen Regierung gehe in Berlin nichts voran, kritisiert Wegner. Was ist also zu tun für die CDU? Von Thorsten Gabriel

Wegner war viele Jahre lang Bundestagsabgeordneter. Er habe sich dann bewusst für die Landespolitik entschieden. "Mein Herz schlägt für meine Heimatstadt Berlin", sagt der CDU-Landeschef.

Wegner: Berlin kommt nicht voran

 

An der aktuellen Regierung stört den Oppositionsführer, dass viele wichtige Themen nicht vorangebracht würden. Berlin nutze seine Chancen bei der Verkehrswende, bei der Bildung, im Wohnungsbau oder in Sicherheitsfragen nicht. "Ich stelle fest: Wir kommen kein Stück voran", sagt Wegner. Das müsse sich dringend ändern. Die CDU mache dafür Vorschläge. "Wir wollen, dass Berlin eine politische Wende hinbekommt", sagt der CDU-Politiker.

Doch die CDU hat nach wie vor Probleme, in der Großstadt neue Mehrheiten zu gewinnen. Wegner führt das auf den bundesweiten Trend zu den letzten Wahlen zurück. In den Außenbezirken ist die Partei erfolgreicher als im Zentrum. Für Wegner ist trotzdem klar: "Ich will ein Angebot für die gesamte Stadt machen." Die CDU müsse dafür noch stärker Angebote für die Innenstadt machen und kommunizieren.